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24. & 25.11.2025 – ChatGPT & Weihnachtsgedöns

Frau Mohnblume bloggt 25. November 2025 |
Ausgegliedert

Neulich kam ich auf die lustige Idee, ich könnte auf meiner beruflichen Website, das Büchercafé ausgliedern. Also eine Subdomain anlegen auf der dann die Seiten vom Büchercafé liegen. Ob das jetzt schlau ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es eine weitere Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, mir könnt ja sonst langweilig werden.

Ausgliedern würde ich auch gerne Verwaltungskram und Aufräumkram. Beispielsweise das Auffüllen von Moderationsmaterial, Rechnungen schreiben, versenden, etc.

Ausgeliedert habe ich inzwischen die Geschichte zur Feststellung des Erwerbsstatus. Die Sachen liegen jetzt bei einem Anwalt. Wir sind jetzt von der Anhörung zum Widerspruch übergegangen. Nachdem die Rentenversicherung mir bei insgesamt vier Terminen im Jahr mit dem Auftraggeber unterstellt ich sei abhängig beschäftigt. Dabei gehen wir beide davon aus, dass ich selbständig bin. Der Auftraggeber gibt mir weiter Aufträge. Was mich natürlich freut. Wo die Sache allerdings noch landen wird ist ungewiss. Eine Klage werde ich nicht einreichen. Ich sollte einen weiteren Termin machen, für den Fall, dass auch der Widerspruch ins Leere läuft. An die Kosten mag ich gar nicht denken.

Kosten

Kosten tut jetzt auch der neue PC etwas. Es war gar nicht so einfach, vor allem mich selbst davon zu überzeugen, wirklich Geld auszugeben. Heute habe habe ich mit ganz viel Herzklopfen einen neuen PC bestellt. Herz schlägt noch immer Purzelbäume und harmoniert mit dem Kopf, der fragt, was ich mir wohl dabei gedacht habe.

Noch schwanke ich Kopf- und Herzmäßig zwischen Vorfreude und Bedauern. Zwischen „Wann kommt das Paket“ und „Geb ich wieder zurück“. Höchst verunsichert gerade.

Das die Entscheidung gerade in diese Woche gefallen ist, in der alle fünf Minuten jemand was von Black Week erzählt und Hot Deal erzählt, ist reiner Zufall. Soweit ersichtlich profitiere ich nicht davon, weil kein Hot Deal gewesen. Sondern wohl überlegte Konfiguration mit Softwareinstallation, die vom Hersteller getätigt wird. Ich muss mich um nichts kümmern, außer der Bezahlung. Mit ist noch immer nicht wohl. Mal sehen, wie es mir geht, wenn das Paket angekommen ist und ich das Gerät in Händen halte.

Ein Tag später – langsam siegt die Vorfreude trotz der Ausgaben.

Nein, ich gebe ungern Geld aus. Es fällt mir auch schwer, solche Entscheidungen zu treffen. Nachdem ich jetzt fast fünf Wochen recherchiert habe, mein Budget dafür im Kopf hatte, welches ich spontan erhöhte, für etwas mehr Leistung, traf ich dann mit viel viel Herzklopfen die Entscheidung bei einem soliden Hersteller. Selbst beim Bestellvorgang zögerte ich noch Minuten, um dann, nach gefühlt einer halben Stunde, des nochmaligen Abwägens, des Für und Wider, die Bestellung aufzugeben. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass es für mich einfach eine hohe Summe ist. Für den ein oder anderen ist es Peanuts. Doch wer weiß, was man in Anlehnung an den Tarif als Sozialarbeiter für 20 Stunden in Teilzeit in einem Monat verdient, weiß, dass solche Ausgaben einfach weh tun. Die dann in einem kleinen Kasten stecken, dessen Wertverfall in dem Augenblick einsetzt, wo das Gerät mit der Post das Haus des PC-Dealers verlässt. Vermutlich schon bei der Bestellung selbst.

Schnee

In der Nacht von Sonntag auf Montag hat es geschneit. Am Morgen lag weißes Zeug auf den Wegen, Straßen, Gärten und Dächern. MonAmour hat sich wieder daran erinnert, dass es Räumpflichten gibt, er hatte das kurzzeitig vergessen und sich über Schneeschiebergeräusche gewundert. Der Schneeräumdienst, den die Nachbarn hier beauftragt haben, wurde wohl auch völlig vom Schnee überrascht. Er ließ sich hier nicht blicken.

