In Bayern fangen jetzt die Sommerferien an. Also offiziell erst Montag und heute ist der letzte Schultag. Hier in der Straße gab es ja so ein Ritual. Das Nachbarskind wartet auf den Schulfreund auf dem Gehweg, während die Mutter aus dem Fenster guckt. Wenn die Kinder sich auf den Weg zur Schule machen, unterhalten sich die Mütter noch ein wenig über Schule und Lehrer und Zettel, was draufstand, was man nicht gelesen hat, weil überlesen….
Das Nachbarskind dürfte jetzt so alt sein, dass die Weichen für die weiterführenden Schulen gestellt wurden. Ich bin gespannt, wie es nach den Sommerferien weitergeht. Wird das Ritual bestehen bleiben und nur wesentlich früher stattfinden? Oder liege ich mit meiner Berechnung falsch? In ein paar Wochen werde ich es wissen.
Das Wetter zeigt sich regnerisch mit trockenen Phasen und lebhaften Wind. Wie früher, denke ich. An solche Sommerferien mit viel Regen kann ich mich auch noch erinnern. War nicht immer alles nur Sonnenschein und Blau. Ich mag diese Sommerregentage.
Schreibtischarbeit
Statt Bücher zu sortieren verschwand ich frühmorgens hinter dem Schreibtisch. Am Morgen hatte ich viele Gedanken im Kopf, die wollten aufgeschrieben werden. Neben der Hausarbeit, muss auch noch das Kolloquium vorbereitet werden. Da hatte ich aus lauter Verzweiflung ein Thema genannt, mit dem ich einfach nicht warm wurde. Während ich also so vor mich hinschrieb, kam der Blitzgedanke und ich cancelte mein altes Thema. Eigentlich wollten wir eine Timeline erstellen und jede sollte sich ein Thema aus einem der Seminare suchen und vorstellen. Dann erfuhr irgendjemand von irgendjemanden, dass eine andere Gruppe auch eine Timeline vorstellt, wohl ähnlich gedacht, wie unsere. Also wurde die Idee verändert. Jetzt ist es eine Highlight-Line – „Unsere Sternstunden“. Doch mein Highlightthema ist nicht nur eine Sache, sondern ganz viele Dinge und daher möchte ich mein Thema vergrößern. Außerdem habe ich eine Vision dazu. Jetzt muss ich bei den anderen nur noch die Sehnsucht nach dem Meer wecken.
Von den Gedankensplittern zur Aktualisierung der Homepage
So kann ich den Tag denn auch gut umschreiben. Eigentlich wollte ich nur einen Teaser erstellen, der besagt, dass ich jetzt offiziell in der Sommerpause bin, auch wenn ich im Hintergrund weiterarbeite (Hausarbeit, Kolloquium, Bücherlesen, Rezensionen schreiben, Websites inhaltlich aktualisieren und überarbeiten). Ein paar Tage Pause werden auch noch drin sein.
Jedenfalls arbeite ich so am Teaser für die Sommerpause – hübsches Bild suchen, kleiner Text dazu – da stelle ich fest, dass auf meiner Beratungshomepage Text und Bild nicht zusammenpassen, der Blog irgendwie komisch aussieht und naja schon war ich mittendrin im „Überarbeiten“ der Startseite und Inhalten. Damit verging dann auch der restliche Tag ruckzuck.
Haushaltskram
Nach dem langen Sitzen strahlte mich plötzlich mein Wäschekorb mit der Bügelwäsche an. Und so kam es dass ich bis zum Abendessen Bügelwäsche glättete und hübsch im Schrank unterbrachte, während ich im TV Wiederholungen von Cold Case sah.
Auf dem Fachtag mit der Humorexpertin lernten wir eine Methode kennen, die mich heute nacht aufwachen ließ, um dann Vergleiche aufzuschreiben.
