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09.09.2026 – Schlummermodus

Frau Mohnblume bloggt 9. September 2026 | 1 Reply

Hier schlummern im Backend ein paar Entwürfe. Sie handeln vom Pendeln zwischen Zuhause, Krankenhaus, Wohnort des Patienten und Zuhause. Nachdem der Patient nochmals operiert wurde, ist er jetzt langsam auf dem Weg der Besserung.

Das Krankenhaus sieht seinen Job nun als erledigt an und möchte den Patienten entlassen. Der fragt sich gerade, wie er das Zuhause schaffen soll, wir uns auch. Denn es gibt noch ein paar Symptome und mechanische Wunden, die uns zweifeln lassen. Gesund und Fit sieht anders aus. Was uns große Sorge bereitet ist, dass der Kampfgeist des Patienten sich verflüchtigt hat.

Noch vor drei Wochen, nach der ersten OP konnte er es gar nicht abwarten nach Hause zu kommen, inzwischen ist das anders. Uns bereitet Sorge, dass die Symptome, die die Sepsis hinterlassen hat, nicht behandelt werden. Neben den Wunden, die die vierte OP hinterlassen hat.

Wir hoffen auf stationäre Reha und wieder mehr Lebensfreude.

Werkstattarbeit trotz Sommerpause, Urlaub, freie Zeit

Zwischendurch habe ich versucht all die Dinge zu erledigen, die ich mir vorgenommen hatte. Einiges konnte ich abarbeiten, einiges ist noch immer so, wie vor der Sommerpause. Die berufliche Website freut sich über eine Überarbeitung. Meine Anmeldung zu einer großen Weiterbildung wurde angenommen. Ich freu mich sehr. Verbunden mit großer Sorge, ob sich das, was ich vorhabe, also die Refinanzierung der Weiterbildung auch umsetzen lässt. Denn im Augenblick ist es so, dass das letzte Halbjahr – ab Oktober stapeln sich hier die Termine bis Dezember – gut gebucht ist. Für 2027 sieht es da, mhm, ja, also, düster aus.

In der Schublade schlummern Postkarte für die Akquise, die mögen noch in die Welt hinaus, um kund zu tun, dass es mich gibt und was man bei mir so buchen kann. Ich habe auch ein wenig mit Chatgpt herumgespielt. Lustigerweise, habe ich dabei entdeckt, dass ich ein Standbein aufgeben möchte oder anders gesagt, ich habe mein Profil geschärft, verändert, weiternentwickelt. Das hat auch mit der großen Weiterbildung zu tun. Ich habe große Lust auf viele andere Dinge und mich dabei mehr zu spezialisieren.

Mich heute auch mit einer Fortbildung beschäftigt, die Ende September ansteht. Den Kunden wollte ich eigentlich morgen anrufen. Sie hat sich dann just in dem Moment gemeldet, als ich noch überlegte, ob heute oder morgen. Die Fortbildung passt in mein neues Portfolio. Diese Fortbildung könnte auch das Zeug dazu haben, mir neue Kundinnenkreise zu erschließen, die ich für die Weiterbildung brauche. So ganz nebenbei, bei der Planung gemerkt und beim Gespräch zur weiteren Abstimmung, wie sehr ich mich auf das Thema freue. Sehr gespannt auf den Tag, an dem ich tierisch aufgeregt sein werden, weil so noch nicht durchgeführt und gleichzeitig auch die Freude dabei, dass es gut werden könnte. Ich habe mich sogar getraut, zu sagen, dass noch Umsatzsteuer draufkommt, was bei dem Angebot noch nicht genannt war, weil ja da noch die Kleinunternehmerregelung galt.

Heute auch die Erfahrung gemacht, von der schon einige Kolleg*innen berichteteten, Steuerberater nehmen derzeit keine neuen Mandaten an. Ich habe jetzt einen Termin beim Finanzamt. Ob sie mir weiterhelfen können, weiß ich nicht, ich hab’s dann wenigstens probiert.