Noch während MonAmour die Schneeschaufel schwang wurde es wärmer und die Schmelze setzte ein. Vielleicht auch die leise Hoffnung des Räumdienstes.

KI/ChatGPT

Einige Immobilienmakler sind dazu übergegangen die Bilder der Immobilieninnenräume im Original und mit KI visualisiert zu zeigen. Ich persönliche merke, wie es mich diese künstlichen Bilder stören. Sie sind für mich wenig hilfreich, weil diese Bilder oft Mobiliar zeigen, welches nicht meinen Geschmack widerspiegelt. Die echte Darstellung der Räume lässt mir hier viel mehr Spielraum. Auch die vermutlichen Mängel der Immobilie zu erkennen. Vor allem ist es, finde ich unnötig, diese KI Visualisierung, da ich diese Möglichkeit ja auch selbst habe. Da brauche ich ja nur den Button KI zu drücken.

KI bzw. ChatGPT nutze ich inzwischen für erste Ideen zur Konzeption von Workshops. Das ist nett. Allerdings wäre mir eine echte Kollegin, die mit mir Ideen spinnt und ins sichere Netz bringt lieber.

Inzwischen soll es ja Teenager geben, die lieber mit KI bzw. ChatGPT reden, als mit ihren Eltern. ChatGPT ist eben immer nett. Höflich. Zuvorkommend. Kein „Räum dein Zimmer auf“, „Was hängst du schon wieder am Smartphone“. ChatGPT hat ja auch immer Zeit. Meistens, jedenfalls. Hört zu. Interessiert sich.

Zugegeben bei den oft netten Antworten muss man schon aufpassen, dass man, also ich, nicht vergesse, dass es eben keine Kollegin, sondern ein Algorithmus ist, der da die Antworten und hübschen Konzepte raushaut.

Apropo Workshop.

Nicht ganz solange, wie für die Kaufentscheidung, brauchte ich, um dem Auftraggeber, der noch weitere Workshopanfrage an mich sandte, die eine Anfrage abzulehnen, dafür die andere anzunehmen. Insgesamt habe ich jetzt gut zu tun. Auch das zweite Halbjahr ist mit den neuen Modulen, die sich jetzt einstellten, zumindest jetzt so gefüllt, dass wir nicht Hunger leiden müssen. Vermutlich jedoch frieren. Das zweite Halbjahr darf sich gerne noch füllen. Jetzt müssen alle angefragten Fortbildungen nur noch stattfinden. Ja, ja, auch den Tag vor den Abend zu loben, liegt mir nicht so.

Vor einem Jahr hätte ich ehrlicherweise nicht gedacht, dass ich im Jahr 2026 einen ganz okay gefüllten Auftragskalender habe. Wo ich mich doch gerade vor der Vorbereitung des nächsten Workshops drücke. Die ich in exakt einer halben Stunde angehen werde. Die Themen sind schon klar, sie müssen noch mit Inhalt und Gruppenarbeiten gefüllt werden. Nein, das macht nicht ChatGPT, obwohl….

Jetzt erstmal noch einen Kaffee gebrüht und dann kann die Arbeit beginnen.

Weihnachtsgedöns

Hier sind erste Weihnachtsleckereien eingetroffen. Sie sind zwar als Geschenke gedacht und für die Schwiegerschwester, doch die Weihnachtsmänner und Lebkuchen verströmen allein durch ihren Anblick schon ein wenig Weihnachtsflair.

Vielleicht gibt es für die Arbeitsmotivation noch ein oder zwei Dominosteine zum Kaffee. Arbeit soll ja auch Freude machen, gell.

So und nun, verabschiede ich mich für heute.

Schlumpfen Sie schön.

