↓
 

Frau Mohnblume bloggt

  • Blog
  • Wer schreibt hier?
  • Blogroll
Home 1 2 3 … 144 145 >>

Post navigation

← Ältere Beiträge

06.03.2026 – Augsburg und Abschied

Frau Mohnblume bloggt 12. März 2026 | Kommentare
Werkstatt

Nachdem ich ja nun eine von den Mensch*innen bin, die in Kitas ganz praktisch Medienkompetenz vermitteln darf, führte mich die Arbeit zu einem ersten Coachingtermin in eine Kita, dessen Team ich mit den Apps zu Audio- und Fotoarbeiten, die leicht mit Kindern im Alltag umsetzbar sind, begeistern konnte. Es folgen weitere Coachingtermine.

Am nächsten Tag führte mich mein Weg für zwei Tage nach Augsburg zum Vernetzungstreffen. Ich fuhr hier bei blauem Himmel und Sonnenschein los, bis nach Treuchtlingen wurde es immer diesiger und verdichtete sich zunehmend zu dickem Nebel. Mich wundert, dass niemand mehr die Funktion von Nebelscheinwerfern kennt. Manch einer verließ sich auf sein Tagesfahrlicht und leuchtete am Heck gar nicht. Bei dichtem Nebel blöd für den nachfolgenden. Manch Fahrzeug war nur Schemenhaft zu erkennen.

Wir wurden gut mit Kaffee, Brezeln, Kuchen, Frühstück, Mittag- und Abendessen versorgt. Am ersten Tag wurde uns noch Mut gemacht, dass die Kampagne weitergeht. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass die Finanzierung der Kampagne gecancelt wurde. Nachdem ich neu dabei bin, hat es mich nicht so hart getroffen, wie diejenigen, die schon seit mehreren Jahren dabei sind. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn es weitergegangen wäre.

Nichtsdestotrotz haben wir einen weiteren Termin für April 2027 in Augsburg bekommen. Ich hoffe sehr, dass er auch stattfindet. Im Juli, diesen Jahres, ist noch ein Vernetzungstreffen geplant. Manch einer überlegt schon, wie wir diese zwei Tage verbringen um würdig Abschied zu feiern. Ich bin gespannt mit welchen Nachrichten wir im Juli beglückt werden. Denn niemand will dieses Projekt sterben sehen. Am letzten Tag arbeiteten wir an Ideen, wie unsere zukünftigen Dienstleistungen aussehen könnten und wie Mediencoach und Kita zusammenkommen.

Augsburger Puppenkiste

Am Morgen des zweiten Tages schnappte ich mir meine Fotoakamera und spazierte eine kleine Runde durch das Viertel. Mein Weg führte mich am Laden der Augsburger Puppenkiste vorbei. Die berühmte Augsburger Puppenkiste selbst befindet sich auf der anderen Seite, an der ich achtlos vorbeilief. Ja, die berühmte Augsburger Puppenkiste, die viele Kinder verzückt vor dem Fernseher sitzen ließ, um den Abenteuern von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomitvführer zuzusehen oder Urmel aus dem Eis, Kater Mikesch und die vielen anderen Märchen und Geschichten rund um Kasperl und Räuber Hotzenplotz.

Auch den Laden hätte ich fast übersehen. Auf dem Hinweg zum Tor ging ich am Theater sowie am Laden achtlos vorüber. Erst auf dem Rückweg, als ich eine Weile vor dem Tor verweilte und mir die Straße ansah, entdeckte ich das Schaufenster und das Schild. Vom Theater gibt es kein Bild, das Theater habe ich wirklich übersehen.

Vielleicht ergibt es sich ja im nächsten Jahr, der Kiste einen Museumsbesuch abzustatten oder eine Vorstellung zu besuchen.

Das Gebäude in Augsburg, indem die Augsburgerpuppenkiste wohnt. Zwischen den Häusern, die Ohnmichel
Garagenfund

Irgendjemand hier im Haus kam auf die Idee das Motorrad, mein Motorrad, welches nun seit 20 Jahren in der Garage ein kümmerliches dasein fristete, zu verkaufen. Es meldete sich mehrere Menschen. Einer davon kam, sah und siegte.