Noch versuche ich so eine Mischung aus Urlaub und Arbeit hinzubekommen. Als weniger Arbeit mehr Urlaub. Es gelingt nur nicht so richtig.

Eine weitere berufliche Website läuft noch nebenher. Diese hatte ich etwas aus den Augen verloren. Im Augenblick erfreut auch sie sich einer Wiederbelebung. Irgendwann in ferner Zukunft könnte dieses Geschäftsmodell zum Hauptstandbein werden. Das ist zumindest der Plan. Mal sehen, was die Zukunft noch so bringt. Das Leben kann morgen schon ganz anders aussehen.

Das ist zumindest der Stand der Dinge bis heute. Jetzt geht es daran den gebackenen Kuchen aus der Form zu bringen und den Feierabend einzuläuten.

Schlumpfen Sie schön.

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25.08.2026 – Sommerpause? Ab 80 – Abschreibung?

Frau Mohnblume bloggt 26. August 2026 |

Sommerpause?

Mein Mann und ich pendeln gerade zwischen Zuhause und Krankenhaus, Krankenhaus und Wohnort des Patienten und Zuhause.

Wir machten uns große Sorgen.

Nachdem der Patient vor einer Woche nach einer OP gesund und munter entlassen wurde, verschlechterte sich sein Zustand ab Dienstag zusehends. Er fuhr am Entlassungstag auch schon wieder mit dem Rad zum Einkaufen. Am Mittwoch kam ein Anruf. Wir müssen kommen, er sei umgekippt. Wir kamen, stellten ihn wieder auf die Füße, konnten noch normal mit ihm reden. Das Prozedere wiederholte sich die nächsten Tage, der herbeigerufene Hausarzt half mit Rezepten aus. Bei der dritten Wiederholung sprachen wir ein ernstes Wort mit dem Patienten, der dann selbst die Rettung rief. Die brachten ihn ins Krankenhaus. Noch immer konnte er sich verständlich artikulieren. Es waren die Schwächeanfälle, die uns und ihn sorgten sowie die Schmerzen im ganzen Körper.

Am Abend besuchten wir ihn auf der Station brachten Dinge vorbei. Da fielen uns erste Anzeichen verwaschener Sprache auf. Einen Arzt konnten wir nicht mehr sprechen.

Am Tag darauf bestanden wir auf ein Gespräch mit dem zuständigen Arzt. Denn der Patient war zunehmend desorientiert, verlangsamt, in der Aussprache kaum noch verständlich.

Wir waren alarmiert, in noch größerer Sorge.

Das Gespräch mit dem Arzt verlief, nun ja, suboptimal. Wir bekamen erklärt, was gemacht wurde, wir mussten erklären, dass der Zustand des Patienten nicht normal ist und sich über Nacht ziemlich verschlechtert hatte. Nein, er war vorher weder verwirrt noch desorientiert, hatte keine verwaschene Aussprache. Am Abend zuvor deutete die Krankenpflegerin eine Sepsis an. Ich googelte die Symptome des Patienten mit der schweren Infektion. Die KI brachte ebenfalls eine „kalte“ Sepsis ins Spiel. Wir sprachen den Arzt daraufhin an. Dieser versteifte sich darauf, dass eine Sepsis ja immer mit Fieber einhergehe. Es ließ nicht davon ab.

Am Ende blieben wir mit einer vagen Zusage über weitere Untersuchungen zurück und hatten im Verlauf des Nachmittags zunehmend das Gefühl „der lästigen Angehörigen“.

Am nächsten Tag sammelten wir Beweise für den dramatischen geistigen Abbau des Patienten. Ja, der Patient ist über 80 Jahre, doch er hat bisher noch alles gut alleine erledigen können und die Menschen um ihn herum konnten ihn gut verstehen. Er redete auch nicht zusammenhangslos daher. Vor seiner OP, die jetzt eine Woche her ist, fuhr er mit dem Rad zum Hausarzt, zum Einkaufen, zu seiner Wiese, um seinem Hobby nachzugehen, zu uns.