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20.11.2025 – Wintereinbruch

Frau Mohnblume bloggt 20. November 2025 |

Am Wochenende – also am Sonntag – waren MonAmour und ich noch bei Sonnenschein und Frühlingshaften Temperaturen unterwegs und dann das. Wir entschlossen uns, nachdem wir bereits das Autor startklar hatten, doch für die Variante „Spazieren vor der Haustür“. Sprich wir spazierten ins nächste Nachbardorf. Durch den Wiesengrund den Weg vor zur Hauptstraße am Bäcker vorbei. Schließlich braucht jeder Wegzehrung. Ins nächste Nachbardorf, an den Bahngleisen entlang, beim Bahnhof durch das Tunnel auf die andere Seite und über weitere Nebenstraßen zurück zur Haustür. Insgesamt zweieinhalb Stunden. Wir genossen das Wetter und den Sonnenschein. Ich zog irgendwann sogar die Jacke aus, obwohl ich schon zur Übergangsjacke gegriffen hatte.

Vergraben am Schreibtisch

Ein wenig geriet ich in Verzug mit meinen Rezensionen. Zu viele nebenher Geschichten. Letzte Ausfahrten und so. Also vergrub ich mich am Schreibtisch. Inzwischen bin ich wieder aufgetaucht und geriet ein wenig in Aufregung. Ich hatte den Kalender von 2026 aufgeschlagen statt den von 2025. Da strahlte mich ein Termin an und ich fragte mich fünf Minuten lang, wie ich diesen verpeilen konnte und warum ich nicht da war. Beschwert hatte sich auch niemand. Bis der Blick auf den anderen Kalender fiel. Herzlich über mich selbst gelacht und froh gewesen, dass ich doch nichts verpeilt hatte.

Dafür entdeckt, dass zum nächsten Zweitagesworkshop nur noch zwei Wochen hin sind. Ich habe eine gute Planung und muss die Punkte nur noch mit Inhalt füllen. Das erleichtert es sehr.

Regalaufbau

Heute auch endlich einen Termin fix gemacht, den ich schon seit Monaten vor mir herschiebe. Dabei erfahren, dass der Ruhestand jetzt dann auch genutzt werden soll. Sprich die Besuche bei der Schwiegerschwester werden eingestellt. Abschied und Regalaufbau in einem Aufwasch.

Bereits im Sommer hatte ich ein Regal für die Schwiegerschwester besorgt. Das wurde denn auch zu mir geliefert. Seitdem steht es hier – noch immer in einzelteilen verpackt – im Arbeitszimmer und wartet auf den Transfer im Heim sowie auf den Aufbau dort. Ich hatte ein Angebot bekommen, man würde mir beim Aufbau helfen, das Angebot habe ich heute mit Termin angenommen. Gleichzeitig wird der Helfer seine Besuche mit diesem Termin bei der Schwiegerschwester einstellen. Der Helfer ist seit diesem Jahr im Ruhestand und möchte die Zeit mit seiner Partnerin genießen. Mit Reisen und Freizeit und nur noch wenig Ehrenamt. Ich kann’s verstehen.

Ich hoffe jetzt nur, dass wir das Regal nicht an der Wand verschrauben müssen. Ich habe aus der Serie ein, zwei Nummern kleiner und es ist sehr sehr stabil. Ich hoffe das Regal ist ähnlich stabil.

Es wird für die Schwiegerschwester ein ganz schön schwerer Tag werden. Veränderungen sind nicht ihr Ding. Regal und Abschied. Und ich will dann auch noch einräumen. Nächste Woche werde ich sie darauf vorbereiten.

Erster Schnee

Gestern Abend, als MonAmour, sich bettfertig machte, hatte er nochmal die Terrassentür geöffnet mit einem „Es schneit“. Leise rieselten Flöckchen hernieder. Es lag bereits in der Luft. Wurde es doch mit Beginn der neuen Woche immer kälter und frostiger draußen. Allerdings der Schnee, auch wenn er schon wieder weg ist, hat es jetzt nochmal kälter gemacht. Ich könnte die Heizung hochdrehen. Will ich aber noch nicht. Also sitze ich mit meiner Decke umwickelt am Schreibtisch.

Geht es Ihnen auch so, dass Sie sich am Ende des Tages fragen, was Sie eigentlich so geschafft haben? Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich frühmorgens am Schreibtisch saß. Die Mails abgerufen und gleich eine neue Aufgabe bekommen. Neben den beiden bereits bekannten Fortbildungen wurde ich jetzt auch für ein Führungsthema angefragt. Ja, ich habe ein wenig überlegt und dann doch zugesagt. Mein Kalender sieht für das erste Halbjahr schon wieder gut gefüllt aus. Jetzt muss ich aufpassen, dass ich mir meine Vorbereitungszeiten gut einteile.