Nun stand das Motorrad ein wenig eingebaut, um es zu befreien, musste Platz geschaffen werden. Dieses Platz schaffen hat dazu geführt, dass wir jetzt seit Donnerstag damit beschäftigt sind die Garage aus- und wieder einzuräumen. Mit gleichzeitigem Aufräumen und leider wenig ausmisten.

Am Donnerstagabend saß ich zum letzten Mal auf meinem Motorrad. Ein Gefühl der Freiheit wehte um mich, auch wenn ich es nur in den Hof schob, damit es dort auf den neuen Besitzer treffen konnte. Ein wenig Wehmut überkam mich, weil all die Erinnerungen wach wurden, als ich noch aktiv Motorrad fuhr. Nein, ich machte kein letztes Bild.

Ja, ich befinde mich in Trauer. Wieder ein Stück meines Lebens, das mal ein anderes war, verabschiedet.

Werkstatt, die Zweite

Mein Tagesablauf sieht im Augenblick so aus, dass ich Vormittags, meist ab 8:00 Uhr am Schreibtisch sitze und Nachmittags dann in der Garage helfe. Meist mit einem Eimer Waschwasser bewaffnet, um irgendwelche Sachen von Staub zu befreien. Die meiste Zeit stehe ich da und gucke zu, wie MonAmour versucht, seine Ordnung neu zu sortieren, was mit begrenztem Platz nicht einfach ist. Mehrere auseinandergeschraubte Autos, nehmen einfach mehr Platz ein, als ein zusammengeschraubtes Auto. Es hilft auch nicht, hier groß zu versuchen mögliche Lösungen anzubieten, da weder Keller noch Haus weitere Kapazitäten bieten. Wir haben hier noch keine Ludolfschen Ausmaße, der Weg dorthin ist allerdings beschritten. Und ja, wir suchen noch immer nach einer bezahlbaren Lösung für unser Wohn- und Lagerproblem. Und nein, wir möchten keine weiteren Baustellen aufmachen.

Das Hirn, ein faszinierender Speicher

Die Garage ist für die Zeit, in der sie gebaut wurde, schon sehr großzügig bemessen. Durch die Tore würden vermutlich keine heutigen SUV’s kommen, Innen jedoch wäre dafür genug Platz. Doch Platz ist begrenzt, vor allem wenn auch noch schwere Sachen herumstehen. Nein, fragen Sie nicht.

Im Zuge der „Mehr Platz – bessere Ordnung“ Aktion führte der Weg auch in diverse Baumärkte. Dabei entdeckte ich eine interessante Hirnleistung. Die schweren Sachen stehen auf Rollbrettern, damit man sie besser bewegen kann. Im Lauf der Jahre jedoch sind diese Bretter, auch durch eindringende Nässe, aus dem Leim gegangen. Daher mussten neue her. MonAmour fragte, wo wir die Bretter gekauft hatten. Ohne nachzudenken schoß es aus mir heraus beim „Bahr“ (ein Baumarkt, den es schon seit Jahren nicht mehr gibt). MonAmour: „Gibt es schon lange nicht mehr, kann nicht sein.“ Ich bzw. mein Hirn war völlig davon überzeugt. Ließ es jedoch dabei. Wir fuhren und liefen durch drei Baumärkte. Überall fanden wir etwas. Allerdings erst im letzten Baumarkt fanden wir in der Restekiste, passende Siebdruckplatten. Es waren insgesamt fünf Stück genau in der Größe, die MonAmour brauchte. Wir verzichteten also auf fertige Rollbretter. Dafür fuhren wir wieder zu Baumarkt zwei, um dort Rollen zu erstehen.

Zuhause stellten wir fest, dass die alten Rollbretter tatsächlich vom Bahr stammten. Was mich dabei erstaunte, war, dass mein Hirn diese Info tatsächlich irgendwo abgespeichert hatte und mich mit einer Selbstsicherheit austattete, die mich mehrmals sagen ließ, wo wir diese Bretter gekauft hatten. Ich wich auch nicht ab. Vielleicht vergisst das Gehirn ja doch nichts, nur wir Menschen können uns oft nicht mehr erinnern.