Wir sprachen mit dem Hausarzt. Kontaktierten erst die Station zwecks weiterer Informationen und Verlauf der Behandlungen. Kamen leider zu keinem Ergebnis. Es wurde uns zugesichert, dass ein Neurologe den Patienten untersucht, aber ob heute oder morgen, wer weiß das schon. Danach kontaktierte MonAmour die Beschwerdestelle des Krankenhauses. Daraufhin bekamen wir ein Gespräch mit einem zuständigen Arzt. Er erklärte, wir erklärten. Ja, wir kommen heute noch vorbei.

Innerhalb einer Stunde rief dann der Patient selbst an. Die Kommunikation wieder etwas klarer. Noch immer beunruhigend.

Später im Krankenhaus

Der Patient war wieder klar zu verstehen. Zwischendrin noch immer verwirrt. Auch der Eigensinn war wieder da. Eine Schwester, die wir trafen, fragten wir nach dem zuständigen Arzt und baten um ein Gespräch. Wir hatten einen Zeitraum genannt bekommen, von wann bis wann ein Arzt auf Station ist. Das Verhalten der Pflegerinnen uns gegenüber, sehr verhalten. Der Wunsch des Patienten nach einem wärmeren Wasser wurde geflissentlich ignoriert. Erst eine andere Pflegerin ging darauf ein. Auf der Wasserflasche war bereits ein Vermerk, dass das Wasser erwärmt sein soll und nicht eiskalt. Möchten wir böses unterstellen …

Wir verweilten solange beim Patienten bis ein Arzt zu sprechen war. Das Gespräch verlief für uns alle zufriedenstellend. Wir wissen jetzt, so dachten wir, was die Verwirrtheit und die verwaschen Sprache verursacht hat. Hier kamen zwei Dinge zusammen, die schwere Infektion, die sich nach der Entlassung entwickelte und Wassermangel. Wir kennen den weiteren Behandlungsplan. Für den Notfall hatten wir die Vorsorgevollmacht dabei. Wir brauchten sie nicht. Wir gingen freundlich auseinander, bedankten uns für die Information.

Auf dem Weg nach unten kamen wir an Pflegerinnen vorbei, das Gespräch wurde leiser, wir wurden beäugt. Wir könnten jetzt böses denken … wollen wir aber mal nicht tun.

Es ärgert mich, uns, dass wir erst Rabbatz machen mussten, um zu verdeutlichen, dass etwas nicht stimmt, um Antworten zu bekommen, um Gespräche zu bekommen, um im Beisein des Patienten informiert zu werden.

Die Erfahrung hat bei mir dazu geführt, dass ich eine Vorsorgevollmacht erteilt habe sowie eine Patientenverfügung unterschrieb. Formulare gibt es bei den Verbraucherzentralen.

Ein Anruf

Am Nachmittag, also heute, bekamen wir zwei Anrufe. Einer vom Patienten, der uns die Laborergebnisse mitteilte. Es liegt eine Sepsis vor, neben der schweren Infektion. Er hatte wegen der Infektion Penecillin bekommen, die hat wohl die Sepsis mit eingedämmt. Jetzt wird auch diese behandelt.

Später rief der Sozialdienst an. Man könne den Patient aufgrund seiner medizinischen Indikation nicht auf der geriatischen Station aufnehmen. Ob er denn einen Pflegegrad hätte, ob wir einen beantragen mögen. Wieder erklärten wir, dass der Patient bisher sehr gut allein zurecht kam, erst im Verlauf der Woche aufgrund der Infektion und Sepsis so abgebaut hatte, er jetzt schon wieder mit seinen Krücken herumlaufe, die er vorher auch nicht gebraucht hatte. Er am Montag noch Rad fuhr, sich gut selbst versorgen konnte und wir hoffen, dass dies wieder so sein wird.

Ehrlich – ich hatte nicht das Gefühl, dass der Sozialdienst uns glauben schenkte. Er erklärte sich nochmals bereit, falls es notwendig sein sollte, uns beim Beantragen eines Pflegegrads zu helfen. Denn man müsse ja entscheiden, was geschieht, wenn er entlassen wird, was ja schnell geschehen kann, da ja die Station nur für Akutbehandlungen sei.