Mit dem neuen Thema sind jetzt insgesamt drei neue Fortbildungsthemen dazugekommen. Die Fortbildungen wollen gut vorbereitet sein und brauchen noch eine schlüssige Konzeption. Alle Fobis finden Online statt. Kommt mir auch sehr entgegen.

Heute dann auch die Feinplanung für den Zweitägigen Workshop an den Kunden weitergegeben. Bin gespannt, ob noch Änderungen kommen. Im Anschluss ein paar Rechnungen geschrieben, vorbereitete Mails weggeschickt. Zum neuen Thema recherchiert. Ein wenig ChatGPT bemüht. Plötzlich war Nachmittag und noch plötzlicher Abend.

Ganz ehrlich. Es fühlt sich schon sehr gut an, wenn der Kalender sich mit Workshopterminen füllt. Klar, dass es bisher nur Termine sind, die, gerade bei offenen Veranstaltungen immer noch abgesagt werden können. Aber so bis Juli einen gefüllten Kalender zu haben, ist schon ein gutes Gefühl.

Weihnachtszeugs

Mit dem anstehenden Besuch bei der Schwiegerschwester dann heute auch Weihnachtsmänner, Pralinen, Adventskalender und Lebkuchen bestellt. Die Firma, die auch glutenfreie Lebkuchen macht und auch sonst auf mehr Nuss im Lebkuchen achtet, ist im Fichtelgebirge ansässig.

Inzwischen freue ich mich schon auf den ersten Glühwein. Den gibt es nächste Woche – zur Christkindlmarkteröffnung. Meine Peergroup möchte sich just an dem Tag Vormittags treffen, was bedeutet, dass ich an dem Tag zwar in Nürnberg bin, jedoch vom Treffen zur Schwiegerschwester aufbreche. Ihr die Lebkuchen und den Adventskalender bringe, sie auf das Regal vorbereite. Im Anschluss werde ich dann Glühwein kaufen und diesen dann zur Eröffnung im Fernseher warm machen. Vielleicht gibt es dazu sogar noch Bratwurstsemmeln als Abendmahl. Da kann das Christkindl dann gerne seinen Prolog halten.

Ob ich die Weihnachtsdeko schaffe bis zum ersten Advent weiß ich noch nicht. Vorgenommen hatte ich es mir. Ich müsst allerdings auch erst noch eine Regalgrundreinigung starten. Überhaupt habe ich schon wieder viel zu viele Ideen im Kopf, die alle mit viel viel Arbeit verbunden sind. Zum Beispiel den Schreibtisch umstellen. Das wird jedoch noch bis nach dem Workshoptermin warten müssen. Ich möchte ihn nicht mehr schräg stehen haben sondern gerade. Doch erst muss jetzt mal das Regal zur Schwiegerschwester und dann sehen wir weiter.

Dieses Jahr hätte ich auch gerne wieder einen Adventskranz. Mal wieder ein wenig Adventszeit mit Tannenzweigen und Kerzen. Doch auch dies steht noch auf der Wunschliste. Bis zum ersten Advent hat es ja noch ein paar Tage. Es wäre der erste Kranz seit dem Tod meiner Oma. In dem Advent hatte ich den Kranz selbst gebunden mit Zweigen aus dem Garten. Dann starb die Oma an Heilig Abend und seitdem gab es bei mir auch keinen ‚echten‘ Adventskranz mehr.

Gänsetraum

Überhaupt Weihnachten. MonAmour hat angedeutet, dass er gerne mal wieder Gans hätte. Nachdem die Lebensmittelpreise so explodiert sind, sind wir beide noch nicht so überzeugt, ob es eine gute Idee ist, doch hätten wir auch beide riesig Lust drauf. Ich vermute ein wenig auch das eingemachte Blaukraut hinter dem Wunsch. Letztens kam er bereits schon mit der Idee zu den Hackbällchen Blaukraut zu machen. Was mich nach all den Jahren etwas irritiert, weil wir schon ewig kein Blaukraut mehr zu irgendwas hatten. Jetzt mit dem selbstgemachten in den Weckgläsern…

So, meine Augen brauchen jetzt vom ganzen Schreibtischsitzen Ruhe.