In solchen Momenten, wünschte ich mir allerdings, ich würde mich auch an all die gelesenen Texte von Fachbüchern erinnern, wenn ich sie gerade bräuchte, um zu argumentieren, warum es für Kinder gut ist, wenn…. Es würde so manchen Wind aus den Segeln nehmen. Manchmal läutet tatsächlich eine Glocke und eine Synapse meldet sich, doch die Verbindung ist zu vage. Da wünsche ich mir dann diese Sicherheit, wie bei der Nennung des Baumarkts.

Tagebuchbloggen | Leave a reply

26.02.2026 – Milde Temperaturen

Frau Mohnblume bloggt 27. Februar 2026 |
Werkstatt

Am Mittwoch wohnte ich Vorträgen über KI bei. Hörte mir an welche KI-Tools es gibt und wie man KI rechtssicher verwendet. Vieles von dem, was ich hörte betraf nicht mein Business, doch gleich am Anfang bekam ich genau die Informationen, die ich haben wollte. KI ist ein Algorithmus, der von vielen Daten gespeist und trainiert wird. Es ist immer Vorsicht geboten, denn der Mensch vor der KI, ist dazu aufgefordert, dass er, das, was die KI ihm ausspuckt auch überprüft. Urheberrechtsverletzung war das Stichwort. Zudem sollte, wer KI nutzt, dies auch in den AGB’s stehen haben.

Ich erfuhr auch, wie ungefiltert KI genutzt wird und das kann einem richtig Angst machen. Es wurde sehr eindrücklich davor gewarnt. Am Start waren Rechtsanwäle, die beispielhaft aufzeigten, welche Rechte mit unterschiedlichen Szenarien verletzt werden. Ein sehr informativer Tag. Leider konnte ich nicht bis zum Schluss dabei bleiben, die Wahlpost hatte MonAmours Heimatadresse erreicht.

Unterwegs

Wir fuhren sie abholen. Ich hatte meine Unterlagen schon ausgefüllt und mich durch verschiedene Parteien und ihre Mitglieder geklickt bzw. gescrollt. Entdeckte jemanden, die ich aus der Schule kannte. Vergab einen Teil meiner Stimmen an Menschen. Wir werden am 8. März sehen, wie die restlichen Gemeinden wählten.

MonAmour war tagsdarauf damit beschäftigt seine Wahlzettel zu befüllen. Irgendwann kam er etwas entnervt in die Arbeitswerkstatt hier. Der Wahlomat hätte ihm verschiedene Parteien empfohlen. Er hatte die Qual der Wahl sowie die Schwierigkeit sich zu entscheiden. Ich erläuterte meine Vorgehensweise. Er ging wieder. Irgendwann kam er, nachdem er seine Wahlzettel verpackt hatte, ob wir nicht unsere Briefe zum Briefkasten bringen und einen Spaziergang machen wollten. Machten wir.

Kurz bevor wir das Haus verließen und eine Holzbiene sich in den Wohnraum durch die offene Tür verirrte, fiel mir der Schmetterling am Dachboden wieder ein. Wir stiegen hinauf holten den Karton, gingen auf die Terrasse stelten ihn dort ab und öffneten ihn. Der Schmetterling saß auf dem Deckel schlug ein wenig mit den Flügeln, orientierte sich noch ein wenig, und versuchte wohl herauszubekommen, was jetzt geschehen war. Dann hob er ab und landete zunächst in Nachbarswiese. Dort pausierte er ein wenig, flog dann in die Sonne, pausierte wieder. Dann verabschiedeten wir ihn und hoffen, dass er seine Freiheit genießt.