Bisher haben wir zusammen mit dem Patienten immer eine Lösung gefunden, wenn nach Krankhausaufenthalten, wie beispielsweise nach dem Radunfall, eine Pflege oder Reha angesagt war. Wir werden, wenn notwendig wieder eine Lösung finden.

Verstehen Sie mich nicht falsch, aber mir zeigt das ganze, eigentlich nur, wie verloren alte Menschen in diesem Krankensystem sind, wenn niemand da ist, der für sie einsteht. Wie schnell sie als Pflegefall behandelt werden, ihr Zustand, als „normal“ eingestuft wird, obwohl er nicht normal ist.

Es hat mich auch erschreckt, als ich am Sonntagabend mit einer Dame sprach, die ebenfalls 80 Jahre alt ist, und die all dies bestätigte mit einem Satz: „Wenn du alt bist, bist du abgeschrieben“. Sie erzählte mir dann noch ein paar Krankenhausgeschichten dazu und ich frage mich, weshalb wir so mit unseren „Alten“ umgehen. Viel erschreckender ist eigentlich, dass diese Geschichten keine Einzelfälle sind.

Bitte passen Sie gut auf sich und Ihre Angehörigen auf.

Geben Sie einer Person Ihres Vertrauens eine Vorsorgevollmacht, damit diese für Sie kämpfen kann, können, wenn Sie es selbst – akutell – nicht mehr können.

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07.08.2026 – Sommer mit Pause, ein Tag ging verloren

Frau Mohnblume bloggt 7. August 2026 |
Werkstattarbeit

Mächtig aufgeregt bin ich zu diesem Workshop gefahren. Im Gepäck „Selbstfürsorge“. Das zweite Mal, dass ich diesen Workshop halte. Einmal Online jetzt in Präsenz. Ich hatte ein paar Inhalte aus dem Onlineworkshop dabei. Einige neue Inhalte. Hatte einen roten Faden auf Papier. Die Flipcharts noch bis Abends um Acht geschrieben und gemalt. Eines nicht, dass habe ich dann noch in einer der Pausen erstellt.

Während dem Workshop öfter mal gefragt, was mache ich hier, wie gehe ich jetzt weiter vor. Am Ende dann eine etwas andere Rückmelderunde gemacht. In den Feedbackbögen dann viel gelobt worden. Einige Teilnehmer*innen haben auch noch persönliches Feedback gegeben. Mich darob sehr gefreut. Bestärkt das Thema weiter zu vertiefen. Die Antworten der Teilnehmer lassen vermuten, dass Sommer ein guter Zeitpunkt für das Thema sein könnte. Ich werde das mal prüfen.

In den nächsten Wochen kehrt hier Ruhe ein. Sommerpause. Mir fest vorgenommen, weniger zu arbeiten. Mehr Pause zu machen. Mich zu sortieren. In den letzten Tagen hat sich durch Gespräche, Ideen und Rückmeldungen von Teilnehmer*innen auch mein Profil geschärft. Ein neuer Entwurf meiner Website liegt im Backend. An dem auch in der Sommerpause gearbeitet werden soll. Ein paar Konzepte zu Workshops möchten überarbeitet werden. Blockvarianten bzw. Module der einzelnen Workshops möchte ich überarbeiten. Praxistauglicher. Mehr zum Profil passend. Kein höher schneller lauter.

Die Steuererklärung steht ebenfalls an. Festgestellt, dass mein Stauts sich schon letztes Jahr im November geändert hat. Das hat Auswirkungen auf die Rechnungsstellung.

Nun denn

Die Deutsche Rentenversicherung hat den Widerspruch abgelehnt. Der Anwalt wird Klage einreichen. Der Auftraggeber hat angeblich nichts bekommen. Wenn die Klage eingereicht ist, muss er sich äußern. Vielleicht verliere ich diesen Auftraggeber. Damit wird mein Kalender im Herbst leerer. Und so wie ich diese Zeilen schreibe, kommt auch schon eine Liste mit Kitas rein, die sich Medienkompetenztage wünschen.