Die vorgestellte Methode lautete: Suchen Sie sich 10 Gegenstände aus Ihrem Haushalt. Legen Sie diese um Ihren oder auf Ihren Arbeitsplatz. Nehmen Sie Ihr Thema und versuchen Sie die Gegenstände mit Ihrem Thema zu verknüpfen. Wichtig: Erst die Gegenstände, dann das Thema. Umgekehrt macht es keinen Sinn. (Kann man auch machen, aber dann wählt man meist etwas aus, was man gut verknüpfen kann, es geht ja um den Überraschungsmoment und die Kreativität!)
Ich sinniere schon seit längerer Zeit, wie man das Thema „Kinderschutz“ aufpeppen und interessanter machen könnte. Ja, schwere Themen leicht gemacht. Also für Seminarinhalte – Überschriften.
Heute Nacht sind mir gleich zwei Vergleich eingefallen. Aus Sorge ich könnte sie vergessen, gleich aufgeschrieben. Heute morgen dann in die Suchmaschine gegeben: Keine Ergebnisse gefunden. Yeah! Bei Gelegenheit stelle ich Ihnen meine Assoziationen dazu hier vor.
Überraschung des Tages
Wunderfragen bewirken Wunder. Mein erste Klientin und ich haben heute voneinander Abschied genommen. Bereits bei der Ankunft konnte ich sehen, dass sich was verändert hatte. Sie strahlte einer Lichtgestalt gleich in die Kamera. So also ist das, wenn sich bei einem Klienten der dicke Knoten löst und plötzlich alles im Flow ist.
Am Ende strahlte ich genauso wie sie. Denn ich durfte sie bei ihrem Veränderungsprozess begleiten und habe meine Sache gut gemacht. Ich erinnere mich noch an mein Video mit ihr, welches ich in der Supervision zeigte und es mir danach gar nicht mehr gut ging. Auch ich spüre die Entwicklung, die ich als Beraterin seitdem durchlaufen habe und seit einiger Zeit schärft sich auch mein Profil.
Der Abschied war nicht geplant. Doch ich wusste instinktiv, dass dies heute unsere letzte Zusammenkunft sein würde. Wir verabschiedeten uns würdevoll voneinander und ich bekam positive Rückmeldung von ihr. Sie sehen mich gerade Strahlen wie ein Honigkuchenpferd. Es war ein guter Prozess für uns beide.
Was in der Zeitung steht
Im Regionalteil der Wochenendzeitung vom letzten Wochenende wird darüber informiert, dass in Dechendorf, einem Ortsteil von Rohr nahe Schwabach, der erste WitzeWanderWeg Deutschlands eröffnet wurde. „Auf zwölf Kilometern Wegstrecke durch das südliche Gemeindegebiet warten 20 „Vollpfosten“ mit insgesamt 60 digitalen und analogen Witzen“ (Schwabacher Tagblatt, 22. Juli 2023). Auf meiner Bucketliste der Wanderwege hat nun auch dieser Wanderweg seinen Punkt gefunden. Liegt quasi fast vor der Haustür.
Sollten Sie irgendwann Mal das Vergnügen haben nach Franken fahren zu dürfen, dann besuchen Sie doch einfach mal die Stadt Schwabach mit seinem wunderschönen Marktplatz und den kleinen Gäßchen und alten Fachwerkhäusern. Schwabach ist eine Goldschlägerstadt und das Schwabacher Blattgold in aller Welt bekannt. Ich muss hier einfach mal ein wenig Werbung für meine Heimat machen.
In den Wohnungsanzeigen sucht jemand eine freundliche Wohnung. Ja, ich finde es auch ganz nett, wenn mein Haus trotz ungeputzter Fenster und etwas Chaos hier und da mich weiterhin zur Tür reinlässt. Sehr freundlich von ihm. Ob es allerdings lächelt oder sich manchmal auch nur eins grinst oder lieber heulen möchte, entzieht sich meiner Kenntnis.
Das steht nun nicht in der Zeitung, aber kennen Sie auch diese Anzeigen auf diversen Plattformen, auf denen die Menschen Ihnen ihr Produkt anbieten und damit drohen, dass es recycelt wird, wenn es nicht bis zu diesem Zeitpunkt verkauft ist? Ich frage mich ernsthaft, was die Menschen mir mit ihrer Drohung mitteilen wollen, außer dass ihnen ihr Produkt eigentlich auch nichts wert ist, sie es aber unter keinen Umständen verschenken möchten. Ich muss es ja nicht verstehen. Ich wundere mich nur.