Irgendwann im Januar als draußen noch kalt war, war der Schmetterling ans Fenster geflogen. Die Heizung und die Sonnenstrahlen hatten ihn aus dem Winterquartier gelockt, welche er unter oder hinter dem Regal im Arbeitszimmer gefunden hatte. Ich fing ihn ein, setzte ihn in einen Karton den ich luftig verschloss, stellte diesen an den kältesten Platz im Haus und schrieb mir auf, den Schmetterling bei wärmeren Temperaturen, spätestens im März, in die Freiheit zu entlassen.

Dann spazierten wir zum Briefkasten und wollten runter zum Wiesengrund. Doch die Straße, die dorthin führt, ist wegen einer Baustelle gesperrt und auch für Fußgänger. Wir machten einen kleinen Umweg. Während wir so spazierte wurde es mir in der Winterjacke sehr warm. Ich zog sie alsbald aus. Einige Menschen kamen uns ohne Jacken entgegen, einige Menschen hatten bereits T-Shirts an. Im Wiesengrund selbst, war angenehm wenig los. Wir spazierten zur nächsten Baustelle. Dort hatten sie bereits Feierabend gemacht. Spazierten wieder zurück, denn eigentlich ist auch dort kein durchkommen für Füßgänger.

Nahmen die Fußgängerbrücke über den Fluß am Sportplatz vorbei und liefen wieder zur Straße. Beim Bäcker holte ich noch Brot. Insgesamt waren wir dann doch zwei Stunden unterwegs. Bei Sonnenschein und milden Temperaturen.

Werkstatt, die Zweite

Der PC war noch an und ich setzte mich nochmal ran. Durch das spaßige herumspielen mit der KI, war ich auch die Idee gekommen meine Website dann doch zu überarbeiten. Das hatte ich mir eigentlich für die Sommermonate vorgenommen, doch nachdem mir jetzt drei Fortbildungstage weggebrochen sind, und ich eine kleine Krise spüre, fand ich es einen guten Zeitpunkt, meine Webpräsenz zu überarbeiten. Damit fing ich noch an. Ich hatte da noch eine Seite rumliegen, die ich mal gestaltet hatte, die ich jetzt zur Überarbeitung nutze.

Schließlich war es Zeit für das Abendessen, welches wir in Cowork zubereiteten. MonAmour war für das Grillfleisch zuständig, ich für die Beilagen.

So endete der erste Frühlingshafte Tag, der bereits ein wenig März an sich hatte. Sind ja nur noch ein paar Tage.

Tagebuchbloggen |

24.02.2026 – Keine 24 Stunden

Frau Mohnblume bloggt 25. Februar 2026 |
Werkstatt

Zwischen „ich habe keine Kapazitäten im März zu ich habe wieder etwas mehr Zeit“ liegen keine 24 Stunden. Mir ist ein Auftrag mit drei Fortbildungstagen weggebrochen. Das bedeutet auch kein Geld in diesem Monat. Das trifft. Es bringt mich auch dazu mein Geschäftsmodell zu überdenken. Mal sehen, was aus den ersten Ideen wird.

Einen Workshop geleitet. Viele gute Rückmeldungen bekommen. Inzwischen bekomme ich Rückmeldungen, die weit über das „du warst toll und eigentlich kann ich mich meiner Vorredenerin nur anschließen“ hinausgehen, was mich unheimlich freut. Es zeigt, dass die Menschen sich wohlfühlen. Trotzdem bin ich nicht zufrieden. Also mit mir. Mit meiner Umsetzung. Ich muss das überdenken. Gleichzeitig sehr erschreckt. Vor mir sitzen Pädagoginnen, die von Gewalt ihnen gegenüber berichten. Pädagoginnen, die mir erzählen ihre Kinder hätten keine Kompetenzen. Wieder einmal denke ich, das kann nicht sein, also das mit den Kompetenzen. Von zunehmender Gewalt gegenüber Fachkräften hörte und las ich bereits. Mich treibt dabei die Frage um, woher kommt dies. Was stimmt nicht?