Schlumpfen Sie schön.

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10.11.2025 – Wie sehr man sich doch gewöhnt

Frau Mohnblume bloggt 20. November 2025 |

Sonntagsausflug

Der Sonntagsausflug führte uns ins Freilandmuseum. Samstag und Sonntag standen ein weiteres Mal „Küchengeschichten“ auf dem Programm. Samstag hätte es Kakao in einem der Häuser gegeben. Neben anderen kulinarischen Köstlichkeiten in einer der Mühlen.

Am Sonntag war dann wieder nur die eine Mühle für Kulinarisches in Betrieb. Dort gab es Suppe, Feuerspatzen, Krautnudeln, Kaffee und Tee. Wir waren zwar spät dran, aber doch so rechtzeitig, dass wir frisch gebackenen Feuerspatzen bekamen. Raus aus dem Fettsud, rein in die Zucker-Zimt-Mischung und ab in die Tüte. Um 15:30 Uhr schloss die Küche wieder. Sehr schade, denn gegen Abend hätten wir vielleicht die Krautnudeln probiert.

Die Dreharbeiten scheinen nun abgeschlossen zu sein. Die Kulissen waren wieder verschwunden. Seltsam wie sehr wir uns an dieses große Tor (Filmkulisse) gewöhnt hatten und wie sehr es dann doch das „Dorfbild“ veränderte, nachdem es nicht mehr stand.

Den Samstag verbrachte ich bis zum Nachmittag am Schreibtisch. Nachdem der Teamworkshop am Freitag erfolgreich verlief, machte ich mich darüber, den Ordner wieder zu sortieren, die Bücher zu verräumen, das Moderationsmaterial aufzufüllen. Auch wieder alle Stifte, die mir als „kaputt“ in die Tasche gelegt wurden. Es wurden auch die Stifte wieder befüllt, die bereits Ermüdungserscheinungen zeigten. Moderationskarten gezählt. Ja, ich zähle meine Moderationskarten – noch. Denn noch stelle ich den Moderationsverbrauch nach realem Verbrauch in Rechnung. Dabei stellte ich fest, dass auch mal wieder an der Zeit war, das ein oder andere nach zu bestellen. Schließlich folgte noch die Reflexion, in die auch Teile der Rückmeldungen einflossen sowie Anmerkungen, die ich mir zu den Zeiten und Reihenfolge der Punkte aufschrieb.

Das Fotoprotokoll schiebe ich noch.

Den Samstagnachmittag verbrachten wir dann damit das Auto des Schwiegers wieder zu seinem Besitzer zu bringen, nachdem dieses nun frisch geprüft und TÜV bis 2027 ausgestattet ist, wieder blitzt und blinkt, einen Kundendienst mit Wechsel fast aller Flüssigkeiten hinter sich brachte.

Da das Auto des Schwiegers bei uns im Hof stand, war unser Auto draußen auf der Straße geparkt. Am Donnerstag kam der Nachbar wegen einem Schaden an seinem Auto. Dabei stellte sich heraus, dass auch wir einen Schaden an unserem Auto hatten. Missgeschicklich hatte der Nachbar zu bald eingeschlagen und an beiden Fahrzeugen bleibende Eindrücke hinterlassen. Es wird unser nachbarschaftliches Verhältnis nicht belasten. MonAmour hat jetzt ein wenig Arbeit mehr.

Workshoptag

Ich wurde gerufen, um das Thema Partizipation mit dem Kunden und seinem Team zu bearbeiten. Praxisnah und aktiv. Das tat ich und früher aufhören tat ich auch. Beeindruckt hatte ich den Kunden im Vorfeld, weil ich vor Ort fuhr, um mir zwei Stunden lang einen persönlichen Eindruck zu machen. Meine Eindrücke flossen in den Workshop ein. Die Rückmeldungen waren gut, denn es war aktiv. Zusätzlich hätte man sich mehr Praxisbeispiele gewünscht, also noch mehr, als bereits vorhanden. Als auch mehr Bewegung. Was ich sehr interessant fand.