Bücherpaket
Irgendjemand hier im Haus ist bei der Bestellung von Fachbüchern zum Thema „Paarberatung“ etwas eskaliert. Erste Bücherregalbesichtigungen haben ergeben, dass einige (Fach-)Bücher ihren schönen Wohnort verlassen müssen. Sie werden wahlweise verkauft oder verschenkt, und nein, es gibt keinen bestimmten Zeitpunkt bis sie weg sein müssen. Papiertonne ist keine Option. Jedenfalls nicht solange es Bücherschränke und Sozialkaufhäuser gibt und es sich nicht um erschlagende Werke eines ehemaligen Buchclubs handelt.
Erste Anfragen auf Verkaufsplattformen ergaben positive Ergebnisse.
In den nächsten Tagen werden weitere Bücherpakete zusammengestellt und erstmal zum Verkauf angeboten.
Ich stöbere mal wieder in Stellenanzeigen. Immer wieder interessant, welche Namen manche Kitabetreiber ihren Kindergärten geben. Am Anfang kommt das Wort „High“ vor, danach folgt ein Tiername. Ich frage mich, wer wohl auf diese Idee kam.
Nur noch fünf Wochen
Nur noch fünf Wochen bis zum Abgabetermin der Hausarbeit. Mich deshalb gestern mal hingesetzt und angefangen mit dem ersten Fallbericht und Literaturlesen zur Hausarbeit. Also gelesen habe ich ja schon immer wieder mal zum Thema, aber halt nicht so mit Textstellen rausschreiben, die zum Thema passen.
Ich bin mir noch nicht sicher was es genau wird. Eine theoretische Arbeit mit Fallbeispielen aus der Beratung oder doch ein größerer Fallbericht. Im Augenblick schreibe ich alles auf, was passen könnte. Das Thema, um das es in der Hausarbeit gehen soll ist klar: Trennung. Paare mit Kindern, die sich trennen haben ja auf zwei Ebenen Herausforderungen zu bewältigen. Als Paar getrennt, als Eltern vereint. Als Paar bestehen sie nicht mehr, sind verletzt, traurig, wütend und müssen es aber auf der Elternebene weiterhin schaffen miteinander zu kommunizieren, ein neues Familienmodell erschaffen (wer hat wann wie die Kinder, wie machen wir es mit Elternabenden, (Familien-)Festen, etc.) Da steckt viel Konfliktpotenzial drin.
Vom Fensterbankerl aus
Der Himmel ist grau. Es sieht nach Regen aus. Wenige Stunden später regnet es. Gleichmäßig. Ein Regen, der mal wieder durch den Boden dringen könnte, statt ihn nur feucht zu benetzen. Im Lauf des Tages legt der Regen immer wieder Pausen ein. Erst gegen Abend folgt eine längere Regenpause. Dem Boden und den Pflanzen tut der Regen offensichtlich gut.
Büroplanung
Mein kleiner feiner und imporvisierter Arbeitsplatz ist in meinem Kopf als „Büro“ angekommen. Letztens in der Supervision erzählte ich ganz selbstverständlich von „meinem Büro“.
Für die nächsten fünf Wochen im „Familienkalender“ meine Bürotage eingetragen. Offiziell bin ich bei der Drei-Tage-Woche angekommen. Donnerstag und Freitag varriieren als Bürotage. Wenn die Planung so funktioniert, möchte ich sie gerne beibehalten. Die Montage und Freitage bzw. Donnerstage bleiben Flextage. Allerdings soweit möglich ohne Termine.
Die Einkommenssteuererklärung ist da. Ich bin völlig gespannt, wann die Krankenkasse darauf reagiert. Laut dem Schreiben vom Finanzamt bekomme ich sogar eine Energiepauschale.