Gleichzeitig merke ich, wie ich zusammenzucke, als man mir erzählt, unsere Kinder können das nicht, nichts von dem aus der Sammlung, die wir gerade gemacht haben. Nach Aussagen der Pädagoginnen sind die Kinder völlig kompetenzlos. Bei Nachfrage finden wir dann doch noch Fähigkeiten und Kompetenzen. Ich habe Hoffnung.

Wieder einmal merke ich, dass hier ein ganz anderer Prozess stattfinden müsste. Merke, dass ein Tag für die Themen, die viel tiefer gehen und Zeit für Reflexion brauchen, nicht reicht. Symptombekämpfung und noch nicht mal die so richtig. Vielleicht ist es genau diesese Gefühl, was mich so unzufrieden macht. Zu merken, dass ich ganz anders mit ihnen arbeiten müsste. Viel tiefer. Gleichzeitig ist es nicht möglich, weil es darum geht, dass eine Konzeption bis zu einem bestimmten Termin fertig sein soll. Der Prozess dazu jedoch eigentlich mindestens ein bis eineinhalb Jahre braucht. Mit viel Selbstreflexion, mit Haltungsänderung.

Wahl – Nicht die beste Wahl von Standorten

Im März dürfen wir wählen. Überall hängen Plakate, die Menschen zeigen, die für diese oder jenes stehen. Bei manchen Aufstellungsorten frage ich mich jedoch, wer ausgerechnet an diesem Ort auf die Idee kam, mit diesem Plakat Menschen zu gewinnen.

Vor einiger Zeit ist in einem Ort, durch den wir öfter kommen, eine Scheune abgebrannt. 500 Meter weiter steht ein Großflächenplakat mit dem Wahlspruch „Feuer und Flamme für … .“

Bei uns im Ort wirbt ein Politiker mit „mehr BÄUME und Grünflächen“ Ausgerechnet in dem Ort, wo die Radrennbahn an Investoren verkauft wurde, die einen großen Baumbestand hatte, und inzwischen mit Bäumen und Bahn, trotz Widerstand aus der Bevölkerung, abgerissen wurde. Die Bäume schon lange Brennholz. Verantwortlich dafür auch die Politik, die jetzt für mehr Bäume wirbt.

Frühling?

Heute die Weihnachtsdeko abgebaut und wieder in den Kartons verstaut. Wir wissen noch nicht, wie wir den Platz füllen. Ich hätte gerne etwas Frühlingshaftes sprich Blumen. Hatte gestern auch kurz überlegt Blumen mitzunehmen, dann doch keine gekauft. Die Vögel draußen im Garten indes tirillieren und feiern scheints die milden Temperaturen.

Während des Tages dann das vorgezogene Gemüse, welches sich in ersten zarten Pflänzchen zeigt, zum Teil aus dem Voranzuchtgehäuse in Töpfe gepflanzt, damit sie sich dort weiter entwickeln können bzw. nicht weiter vergeilen. Einige Salatsorten müssen nochmal gepflanzt werden.

Dort wo heute morgen noch der Weihnachtsbaum stand, die Geranien, die in der Küche überwinterten, hingestellt. Dort wo die Lichterhäuser standen, ein weiteres Voranzuchtprojekt hingestellt. Letztens die Kiste mit den Blumen- und Gemüsesamen gesichtet und alle Samen weg, die älter als 10 Jahre waren. Einige Samen, die jünger waren behalten. Im Anzuchtkasten wird jetzt getestet, ob der ein oder andere Samen noch keimt. Darunter Tomaten, Basilikum, Tagetes und Radiesle sowie Lauch. Festgestellt, dass ich noch ganz viele Paprikasamen habe, die werden demnächst in die Erde wanderen. Sollten die Tomatensamen alle noch aufgehen, könnte es eine Tomatenschwemme hier geben. Tomatensoße geht ja immer.

Dieses Jahr auch erstmals Artischocken gesät. Die erste schickt sich an aufzugehen. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln. Gesät weniger wegen des Gemüses als eher wegen der Blüte. Sie werden sehr groß, blühen lila und sind reine Bienen- und Hummelmagnete. Ich hätte da schon einen Platz im Kopf.

