29.01.2026 – Schon wieder Schnee
Der Wetterbericht meldete etwas von Schnee und Regen. Ich hoffte auf Wetter zum Autofahren. Also gerne trocken, vielleicht Regen, aber bitte ohne Glätte. Besser hätte mir gefallen, wenn der viele Schnee vom Montag in eine Kälteperiode geraten wäre, damit er die vielen Kinder noch lange erfreut und jedes Kind, wirklich jedes Kind mit Erinnerungsvermögen von diesem Schlittenwinter das Vergnügen, die Freude und lustvolle Erfahrung einen Hang herunterzufahren und Rekorde aufzustellen, wie weit man kommt. Bevor der Hang hier gegenüber bebaut und zum „Schuldenhügel“ wurde, war es unser Schlittenberg. Nach der Schule traf sich dort die gesamte Kinder- und Jugendschar des Dorfes. An manchen Tagen hatte ich, wir wohnten direkt gegenüber, diesen Schlittenberg allein. Wenn soviel Schnee lag, dass er auch noch auf der Straße bis zum Gehsteig und darüber hinaus reichte, versuchten wir den Rekord zu brechen und es bis zum gegenüberliegenden Gehsteig zu schaffen. In meiner Erinnerung geland mir dies zweimal. Ein Hochgefühl. Denn das nächste Ziel war bis zum Gartenzaun.
Irgendwann wurden die Äcker und Wiesen verkauft und es entstand eine Neubausiedlung. Doch das Vergnügen, die Freude, diese Bauchgefühl, wenn wir über selbstgebaute Schanzen sprangen, es bis zum Gehsteig schafften oder der Schlitten aufgrund von Glätte schneller wurde, ist noch immer da und manchmal sogar zu spüren. Da im Bauch. Dieses wünsche ich Kindern von Herzen.
Frühstück gibt es heute nicht
Ich traf mich mit einer Kollegin. Der Kollegin, die mir einen Teil ihrer Fortbildungen übertrug, als sie in Rente ging. Wir hatten uns schon Anfang Januar verabredet, doch der Termin klappte nicht, so verschoben wir ihn auf heute. Am Tresen ein junger Mann mit Cochlea Implantat. Ein sehr freundlicher aufgeweckter junger Mann, der es verstand seine Kundschaft zu bedienen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wegen Personalmangel gab es heute kein Frühstück. Er erzählte dies so freundlich und der Bitte um Verständnis, dass es keinen gab der schimpfte, sondern sich des reichhaltigen Angebots in der Theke zuwandt. Als wir vor der Theke standen und unsere Bestellung aufgaben, bestellte meine Kollegin ein Croissant. Er lächelte sie spitzbübisch an und meinte „Oder vielleicht ein Schokocroissant?“ Sie verneinte. Er dann „eine normales oder vielleicht doch ein Laugencroissant, die sind gut.“ Er hatte sie damit eingefangen. Ich bestellte ein „Milchhörnchen“ – Er: „Oh lecker, möchten Sie Gabel und Messer dazu, die sind vielleicht noch heiß.“ Ich lächelte, verzichtete auf Messer und Gabel, denn es würde schon noch abkühlen. Zu jeder Kaffee- und Teebestellung gab es „einen Lolly gegen die Langeweile“.
Anregungen
Die Kollegin und ich brachten uns auf den neuesten Stand, Fachsimpelten, ich profitierte wieder einmal von ihrem Erfahrungsschatz – ich bekam einige Anregungen für meine nächsten Fortbildungen. Und dann fanden wir auch noch heraus, dass wir ähnlich seltsam ticken. Da hat man schon viel arbeit und weiß schon nicht mehr, wie man das zeitlich stemmen soll, und beschafft sich noch mehr Arbeit indem man beim Lesen von etwas sich denkt „oh das passt thematisch zu XYZ“ und statt einen aktuellen Kurs, der ja morgen oder übermorgen stattfindet, die Aufmerksamkeit zu schenken, steckt man auf einmal in der Vorbereitung vom Kurs in fünf Monaten, oder so. Oder man fängt an das Haus von oben nach unten zu putzen oder sich Gäste zum Abendessen einzuladen, obwohl man ja am nächsten Tag einen Workshop zu halten hat. Ach, wie schön, wenn frau erfährt, dass auch andere mit diesem Zeitmangement hadern.
Versprechen
Da MonAmour die letzten Tage Bäume fällte bzw. sich der Schneemassen annahm (okay ich war ja unterwegs) hatte er über körperliche Anstrengungsschmerzen geklagt. Ich versprach ihm beim nächsten Schneefall zu schippen. Just an dem Tag der Verabredung schneite es. Zum Glück keinen Schneemassen, doch begeistert war er nicht, dass ich schon wieder weg war.
Doch bevor ich fuhr, schaufelte ich den Schnee vom Gehweg, aus der Einfahrt und der Einfahrt auf der Straße sowie das Auto frei. Später, als ich das Cafè verließ und es regnete, war ich dann doch froh, dass es nicht noch mehr schneite. Auch wegen MonAmour.
Mein Weg führte mich in die Stadt, um ein Rezept abzuholen und weil ich schon mal im Parkhaus stand ging ich noch einen Besuch in meiner alten Arbeitsstätte machen. Dort bekam ich Kaffee erzählte von meiner Selbständigkeit, erfuhr von den vielen Veränderungen und bin froh Selbständig zu sein. Und so ganz nebenbei regte sich im Gespräch ein Gedanke, den ich weiterverfolgen möchte, der mir ein zweites Standbein oder drittes Standbein gibt oder vielleicht sogar zum Hauptstandbein werden kann.
Denn sie wissen nicht, was sie tun
Denn es ist völlig ungewiss wohin dieses treiben der Rentversicherung mit ihren Prüfungen des Erwerbsstatus die Fortbildungsbranche treibt. Manche Fortbildungsträger arbeiten nicht mehr mit Menschen, die auf selbständiger Basis arbeiten, sondern nur noch mit ihren Hauptamtlichen, die jetzt einige der Fortbildungen übernommen haben. Wie auch immer es ausgeht, die Fortbildungslandschaft wird sich verändern. Unkenrufen und Mutmassungen zufolge, nicht zum Guten, eher zu weniger Qualität.
P.S. Dieser Beitrag lag noch in den Entwürfen. Deshalb leicht verspätet.

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