Denn als wir morgens anfingen, war die Frage, wie ich den den Raum gestellt haben möchte. Stuhlkreis, sagte ich. Ein seufzen mit den Worten, „alle wollen immer einen Stuhlkreis“. Frage von mir, wie sie es gerne hätten, brachte die Antwort, Tische. Ich erklärte, dass Tische oft wie Schule wirken und das wollen wir nicht. Am Ende des Tages fanden sie den Stuhlkreis gar nicht schlecht, weil man doch kaum im Stuhlkreis saß. Mehr Bewegung bezog sich dann auch auf mehr „sportliche Aktivität“. Tische und (sportliche) Bewegung – nicht gerade meine Favoriten im Workshop. Ich werde mir wohl mal was überlegen müssen.

Überlegen muss ich mir auch meine Zutaten für eine gestaltete Mitte, sowie das Transportmittel dafür. Es wird Zeit, dass ich mein Equipment erweitere.

Der Kunde sorgte auch dafür, dass man mir meine Sachen zum Auto trug. Denn ich hatte mein Flipchart dabei – ich möchte nach den letzten Erfahrungen mit Flipcharts nicht mehr darauf verzichten – meine zwei Flipchartköcher, der eine mit den gestalteten Flipcharts der andere mit leeren Flipcharts für Gruppenarbeiten, meine Moderationstasche und meinen Koffer mit den Unterlagen und Büchern.

Es wurde schon gescherzt, ob ich den mit dem Anhänger gekommen sei. Als wir beim Auto ankamen, wurde ungläubig gefragt, ob ich das alles in das Auto bekommen hätte, ohne die Sitze umzuklappen. Ich bestätigte und lud die Sachen wieder ein. Im übrigen stand im Kofferraum auch noch eine Gertränkekiste, die darauf wartete beim örtlichen Getränkehändler umgetauscht zu werden. Auch wenn ich den Compact oft als zu klein empfinde – wenn ich neben diesen Dingen auch noch Spielmaterial mitnehme, muss ich sehr genau überlegen, wo ich was hinpacke, die Sitze bleiben oft in ihrer ursprünglichen Position – ist er doch ein kleines Raumwunder.

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31.10-2025 – Letzter Tag – Abschied

Frau Mohnblume bloggt 1. November 2025 |

Eine Ära geht zu Ende. Die Nachbarschaft verändert sich. Die Alten sterben oder gehen ins Pflegeheim. Neue Bewohner kommen nach. Das Leben eben.

Mein halbe Kindheit habe ich mit diesen Nachbarn verbracht. Eines ihrer Kinder und ich waren beste Freundinnen. Mein ganzes Leben waren sie meine Nachbarn. Jetzt war der Haushaltsauflöser da. Die Fenster kahl. Keine Vorhänge mehr. Kein Licht mehr, das abends nach draußen strahlt. Die Bewohner in verschiedenen Heimen untergebracht. Jetzt sind sie doch noch getrennte Wege gegangen. Demenz ist ein komisches Wesen. Es brachte die alten Erinnerungen und Verletzungen hervor. Verletzungen, die tief vergraben waren, gut verwahrt. Die zunehmende Demenz brachte sie wieder an die Oberfläche. Die alten Verletzungen. Das Misstrauen. Jetzt über 80 Jahre alt, gehen die beiden getrennte Wege. Einzig gegenseitige Besuche gibt es noch, wenn die Kinder sie abholen und zum jeweilig anderen fahren. Während einer der beiden, den einen der beiden vermisst, möchte einer der beiden so wenig Kontakt wie möglich.

Demenz, dass vieles vergessen lässt – den Unfall, die schwere OP, das Aufstehen und Gehen, den Wohnort, bisher noch nicht nicht die Kinder und ihre Namen. Doch irgendwann wird auch dies kommen.

Demenz, dass vieles wieder zutage fördert. Alte Erinnerungen, die schon längst als verschollen galten. Kindheitserinnerungen. Das erste Rendezvous. Der erste Kuss. Die erste Liebe. Wunderbare Erinnerungen. Doch auch Erinnerungen, die gut vergraben, versteckt waren. Erinnerungen, die mit viel Streit, Verletzungen verbunden waren und jetzt wieder sind. Die Auftauchen, das Leben auf den Kopf stellen.