Kinderschutzkonzept – Leben in der Zukunft
In den sozialen Medien finde ich eine Info. Neben dem Film, der da beworben wird, auch die Deadline bis wann Kinderschutzkonzepte erstellt werden müssen. Scheint jedes Bundesland hat da seine eigene Deadline. Bei der Recherche findet sich auch eine Fortbildung zur Erstellung eines Kinderschutzkonzepts. Leider kann man sich nicht mehr Anmelden. Der erste Termin fand bereits statt. Zeitreisen ist doch möglich.
„Die Fortbildung besteht aus zwei Terminen, welche aufeinander aufbauen. Der erste Teil fand im Dezember 2023 statt und der zweite Teil folgt am 24. Februar 2024. Eine Anmeldung ist nicht mehr möglich.“
Hin und Wieder sieht man in Supermärkten auch noch Menschen mit Masken. Meist sind wir die einzigen. Meist werden wir nicht angesprochen. Heute schon. Ein älterer Herr vorm Kühlregal macht uns Platz. Aus dem Hintergrund ein Kommentar zu unseren Masken, die wir auf haben. MonAmour kommentiert freundlich zurück. Der ältere Herr wirkt plötzlich interessiert, fragt nach, was es mit dem Masketragen auf sich hat. Es folgt eine Erklärung. In dem kurzen Gespräch wird klar, wir haben verschiedene Positionen, kann unsere jedoch würdigen. Dann gehen wir auseinander. Ja, so ist das. Masketragen ist ziemlich unpopulär. Dabei schützt sie vor so vielen Viren.
Nur
Die Klammer um das Wort „nur“. Lässt man das Wort weg, hört sich der Satz schon viel positiver an „Noch fünf Wochen“. Das ist eine Menge Zeit, wenn ich sie nutze. Was so ein kleines Wort für einen Unterschied macht.
Die ersten Tage der vollen Woche wären ja flugs erzählt, die letzten Tage der Woche brauchen ein wenig Zeit.
Montag, 17.07.2023
Vormittags meinen Termin für Dienstag vorbereitet.
Nachmittags angefangen den Schuppen auszuräumen. Da lagerten ein paar Dinge auf einem Haufen und irgendwie kamen wir an nichts mehr so richtig ran, außer an den Wasserspeicher und das Fahrrad. Auf das wichtigste im ganzen Schuppen hatten wir also Zugriff. Das Ausräumen und „was kann weg“ dauerte bis zum späten Abend, leerte jedoch den Schuppen nicht wirklich.
Dienstag, 18.07.2023
Der zweite Termin mit einer neuen Klientin und einer interessanten Lebensgeschichte, die mir kurz vor dem Termin eine spontane Anfrage stellte. Zwei Herzen in der Brust: Ja, ich will. Oh oh, will ich wirklich? Wir fanden einen Kompromiss.
Danach weiteres heiteres Schuppen ausräumen. Weitere Dinge wanderten auf den Haufen „kann weg“ andere Dinge bekamen noch ein zwei Tage Bedenkzeit.
Mittwoch, 19.07.2023
Erste Handlung des Tages – nach Kaffee und Brot – Fahrt zum Recyclinghof. Wir entsorgten sehr konsequent die Dinge, die da auf dem Platz „kann weg“ standen. Wir waren sobald dran, dass wir mit vier anderen Besuchern vor dem geschlossenen Tor auf das Öffnen warten mussten.
Passiert eher selten das.
Donnerstag, 20.07.2023
Ich besehe mir ein Video, welches ich von einer Beratung aufnahm, um es eigentlich am Samstag in der Supervision zu zeigen. Schrieb meine Supervisionsvorbereitung dazu, schaute das Video noch mal, suchte Szenen raus, schaute die Szenen nochmal schrieb auf, was wann wie wo passiert. Das dauerte fast den ganzen Tag. Ach so ja, wir waren dann doch nochmal am Recyclinghof. Da war noch ein Mäher übrig und ein Drucker, der nicht mehr druckte (der Stand nicht im Schuppen) und die Schubkarre, die jetzt endlich wieder zugänglich ist, wollte ein neues Rad haben. Nach 40 Jahren, darf sie sich sowas gerne gönnen finde ich.