Jetzt gibt es zwei Szenarien. Die Aufträge bleiben erhalten, damit wird der Kalender voller. Die Aufträge gehen flöten, der Terminkalender wird nur ein wenig voller.

Nichtsdestotrotz wird es Zeit, dass ich mal wieder Akquise betreiben sollte. Aktiv. Ich werde wieder Postkarten drucken lassen und versenden. Und wenn ich mir den Spaß erlaube diese extra an einem öffentlichen Briefkasten, wie damals bei meiner ersten Postkartenaktion, am Hauptmarkt einzuwerfen, werden wieder einige erstaunte Blicke auf dem Stapel Postkarten gerichtet sein, der dann im Briefkasten verschwindet. Das Staunen und Wundern ist bei den Menschen zu sehen, die klammheimliche Freude über ihre Gesichter, gehört ganz mir.

Es würde mich ehrlich interessieren, was sich wohl das Paar gedacht hat, als sie es mich mit dem Stapel von über 100 Postkarten zum Briefkasten gehen hat sehen. Die Blicke waren unbezahlbar. Mein Grinsen beim Einwerfen wohl auch.

Bekommt ja keiner mit, wie viele Werbebriefe eine Firma versendet, um auf sich aufmerksam zu machen. Das da mehrere Postsäcke in die Briefkästen der einzelnen Verbraucher versendet werden, wenn kümmerts. Jeder sieht ja nur seinen eigenen Werbebrief.

Der verlorene Tag

Keine Ahnung wie das Geschehen konnte. Gestern ein wenig erstaunt darüber, dass der Lebensmitteldealer vor der Tür stand. Ich hätte ihn schon fast gefragt, ob er sich im Tag geirrt hat. MonAmour war nicht überrascht. Ich rätselte noch. Nachdem wir unsere Bestellung erhalten hatten und der Mann wieder weg war, fragte ich MonAmour, warum der Mann jetzt am Mittwoch schon da war. MonAmour meinte es sei schon Donnerstag. Ich hatte schon am Tag davor, also vorgestern, gerätselt, wieso am Dienstag im Vorabendprogramm die Mittwochsserie kommt. Ich war verwirrt, dachte an Sommerloch. Darauf, dass mir ein Tag abhanden gekommen ist, kam ich gar nicht.

Da ich seit einigen Wochen schon keinen Alkohol mehr konsumieren, kann es nicht daran liegen. Vermutlich war der TÜV-Tag schuld daran. Wir waren Montags beim TÜV, das Alltagsauto und eines der fünf Freunde, wollten geprüft werden. Danach folgte eine Ausfahrt mit dem Oldtimer. An den Tag kann ich mich erinnern. An den Dienstag irgendwie so überhaupt nicht. Der Tag ist völlig aus meiner Erinnerung entschwunden. Vielleicht die Hitze, vielleicht die viele Zeit am PC – ich arbeite an neuen Ideen, der Aquise, Rezensionsexemplaren. Oder ich habe aufgrund des TÜV-Tags und der Ausfahrt einfach am Dienstag neu mit der Zeitrechnung begonnen.

Nun denn, seit gestern bin ich jetzt auch bei Freitag angekommen. Wochenende.

Zeit für Urlaub, wenn der Geist nicht mehr mitmacht. Nächste Woche Freitag startet die Auszeit.

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10.07.2026 – Zukunft ungewiss

Frau Mohnblume bloggt 16. Juli 2026 |

Niemand weiß, was die Zukunft bringt. Niemand weiß, wie es in einem Jahr, in zwei, in 10, 20, 50 oder 100 Jahren sein wird. Niemand weiß, ob es die Menschen dann noch geben wird.

Arbeitsplätze, die einst sicher waren, sind unsicher, stehen auf der Kippe. Etablierte Systeme, die seit über 10 Jahren funktionieren, nachgefragt wurden und werden, stehen plötzlich zur Disposition. Wieder werden Menschen, die sich für gute Bildung im frühpädagogischen Bereich einsetzen entlassen, müssen um ihre Jobs bangen.