KI – damit kann man spaßige Sachen machen und Frust abladen

Nach dem Workshop merke ich meine eigene Unzufriedenheit. Kann jedoch nicht so richtig sagen, was es eigentlich ist. Irgendwann gefrustet einfach mal die KI gefragt. Plötzlich finde ich mich in einem interessanten „Gespräch“ mit der KI und am Ende hat sie flugs mal mein Profil geschärft. Das fand ich dann so spaßig, dass ich am nächsten Tag gleich nochmal eine Profilschärfung durchführte. Die ersten Antworten waren noch ok und gingen in die Richtung, die mir hilft, mein Profil oder besser meine Position bzw. meine Entwicklung sichtbarer zu machen, für die ich jetzt auch Ansätze habe mit denen ich arbeiten kann. Allerdings wurde es dann später etwas absurd, weil die KI irgendwann anfing meine Eingaben in einen Workshop zu verwandeln. Ich saß da und staunte.

Jetzt habe ich ein Signature-Workshop-Paket. Welches mich ratlos vor dem PC sitzen lässt. Zugegeben da sind Ansätze drin und im Prinzip hat die Maschine nur etwas gemacht, was sie sich aus meinen Eingaben zusammenklaubte, aus dem der Algorithmus dann Zeugs kreiierte, was ich als Alleinstellungsmerkmal noch nicht Kund*innen verkaufen kann. Nur hat der Algorithmus übersehen, dass ich weder danach gefragt habe noch passt es und so richtig stimmig ist es auch nicht. Es hat so ein wenig was von Marktschreier „Kaufen Sie hier, kaufen Sie jetzt, unser einizigartiges Produkt, welches es nur bei uns gibt. Erhalten Sie beim Kauf noch fünf Sockenpaare dazu, drei Karotten und Sie können Zuhause loshobeln“.

Allerdings, bei den Ansätze, die mir die KI geliefert hat, sind einige interessante Ideen dabei, die tatsächlich den Weg meiner Entwicklung und Weiterentwicklung säumen. Die sich durch Anfragen in den letzten Monate so ergeben haben, die mich aus meiner Komfortzone holten und mir neue Aufgaben bescherten. Wenn alles klappt und sich bis Herbst noch mindestens 12 Personen finden, dann darf ich meinen ersten Leitungsqualifikationskurs starten. Gerne Daumen drücken.

Weidenkätzchen
Symbolbild aus früheren Zeiten. Doch bald ist es wieder soweit. Die ersten Weidenkätzchen wurden bereits gesichtet.
Tagebuchbloggen |

10.02.2026 – KI im Einsatz, Mäandern und Wein

Frau Mohnblume bloggt 11. Februar 2026 |
Am Schreibtisch

Gestern schien hier noch die Sonne. Während ich am Schreibtisch sitze und zwischen drei Aufträgen hin- und her jongliere, kommt regelmäßig MonAmour mit Statusmeldungen herein. Er setzt gerade einen alten PC auf. Mit Software aus der Urzeit. Ein Urzeit-PC sozusagen. Wir stellen beide fest, wie sehr wir uns an bestimmte Dinge gewöhnt haben, die wir einfach nicht mehr hinterfragen. Sie sind so selbstverständlich geworden, dass einem schon fast die Erinnerung daran fehlt, wie das mal begonnen hat. Als Internezeit noch durch die Kosten des Einwählens mit Modem begrenzt wurde.

MonAmour suchte bei Alt-PC vergeblich die Buchs für das LAN-Kabel. Bis der Gedankenblitz ihn traf. Früher ging das ja mit Modem, kann ja nicht mit LAN-Kabel funktionieren. Früher fuhren wir auch, bevor wir ein Modem und damit Internet hatten, zu einem Bekannten, der beides hatte, um mal eben im Internet zu gucken. Das waren dann auch ganz vergnügliche Abende. So wie früher meine Großeltern, als sie noch kein Telefon hatten und entweder zu den Nachbarn im Haus gingen oder zu denen im Nebenhaus, um zu telefonieren. Wollte man mit ihnen telefonieren musste man entweder den einen Nachbar oder den anderen anrufen. Dann legte man auf, wartete 10 Minuten bis entweder das Telefon schellte, oder man wieder beim Nachbarn anrief, in der Hoffnung, dass Oma oder Opa am Apperat daneben standen.