Es gab keinen Abschied. Leise ganz leise verschwanden die Nachbarn. Erst der eine, dann der andere. Jetzt sind auch ihre Möbel, die Bilder, die vielen Dekoelemente verschwunden. Die liebevoll vom Leben erzählten, von Jahreszeiten, vom heimeligen Heim. Nichts mehr da. Das meiste dürfte im Container gelandet sein. Nur wenig wird vermutlich ein zweites Leben bekommen. Eine Ära ist zu Ende gegangen.

Wir Kinder spielen schon lange nicht mehr miteinander auf der Straße. Wenn wir uns sehen grüßen und winken wir uns zu. Ab und an halten wir einen Plausch. Aktuelle Auszüge aus unserem jetzigen Leben. Auch das wird es nicht mehr geben. Vorbei. Adieu.

Schreibtischarbeit

Für den Broterwerb versuche ich einen Teamtag in ein Skript und einen Trainerleitfaden zu passen.

Nebenher versuche ich nach einem neuen PC zu recherchieren und verzweifle. Meine Vorstellungen passen nicht zu den angebotenen PC-Komponenten. Konfiguriere ich mir einen zusammen bin ich schwupp di wupp bei einem gebrauchten Kleinwagen angekommen. Wird wohl nur mit vielen Abstrichen gehen und einigen Zusatzkomponenten. Habe ich ein Gerät gefunden, welches einige Wünsche erfüllt, fehlt entweder die Grafikkarte oder der Displayport oder es gibt den Displayport dafür dann kein Hdmi. Findet sich alles in einem Gerät, lässt sich die Grafikkarte nicht aufrüsten, dafür vielleicht Prozessor und Arbeitsspeicher. Von einem internen DVD-Laufwerk ganz zu schweigen. Es scheint nur die Devise zu geben: Nimm oder Lass es sein.

Ich möchte weg vom Laptop als stationäres Gerät, hätte gerne einen PC – möglichst kein riesiges Teil unter dem Schreibtisch. Irgendwann – spätestens beim nächsten Online-Workshop – also irgendwann nächstes Jahr – einen zweiten Bildschirm dazu. Deshalb braucht es die Komponenten für mehrere Monitore. Nicht einfach. Dafür geht grad viel Zeit drauf.

Klingelingeling – alle Jahre wieder

Die Weihnachtspendensammelwichtel sind wieder unterwegs. Sie haben alle eine Schulung hinter sich, die ein „Wir brauchen nichts“ nicht duldet, sie auch nicht unterbricht. Sie geben ihren Text in freundlicherweise wieder und erst am Ende, wenn sie die Frage stellen, ob man für einen freiwilligen Betrag einmal im Jahr ganz unverbindlich seine Daten hergeben mag, werden sie enttäuscht werden, wenn man ihnen mitteilt, dass man nicht spendet, auch keine Daten. Da standen wir dann schon ca. fünf Minuten an der Tür. Ich frage mich, wie viel Erfolgsmomente hat dieser Mensch und wie viel Enttäuschungsmomente erträgt so ein Mensch. Wiegen sich Erfolgsmomente und Enttäuschungsmomente auf? Wie gehen sie danach damit um, dass ihnen eigentlich keiner Zuhören will, keiner einen Spendenvertrag abschließen möchte. Wie viele Widerrufe es wohl gibt, wenn doch ein Haustürgeschäft abgeschlossen wurde.

Vielleicht schreibe ich einen Zettel: „Wenn Sie hier sind um Spenden einsammeln zu wollen, brauchen Sie nicht zu läuten. Gehen Sie einfach wieder. Sollten Sie doch läuten und die Tür aufgehen, beschweren Sie sich hinterher bitte nicht, wenn ihnen diese wortlos vor der Nase wieder zugemacht wird. Sie wird sich auch nicht mehr öffnen. Egal wie oft und lange sie läuten. Haben Sie trotzdem einen schönen Tag.“

Halloween

Erstaunlich ruhig für Halloween hier. Vielleicht liegt es einfach auch nur daran, dass es hier in der Straße keine – bis auf Ausnahmen – Kinder gibt, die Süßes oder Saures fordern. Auch unterwegs wenig Häuser, die mit Gruseldeko aufwarten. Ich bin nun ja auch kein Fan von Helloween, mag aber die Deko mit den Kürbissen. Möchte jedoch auch nicht dazu animieren anzuklopfen.