Warum?

Weil die Politik es so will. Weil gespart werden muss. Weil eine Gesetzesreform zwar endlich das etablierte System im Gesetz verankert und gleichzeitig das bestehende System torpediert.

Worum es geht?

Es geht um die Sprachfachberatungen, die pädagogischen Qualitätsbegleiter*innen, die Kita.Digital.Coaches in Bayern. Die Landesregierung möchte Funktionsstellen schaffen. Die drei Berufsgruppen, die bisher auch bei freien Trägern angestellt waren, sollen jetzt nur noch von Kommunen und Landkreisen angeboten werden.

Das ganze soll wie folgt aussehen (so wie ich es verstanden habe):

Die Landesregierung stellt ein bestimmtes Budget zur Verfügung. Der kommunale Träger bzw. Jugendamt eines Landkreis hat die Möglichkeit aus den drei Berufsgruppen eine Funktionsstelle zu schaffen. Entweder eine Sprachfachberatung, eine PQB oder Kita.Digital Coach. Je nachdem, was er gerade für sinnvoll hält, um seine Kitas zu unterstützen. Je mehr Kitas ein Landkreis hat, desto mehr Geld bekommt er für die Funktionsstelle.

Offen bleibt, wie viele Funktionsstellen geschaffen werden, welche Funktionsstellen geschaffen werden und zu welchen Bedingungen. Diejenigen, die bereits bei Kommunen und Landkreisen Dienst tun, könnten jetzt davon profitieren. Diejenigen, die bei freien Trägern angestellt sind können mit Kommunen und Landkreisen kooperieren und so ihre Dienstleistungen an diese „verkaufen“.

Es wird Entlassungen geben. Viele werden anfangen sich umzuorientieren. Es war jedes Jahr ein Zitterspiel. Jedes Jahr wurden Vertrgäge verlängert, befristet auf ein oder zwei Jahre. Jedes Jahr suchten sich die Menschen andere Stellen, manchmal wurden die Stellen neu besetzt oft jedoch ganz abgeschafft. Jetzt dreht sich das Glücksrad neu. Wieder einmal.

Bis jetzt ist nur eines sicher, ab 01.01.2027 wird es das etablierte System nicht mehr geben, ab da soll es Funktionsstellen geben. Sprich bis Ende 2026 haben alle noch eine Stelle, danach ist die Zukunft ungewiss.

Wieder einmal wird dort gespart, wo Geld am notwendigsten ist: bei der Zukunft. Der Zukunft unseres Landes. Den Kindern.

Und sonst so?

Versuchen MonAmour und ich gerade unser Wochenende zu planen. Vielleicht fahren wir morgen Richtung Odenwald. Vielleicht, aber auch erst am Sonntag. Vielleicht besuchen wir dort das Freilandmuseum.

Werkstattarbeit – erst drin dann draußen

Erst hatte ich bedenken, weil der Juli noch so jungfräulich daherkam. Jetzt hat sich doch noch ein Workshop ergeben. Eigentlich waren es mal zwei, dann waren zu wenig Anmeldungen, dann wurde es einer. Den bereite ich jetzt vor.

Nebenbei schreibe ich noch eine Rezension. Es gibt zu ähnlichen DVD’s bereits Rezensionen. Die machen es einfach, weil eigentlich nicht viel geschrieben werden muss. Das kommt mir entgegen und doch wieder nicht. Mein Anspruch ist es dem Käufer/der Käuferin zu sagen, welche Inhalte er/sie findet und auch, weshalb das Buch, der Film sich lohnt zu lesen, zu kaufen.

Vor einiger Zeit bekam ich die Rückmeldung, dass aufgrund meiner Rezension, einige Menschen, ein Buch kauften. Die Rückmeldung kam von einer Autorin, die ich zufällig persönlich traf. Das ist es, was es sein soll. Nicht weil ich das Buch toll finde, sondern weil der Inhalt überzeugt.