Irgendwann schafften sie sich ein Telefon an. Ein grünes mit Wählscheibe. Doch ich schweife ab.

Früher kostete Internet mit Modem auch noch richtig Geld, neben den Telefonkosten. Zwischendrin kam MonAmour und fragte, dies und das und ich merkte, wie wenig ich behalten hatte, obwohl ich damals meinen ersten Laptop öfter mal neu aufsetzte. Vergeblich suchte ich nach einer CD mit eine Office-Programm aus dieser Zeit. Sie ist wohl im Restmüll gelandet, nachdem wir vor Weihnachten aufräumten.

Ach ja, der Schreibtisch.

Ich mäandere mich gerade durch drei oder vier Aufträge. Dann durch fünf, als mir einfiel, dass ich vor zwei Wochen eine Mail bekam mit der Bitte das Konzept zu korrigieren. Ich druckte aus, stolperte über die ersten Formulierungen und bat die KI mir zu helfen, den Text zu optimieren. Es kamen gute Bausteine heraus, die ich in den Text einarbeitete. Farblich markiet und als Vorschläge unter die Absätze gesetzt. Die Kundin kann jetzt entscheiden, was sie annehmen möchte.

Für meinen neuen Job eine Mail formuliert, mir fehlen noch ein paar Termine. Mal sehen, ob noch Termine reinkommen. Ich habe einen Zeitpunkt gesetzt bis wann sie sich melden sollen.

Mir meinen Kalender angeschaut und weiter mäandert. Ich merke, dass es mir schwerfällt mich auf die Vorbereitung eines Workshops zu konzentrieren, der in 10 Tagen stattfindet. Daher mäanderte ich weiter zu einem weiteren Auftrag – Leitungsqualifikation. In den Modulen, die mir zur Vorbereitung dienen, sind auch Ideen für den Konzeptionsworkshop enthalten. Irgendwann war der Kopf voll. Ich verließ den Schreibtisch ging zum Einkaufen und wurde vor dem Weinregal schwach.

Ich nahm Rotwein für den Abend mit.

Interessanterweise sind wieder mehr Menschen mit Masken unterwegs. Corona, Influenza – die Maske als Schutz. Der Laden hat auch noch immer ein Handesinfektionsgerät am Ein- bzw. Ausgang stehen, der funktioniert.

Nach dem Einkaufen von Speis und Trank mäanderte ich wieder am Schreibtisch durch verschiedene Dinge. Kinderschutzkonzept, pädagogische Konzeptionsentwicklung zwischendrin mal Mails und Korrekturlesen einer Rezension und diese zur Veröffentlichung freigeben. Was man halt so macht. Irgendwann dann beschlossen es ist genug. Den Wein geöffnet und ein paar Minuten mit dem Traumschiff auf Bora Bora gelandet.

Abendmahl

Das Abendmahl bestand aus Basmatireis und einem selbstkreierten Curry. Beim Kochen an Biolek denken müssen, der sich in seiner Kochsendung durch verschiedene Weinanbaugebiete trank. Ich war immer sehr fasziniert davon, wie viel verschiedene Weine jemand trinken kann und dabei noch gradaus sprechen kann.

Mein Weinkonsum beschränkte sich auf eineinhalb Gläser und war deutlich im Körper zu spüren. Ich nehme das als gutes Zeichen, da ich meinen Alkoholkonsum auf fast null reduziert habe. Ausnahme die Flasche Rotwein, die jetzt wieder für drei Tage reicht, bis sie leer ist, um dann wieder für ein paar Wochen komplett zu verzichten. Es ist wie dieses Ding mit der Schokolade bei mir. Das geht immer mal eine Weile und irgendwann kauf ich dann eine oder zwei Tafeln, dann ist wieder gut. So richtig ganz mag ich nicht verzichten. Freue mich aber auf jeden Tag und jede Woche, die ich ohne Alkohol verbringe. Das war auch mal anders und zeigte mir, wie suchtgefährdet ich bin bzw. wie sehr sich der Körper daran gewöhnen kann.