Freitag, 21.07.2023
Referent*innentreffen. Der Verband, der mich in seinem Fortbildungspool aufgenommen hat, lädt im ein- oder zwei Jahresrhythmus (durch Corona ist da jetzt mein Rhythumsgefühl durcheinander geraten) alle seine Referent*innen zu einem Fachtag ein. Dieses Mal hatten sie dazu eine Humorexpertin eingeladen und wir hatten einen sehr vergnüglichen Tag.
Besonders schön – MonAmour brachte mich in die Altstad Nürnbergs. Er fuhr weiter um nochmal nach Räder (am Tag davor hatten wir uns nicht entscheiden können) für die Schubkarre zu gucken. Ich dagegen machte mich auf den Weg Richtung Tagungsort. Aufgehalten wurde ich vom Literaturcafé, wo ich die dortige Sitzgelegenheit nutzte und mir einen Capuccino bringen ließ. Man muss besondere Tage auch besonders beginnen, finde ich.
Wenig später ging ich zum Tagungsort ums Eck und fand mich sehr allein im 1. Obergeschoss. Mir dünkte: Ich bin hier nicht richtig. Draußen suchte ich im Mobile, nach der Einladungsmail. Ok, da hatte ich in falscher Annahme, den Ort angenommen an dem es vor ein paar Jahren stattfand, das Treffen. Der wirkliche Veranstaltungsort war nicht weit weg. Ich musste nur die Straße ein wenig weiter laufen Richtung Germanisches Nationalmuseum und wurde direkt an der Tür von einer Mitarbeiterin des Verbands begrüßt.
Im ersten Stock – immerhin das hatte ich mir gemerkt – traf ich alte Bekannte mit denen ich gar nicht gerechnet hatte. Wir begrüßten uns herzlich und wechselten im Lauf des Tags ein paar Sätze miteinander. Besonders nett: Ich traf eine meiner Dozentinnen von der Fachakademie an der ich 1990/91 meine Ausbildung zur Erzieherin begann. Sie hatte uns damals die Grundlagen der systemischen Familientherapie erklärt. Nun saßen wir nebeneinander und unterhielten uns über alles mögliche. Es war auch sehr nett zu erfahren, dass die Geschäftsführerin ebenfalls eine ihrer ehemaligen Studierenden war. Ich war das zweite Mal auf diesem Treffen und ein wenig fühlte es sich wie Familie an.
Die Humorexpertin
Was erwartet einen, wenn zu einem Fachtag zum Thema „Humor“ eingeladen wird? Die Humorexpertin Eva Ullmann ging diese Frage sehr vergnüglich an und meinte: Sie erwarten, dass sie hier viel lachen. Von einem Experten zum Thema „Depression“ würden Sie jedoch nicht erwarten, dass sie am Abend „depremiert“ nach Hause gehen“. So in etwa führte sie ein wenig in das Thema ein.
Es wurde ein vergnüglicher, aber auch ernster Tag. Wir lernten, dass es abwertenden und aufwertenden Humor gibt, wie man Widerständen auf der einen Seite humorvoll begegnen kann ohne erst einmal vertiefend auf den Widerstand einzugehen. Es blieb dann allerdings offen, wie man mit Widerstand im Seminar weiter umgeht, also das vertiefende umgehen damit, auch wenn dies eines der Themen war. Im Nachhinein betrachtet blieb manches für mich zu sehr an der Oberfläche, auch wenn ich einiges an Anregungen und Methoden für eigene Seminare mitnahm. Es liegt in der Natur der Sache, dass innerhalb von 4 Stunden – ich habe die Pausen gleich mal abgezogen – die Themen nur angerissen aber nicht vertiefend bearbeitet werden können. Es war jedoch einfach schön mal als Teilnehmerin nicht zu aktiv sein zu müssen und nur zuhören zu dürfen. Die meisten Übungen, die sie uns machen ließ, fanden in Zweiergrüppchen statt oder als Wanderausstellung. Gespickt war ihr Vortrag mit vielen Beispielen, wie man mit Humor arbeiten kann und wie man diesen für sich nutzen kann.