Der Schwieger war zum Nachgeburtstagsgrillen da. Er wünschte sich die Mittagszeit zum dinieren. So kam es, dass ich danach meinen Arbeitsplatz von drinnen nach draußen verlegte und mir während der lesenden, schreibenden und denkenden Tätigkeiten eine Portion Eis sowie eiskalten Kaffee gönnte.

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08.07.2026 – Sag mal!

Frau Mohnblume bloggt 8. Juli 2026 |

Irgendjemand hier im Haus hatte Geburtstag. Normalerweise nehmen sich dann zwei hier im Haus Zeit und machen einen Ausflug. Diesmal nahmen sich zwei die Zeit und machten einen Ausflug zwei Tage vor dem Geburtstag. Dafür gab es gleich zwei Ausflüge. Ausflug Nummer 1: Wir fahren mit einem der fünf Freunde, der nur von Juni bis August gefahren werden kann, durch die Lande. Ausflug Nummer 2: Ging zu einem Oldtimertreffen, der gehobenen Art. Klein und fein, mit schönem Ambiente, selbstgemachten Eis aus dem Eismobil und griechischem Essen mit schönen Autos. Sehr sehr wenig Gedränge. Ein wunderbares Treffen, sehr nach unserem Geschmack. Gerne wieder.

Da der Geburtstag auf einen Montag fiel, und Montags so ziemlich alles Ruhetag hat (Musseen, Lokale) wurde der Montag zu einem Arbeitstag. Das Geburtstagskind hatte schon angemerkt, dass es darüber nicht ganz unfroh ist, war doch am nächsten Tag ein Workshop zu halten. Anmerkung für mich: keine Termine nach Geburtstagen!

Ein Teil des Tages am Schreibtisch verbracht. Dafür morgens zum Bäcker gelaufen. Dort Brötchen und Kaffee eingekauft, beim Lottoladen eine Tageszeitung, beim Gemüsehändler Salat plus Zutaten für den Salat am Abend. Ein wenig den Kleinkram am Schreibtisch erledigt, der noch nicht erledigt war für den Workshop. Das zog sich leider bis zum Nachmittag. Später dann in den Garten zum Unkraut jäten. Gemerkt wie sehr ich diese Tätigkeit vermisst habe. Ich kann dabei so wunderbar abschalten. Egal wie sehr es mich genervt hat, dass ich mit dem Kleinkram aufgehalten wurde (Flipcharts suchen, Aufgaben ausdrucken, noch nicht vorhandenes Flipchart schreiben, einpacken, Bücher zum Thema dazu, etc.), als ich dann im Garten mit der Erde, den Beikräutern, Blumen und Gemüse befasst war, Enstpannung pur. Anmerkung Nummer 2: Wieder mehr Zeit im Garten verbringen.

MonAmour hat währendessen die Zeit genutzt und einen Kundendienst am Alltagsfahrzeug durchgeführt. Mich dann später für die Verteilung der neuen Flüssigkeiten (Öl) auf Einkaufstour geschickt. Ich kaufte Kleinkram wie für einen Kindergeburtstag, Nüsse, Studentenfutter, Chips und Eis, als auch, weil ja Erwachsen auch Sekt in Picolloform. Sekt am Geburtstag darf dann schon auch sein.

Workshoptag & Oldtimertreffen

Am nächsten Tag brachte mich MonAmour zur Workshopstätte. Der Tag verlief für alle zur vollsten Zufriedenheit. Am Nachmittag holte MonAmour mich wieder ab und wir fuhren in die Studentenstadt zum jährlichen Oldtimertreffen der hiesigen Brauerei. Wir merkten schnell, dass es uns hier viel zu voll war. Zu viele Autos, wenn auch ein paar Höhepunkte darunter. Mit Höhepunkten sind unverbastelte Autos in Originalzustand gemeint. Darunter ein roter Fiesta, ein goldener Scirocco, ein BMW unaufällig verbastelt, das er fast original wirkte (ja, der Experte neben mir sieht sowas). Doch irgendwann war mein Sozialkonto dann verbraucht und ich brachte leise an, dass es reicht. Auch MonAmour hatte genug von Menschen und so machten wir uns früher als sonst auf den Heimweg.

