06.01.2026 – Bestellt und Geschlossen
Gestern hatte der Schwieger Geburtstag. Er bat zum Geburtstagsessen mit Schäufele und Kloß mit Soß. Salat gab’s auch. Das Essen war bestellt für 11:30 Uhr zum Abholen. Wir waren um 11:15 vor der Wirtshaustür. MonAmour: „Mach halt auf“. Da hatte ich jedoch schon an der Tür gerüttelt und festgestellt, dass diese Pforte verschlossen war. Auch Klingeln half nichts. Die gesonderten Öffnungszeiten sprachen auch nichts Gegenteiliges. Eigentlich hätte offen sein müssen. Ans Telefon wollte auch niemand. So fuhren wir mit unseren nicht befüllten Behältnissen zum Schwieger. Unterwegs überlegten wir Alternativen. Montags, an dem die meisten Ruhetag haben, ein nicht ganz unkompliziertes unterfangen. Beim Schwieger versuchten wir es nochmal und es ging jemand ans Telefon. Ich fragte, ob wir unsere drei bestellten Schäufele abholen könnten. Ja, sagte der Wirt, in 15 Minuten. Also fuhren wir los. Geburtstagsessen gerettet. Die Schäufele waren sehr gut, die Klöße weich und der Salat ein bunte Vielfalt mit Kraut- und Karottensalat, Feld- und Blattsalat und Blumenkohlsalat.
Farbtöpfe
Nachdem Essen beim Schwieger fuhren wir in großem Bogen nach Hause. Genossen die Winterlandschaften. Der Weg nach Hause führte uns jedoch noch einen weiteren Bogen zum nächstgelegenen Baumarkt. MonAmour hatte das zerbröselte Tonmännchen wieder zusammengesetzt. Dafür brauchte es jetzt Pinsel und Farbe. Im ersten Baumarkt erstanden wir Pinsel. Im zweiten Baumarkt fanden wir kleine Farbtöpfe, eigentlich Testgebinde, um die Wirkung der Farben auf Fassaden zu testen. Doch wir waren uns noch nicht sicher wegen der Farben als erstanden wir zwei weitere Pinsel mit längeren Borsten als die im anderen Baumarkt zuvor. Wir fuhren in den dritten Baumarkt. Dort fanden wir die bekannten Testfarbentöpfe sowie weitere Testfarbentöpfe mit etwas anderen Grünschattierungen. Eine sehr freundliche Angestellte, die MonAmour schon zweimal begrüßt hatte, während sie mich völlig ignorierte, wollte ihm behilflich sein. Es war interessant zu beobachten, wie sie fast ausschließlich mit ihm sprach und mich nur ab und an anschaute. Vielleicht hätte ich die beiden mal für eine Weil allein lassen sollen, ob sie ihm wohl dann ihre Telefonnummer gegeben hätte?
Wir hatten vom Tonmännchen ein Farbmuster dabei und bereits entschieden, welche Farben wir nehmen. Ich hatte die zwei Farbtesttöpfchen schon in der Hand, die sie dann auch MonAmour empfahl. Doch so richtig gehen lassen wollte sie ihn auch nicht, also bat sie uns zu folgen, damit sie das Farbmuster in ihrem Gerät einscannen kann, um eventuell die Farbe zu mischen, die wir brauchten. MonAmour bestätigte ihr immer wieder, dass ein 1 Liter Farbtopf ein zu großes Gebinde ist. Wir wissen jetzt welche Farben dieses Grün ergibt, rapsgelb, irgendwas schwarz und die dritte habe ich vergessen. Wir verließen den Baumarkt dann mit unseren beiden Testtöpfchen mit zwei verschiedenen Grün. Das eine Grün als Grundfarbe, das andere für die Ränder der Tontöpfchen aus denen das Tontopfmännchen zusammengesetzt ist.
Am Abend
Gegen 18 Uhr waren wir dann Zuhause. Wir besuchten noch den Bäcker vor Ort, der völlig ausverkauft war. Ein einsames Baguette, ein paar Salzstangen, Krapfen und Nussschnecken waren noch in der Auslage. Wir nahmen eine Nusschnecke mit und ein Energiebündel. Es ähnelt dem Brot, welches MonAmour bisher über den Supermarkt bezog, bis sie dort die Lieferungen einstellten. Für die Semmeln zum Salat, der von Mittag übrig war, ging ich dann in den Supermarkt nebenan.
Vor mir betrat ein älteres Ehepaar den Supermarkt. Sie gestützt auf den Einkaufswagen. Er schlurfte hinter ihr her. Ich ging langsam hinter ihnen her. Beim Drehkreuz angekommen, ging sie voran. Gleich danach stoppte sie, er hinterher, stellte sich in die Ecke und hielt sich am Drehkreuz fest. Sie fragte ihn, ob sie Kaffee mitnehmen sollten. Irgendwann fiel ihnen auf, dass ich nicht durch das Drehkreuz konnte, weil er sich daran festhielt. „Oh“, sagte er, „wissens, wenn man so alt ist, dann muss man sich immer irgendwo festhalten.“ Ich bedankte mich für den Einlass, bestätigte das mit dem Festhalten und schnappte mir die Filtertüten, bevor wir noch weiter den Eingang in Beschlag nahmen. Kaffee und Tee samt Filtertüten sind gleich neben dem Drehkreuz aufgereiht.
Zum Abendessen gab es für mich den restlichen Salat mit einer Semmel vom Supermarkt und als Nachtisch eine Tafel Schokolade. MonAmour hatte ebenfalls eine Semmel allerdings mit einem Pfefferbeißer. Das Mittagessen hatte uns sehr gesättigt.
Wir schauten noch ein wenig fern und gegen elf kehrte Nachtruhe ein.