Humoriges
So hatte ein Hausmeister zum Beispiel einen Zettel kreiert auf dem folgendes stand: „Gibt es ein Leben nach dem Tod? Müll hier abstellen. Und finde es raus.“ Oder: „Wenn man mich in eine Schublade steckt, bin ich dann vom Fach?“
Eine der Einstiegsfragen, die uns als Gesamtgruppe in Aktion brachte, war „Wer von Ihnen hat für seinen Grabstein schon einen humorvollen Spruch?“ Die Sitzplätze füllten sich zusehends, stehen bleiben sollten nur die, die einen hatten. Ich habe im übrigen noch keinen. Habe mir jedoch einen gedanklichen Marker gemacht, falls ich nicht in einem Friedwald bestattet werden sollte. Auf der Museumseite ist zu lesen: Der Tod ist unvermeidlich – also feiern wir ihn. Dieser Satz begleitet mich bereits seit meiner Pubertät bzw. seit dem Teenageralter.
Einer der Grabsprüche, die genannt wurden: „Wer hat eigentlich diese Party organisiert?“
Es gab auch Beispiele von Bestattungsinstituten, die Humorvoll mit dem Thema „Tod“ umgingen. Was genau meinen Humor traf. Einige Beispiele vom Bestattungsmuseum Wien. Bei dem kleinen Sarg handelt es sich um einen USB-Stick. Sollte ich jemals wieder nach Wien kommen, werde ich dieses Museum besuchen.
Die Bilder stammen alle von der Website des Bestattungsmuseums Wien. Wenn Sie auf die Bilder klicken kommen Sie direkt auf die Seite mit dem Angebot. Ich mache hier keine Werbung und bekomme auch kein Geld dafür. Es sind einfach nur Beispiele für schwarzen Humor. So ein USB-Stick birgt ja auch einige Dateileichen.
Am Ende des Nachmittags machte ich mich nachdenklich erheitert auf den Weg nach Hause und fuhr zum ersten Mal seit 3 Jahren wieder einmal mit der S-Bahn nach Hause. Ein gewohntes und zugleich doch befremdliches Gefühl.
Samstag, 22.07.2023
Ein Supervisionssamstag. Inzwischen zählen wir schon an den Fingern ab, wieviele Supervisionstage wir noch vor uns haben. Jetzt sind es noch drei. Dann heißt es auch hier Abschiednehmen.
Mit Entsetzen musste ich dann allerdings auch feststellen, dass ich nur noch fünf Wochen Zeit habe um meine Hausarbeit zu schreiben und die drei Fallarbeiten. Meine Planung muss überarbeitet werden.
Sonntag, 23.07.2023
Den Sonntagvormittag verbrachte ich mit Mail gucken und ein wenig Recherche. Den Rest des Tages verbrachten wir auf einem Oldtimertreffen nahe Bayreuth. Dort stellten wir fest, dass diese jetzt auch von der Blau-weißen-Partei zu Werbezwecken genutzt wird. Ein alter VW-Bus war mit dem Namen des dortigen Landtagskanditaten verziert. Bis zu diesem Zeitpunkt waren die Treffen herrlich unpolitisch.
Passend zum Freitag fand sich dann auch noch ein Leichenwagen auf dem Oldtimertreffen. MonAmour und ich standen sinnierend davor und überlegten, einen Doppelsarg als Bett in diesen Wagen einzubauen. Mit Deckel zum Aufklappen. Dem Besitzer des Wagens gefiel die Idee und bot ihn uns gleich zum Kauf an. Er möchte sich einen anderen Leichenwagen zulegen, der hinten noch eine Doppelsitzbank hat.
Auf dem Nachhauseweg kamen wir noch am Fliegerfest in Seukendorf vorbei und machten einen Zwischenstopp und schnupperten noch ein wenig Flugplatzluft.