Kuriositäten mit Feldstudie

Während wir so zwischen den verschiedenen Firmenplätzen auf denen die Oldtimer parkten hin- und her flanierten trugen sich mehrere interessante Dinge zu.

Interessantes Ding Nummer 1:

An der Tankstelle vor Ort holten wir uns ein Eis. Dort fuhr ein teueres Neufahrzeug an die Zapfsäule. Daraus entsprangen zwei junge Herren. Einer von ihnen verschloss sein Fahrzeug und beide gingen Richtung Oldtimertreffen. Wir unterhielten uns ob des kuriosen Verhaltens mit der Angestellten, die nur den Kopf schütteln konnte und meinte, wenn jetzt der Chef hier wäre, würde das anders laufen.

Interessantes Ding Nummer 2:

Unser Fahrzeug, inzwischen 31 Jahre alt, durfte auch auf das Gelände. Wir hatten einen Platz am Straßenrand und hatten ganz normal der Straßenlänge nach geparkt. Vor uns ein Oldtimer und hinter uns ebenfalls. Wir waren gerade auf dem Weg von unserem Fahrzeug weg, wir hatten dort kurz Station gemacht um unseren Durst zu löschen, als sechs Vespafahrer ankamen und sich als Parkfläche den Platz neben unserem Auto aussuchten. Sie stellten so geschickt ab, dass wir weder rück- noch vorwärts hätten aus der Parklücke fahren können, geschweige denn die Fahrertür öffnen. Wir beobachteten dies und hörten uns auch deren Kommentare an. Die waren, nun, auch sehr interessant. Derweil hatte ich mein Smartphone gezückt. Als sie sich noch etwas unschlüssig versammelten, um sich Richtung Biergarten zu bewegen, ging ich zu den Motorrädern und fotografierte die Kennzeichen. Nein, ich tat nicht so, als wollte ich die Vespas fotografieren. Die Herren sollten schon merken, dass es um ihre Kennzeichen ging. Nachdem ich alle sechs Kennzeichen auf Bild hatte, entfernte ich mich wieder.

MonAmour beobachteten noch ein wenig das Geschehen. Wir waren allerdings ein wenig weiter gegangen, doch immer noch das Geschehen beobachtend. Dann stellte einer der Jungs laut die Frage an seine Kumpels, ob ich wohl die Kennzeichen fotografiert hätte. Kurzes beratschlagen, es war ihnen dann doch nicht so geheuer. Schließlich ging einer nach dem anderen zu seinem Fahrzeug und siehe da, wie von Zauberhand, entdeckten sie einen Parkplatz an dem sie alle parken konnten und keinen behinderten.

Ja, ich hatte kurz überlegt sie darauf aufmerksam zu machen, dass dies wohl schon sehr ungünstig geparkt ist. Den Kommentaren nach zu schließen, war noch nicht ganz klar wie einsichtig sie sich wirklich gezeigt hätten. Nun, wir mussten sie nicht ausrufen lassen (eine Option, die sie kund taten, falls der Besitzer des Autos doch weg wollte) und auch keine Security holen. Sie hatten von allein den Schluss gezogen, dass das wohl keine gute Aktion war.

Als wir eine halbe bzw. dreiviertel Stunde später nach Hause fuhren, parkten sie noch immer in ihrer Parklücke. Das wäre ein Spaß geworden.

Feldstudie

Interessant war eigentlich die Tatsache, dass ihnen bewusst war, dass sie unser Fahrzeug blockierten. Dies auch kurz beratschlagten, um dann die Vespas doch so stehen zu lassen, aufgereiht, nebeneinander, über die Länge unseres Fahrzeugs. Interessante Verhaltensweise. Ebenso interessant zu beobachten, wie sie später auf die Idee kamen, doch lieber umzuparken. Nachdem ich die Kennzeichen aufgenommen hatte. Im übrigen habe ich die Bilder wieder gelöscht.

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