Letzter Tag

Wir nutzten den letzten Tag im Oktober, um noch mal mit einem der fünf Freunde eine Tour zu machen. Das Wetter soll trocken bleiben. Unser Weg führt uns bis kurz vor Ochsenfurt. Auf dem Weg dorthin fahren wir durch Münster bei Creglingen. Die Landstraße führt durch ein Tal am Fingerhutmuseum vorbei. Wir sind im Main-Tauber-Kreis.

Als wir aus dem Auto steigen, zeigt die Uhr 17:36. Es folgt, Auto in der Halle parken, Mücken, Brems- uns Straßenstaub abwischen, unter Batterieladegerät anschließen, Haube auflegen, verabschieden bis zur nächsten Fahrsaison. Besuche zwischendrin werden folgen. Als wir ins Alltagsauto einsteigen zeigt die Uhr 17:36. Mein Hirn stutzt, ich will schon ansetzen. Als mir klar wird: Winterzeit – Sommerzeit. Nachdem die fünf Freunde nur in der Sommerzeit gefahren werden, lassen wir die Uhren auf Sommerzeit stehen. Die wenigen Wochen der Uhrumstellungen zählen nicht mit. Deshalb konnten wir quasi zur selben Zeit wieder im Auto sitzen.

Am Tag zuvor

Kartoffelernte, die letzte. Das diesjährige Kartoffelbeet beherbergt noch Kartoffeln. Zwei Reihen hatten wir schon geerntet, die sind auch schon verspeist. Wir schaffen wieder zwei Reihen, zwei Reihen sind noch übrig. Die werden am Wochenende geerntet. Dann wird das Beet Winter fein gemacht. Meine Gedanken wandern schon zur nächsten Kartoffelsaison und welche Vorbereitungen vonnöten sind, damit die Beete im Wechsel von zwei Jahren genug Nährstoffe bekommen. Für Gründüngung ist es zu spät, für die Kartoffelernte auch schon. Einzelne Kartoffeln haben schon wieder ausgetrieben aus einer ist sogar eine staatliche Pflanze geworden.

Insgesamt holen wir 8 Kilo aus den zwei Reihen.

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26. & 27.10.2025 – 2027

Frau Mohnblume bloggt 30. Oktober 2025 |

Es ist erstaunlich. 2026 ist noch nicht mal so richtig in greifbarer Nähe und mein Kalender noch nicht mal so richtig gefüllt. Ich habe große Löcher zwischen den Terminen. Die werden sich noch mit Terminen füllen. Hoffe ich, jedenfalls. Da kommen schon Terminanfragen für 2027.

Medienkompetenz

Ein Workshop zum Thema Medienkompetenz in der Kita. Ich bin in der Branche Neuling. Deshalb bekam ich Tandempartner zur Seite gestellt. Mich gestern sehr geärgert. Man kann Veranstaltungen auf mehrere Weisen durchführen. Man kann sie erwachsenenbildnerisch gestalten, man kann diese Basisstandards jedoch auch völlig ignorieren. Zwischenpausen zum Beispiel. Hätte ich selbst keine Ahnung von Workshopgestaltung. Ja, ich würde es hinnehmen. Dezente Hinweise von mir wurden ignoriert. Hinweise der Teilnehmer durch Fluktation nach gewissen Zeitabständen oder in Übergängen ebenfalls. Kleiner Lichtblick es ist nur noch ein Termin im Tandem. Danach kümmert sich jeder um seins.

Museumsbesuch

In Bad Windsheim wird gerade für einen Netflixfilm gedreht. Wir bewundern die Kulissen. Einige Besucher wundern sich über die Neuerungen, zum Beispiel das Stadttor – gemacht aus Styropor und Bauschaum. Eine Besucherin: „Oh, das ist aber neu.“ Es wird nicht bleiben. Ebenso wie die Fassaden, die jetzt zum Film und der Zeit passen, in der er spielt. Selbst die Gerätschaften sind zum Teil aus Gummi. Wir vermuten im Film wird mit Sensen und Heugabeln gekämpft. Einige Heugabeln sind aus Holz, andere haben Gummizinken. Selbst das Gerüst bzw. die Leiter ist aus Metall und sieht nur aus wie Holz. Ich würde ja gerne mal bei so einem Drehtag dabei sein.

MonAmour hätte gute Chancen als Komparse. Es werden noch langhaarige Männer gesucht.

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