Gestern Marmelade eingekocht. Der Mirabellenbaum trug wieder sehr viele Früchte. Die hatte ich am Tag zuvor geerntet. Diesmal kochte ich die Fruchtmasse etwas länger. Das Johannisbeergelee war etwas flüssig geraten, wurde zwar inzwischen etwas fester, hätte aber noch eine oder zwei Minuten länger kochen dürfen, um etwas fester zu werden. Beim ersten Abschmecken war die Mirabellenmarmelade etwas sauer, vermutlich zuviel Zitronensaft, zudem waren die Früchte noch nicht vollreif. Ich wollte allerdings auch vermeiden, dass die Marmelade zu süß wird. Vor einiigen Jahren bekam ich mal Mirabellenmarmelade geschenkt, die sehr süß war. Das wollte ich bei meiner vermeiden.
Das Johannisbeergelee mit seiner roten Farbe und die Mirabellenmarmelade mit seiner gelben Farbe sehen nebeneinander sehr hübsch aus. Sehr hübsch sehen auch die Blüten der Auberginen aus, die seit Juni deutlich gewachsen sind und inzwischen Früchte tragen.
Vor einiger Zeit wurde ich gebeten die Rezension für zwei Bücher zu übernehmen. Am Samstag die Rezension für eines der Bücher abgeschickt. Es tut so gut, wenn man Haken hinter To-Do’s setzen kann. In der Warteschleife noch drei weitere Bücher – eigentlich sind es vier, doch das eine hängt noch im Verlag rum.
Heute Nacht geträumt, dass ich mich mit einem sehr intelligenten jungen Mann unterhalte. Es geht um vielfältige Intelligenzen. Irgendwann in dieser Unterhaltung, sage ich: „Der gemeine User möchte triviale Anwendungen.“ Seit dem Aufwachen frage ich mich, wo dieser Satz herkommt.
Überhaupt sage ich in meinen Träumen in der letzten Zeit lauter so schlaues Zeug, meistens kann ich mich nur nicht mehr daran erinnern. Den Satz jedoch träumte ich kurz vorm Aufwachen. Daher ist er auch noch präsent. Ich fand ihn aufschreibenswert und bin mir sicher, dass ihn irgendwann irgendwo jemand anderer aufschrieb oder sagte.
Gänswosnfest
Pünktlich zur Ausfahrt treffen wir beim Oldtimertreffen ein. Eine Dame am Straßenrand bittet uns doch außerhalb zu parken, weil der Zug jetzt gleich vorbeikommt. MonAmour erklärt der Dame, dass dieses Auto 30 Jahre alt ist. Ich vermute der Alltagslook des Wagens gefiel ihr nicht. Sie nahm es jedoch hin, dass wir die Kriterien bis 1993 erfüllten und durften stehenbleiben. Wir blieben dann auch gleich an Ort und Stelle stehen und sahen uns den Auto- und Traktorkorso an. Schlauerweise verleihen die Veranstalter jedem angemeldeten Teilnehmer nach der Ausfahrt einen Pokal, so dass die meisten Teilnehmer auch wieder zurückkommen. So hatten wir neben den kulinarischen Möglichkeiten auch noch die Möglichkeit einige der Autos und Traktoren zu betrachten.
Eigentlich handelt es sich beim Gänswosnfest um ein Dorffest an dessen Ende man, wenn man ein Los gekauft hat, eine lebende Gans gewinnen kann. Das Oldtimertreffen ist sozusagen ein Zusatzhighlight, mit, wie es uns schien, einem definierten Ende für die Oldtimerfreunde, denn gegen Abend nahm das Dorffest noch mal richtig Fahrt auf. Das Dorffest selbst findet rund um den Gänsebrunnen am Dorfplatz statt und erinnert an die Geschichte der Landwirtschaft und der Hirten des Dorfes erinnert.
American Graffiti
Passend zum Tag beenden wir diesen mit dem Film „American Graffiti“. Und Cruisen mit einem sehr jungen Harrison Ford und Richard Dreyfuss durch die Nacht.
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