Tagebuchbloggen |

03.02.2026 – Verwirrende Entwirrung

Frau Mohnblume bloggt 4. Februar 2026 |

In meinem Kalender habe ich viele Termine stehen. Der Monat März ist voll und bereitet mir echte Sorge. Die letzten Tage war ich zum einen damit beschäftigt Telefonate mit Kunden zu führen, Telefonate mit Auftraggebern, Geschäftsmails zu schreiben und Termine zu sortieren.

Irgendwo entstand dann Verwirrung. In meinem Kalender standen zwei Termine, im Flyer stand zu den Terminen eine andere Person. Die Termine die safe und sicher waren an den Auftraggeber rückgemeldet zusammen mit „habe Honorarvertrag“ und „ohne Honorarvertrag“. Es kam eine Mail zurück und siehe da, meine Termine waren ok. Denn einen der beiden Doppeltermine übernimmt die Kollegin, den anderen ich. So blieben die Termine im Kalender stehen.

Win 95

Das zweite, was ich tat, MonAmour mit Internet zur Seite stehen.

Der Schwieger hatte irgendwann angerufen, sein PC schnaufe so. Dann noch ein Anruf, ob man denn den nicht reinigen könnte. Also fuhren wir am Samstag los und kümmerten uns. Das Kümmern dauerte länger als gedacht. Ich hatte mir wohlweislich Arbeitszeugs mitgenommen. Der PC war zwar gereinigt, hatte dafür jedoch irgendwie sein CD-Laufwerk verloren.

MonAmour hatte eine Reinigungscd ins Laufwerk gelegt und dann war es geschehen. Ich war zu dem Zeitpunkt noch unten im Haus beschäftigt. Irgendwann kam er mich holen, wegen Support via Smartphone zur eventuellen Fehlerbehebung. Es mag Zufall gewesen sein, jedenfalls ließ sich das CD-Laufwerk nicht mehr installieren und eine Neuinstallation war auch nicht möglich, weil das Laufwerk nicht mehr da war. Irgendwann gaben wir auf und fuhren nach Hause.

Am Sonntag führte der Weg wieder zum Schwieger. MonAmour hatte sich inzwischen schlau gemacht. Ich begleitete ihn direkt zum Ort des Geschehens. Wieder ausgerüstet mit Arbeitszeugs. Er probierte verschiedene Dinge aus. Vergebens. Inzwischen hatten wir auch schon unseren Mann für Notfälle kontaktiert. Der sich dann auch am Montag meldete. Da waren wir jedoch schon wieder wegen Sachen PC unterwegs.

Nun ist es ja so, dass der PC des Schwiegers ein Dinosaurier ist, der im Jahr 1994/95 einmal zu den besten seiner Zunft gehörte. Einer der zwar bereits mit CD-Laufwerk ausgerüstet war, doch das Hauptspeichermedium waren damals Disketten. Zufälligerweise kaufte ich mir 1997/98 einen PC gleicher Bauart. Der hier auch noch Dienst leistet, weil bestimmte Dinge nur auf diesen Altrechnern funktionieren. Darin ein CD-Laufwerk. So kam es, dass wir den Alt-PC mitnahmen sowie diverse Treiberdisketten, Starterdisketten und Installationscds mit Win 95.

Beim herumstöpseln von einem PC zum anderen fanden wir heraus, dass auch damals schon sich die Stecker geändert hatten. Und obwohl Gamer auf PS2-Anschlüsse schwören, war nirgendwo in den Computergeschäften ein Adapter aufzutreiben. Von dem wir dachten, dass wir ihn brauchen. Doch manchmal steckt der Fehler im Detail. Den MonAmour dann auch entdeckte und so konnte doch noch der PC des Schwiegers neuinstalliert werden. Jetzt steckt in seinem PC unser Altlaufwerk. Zwischendrin röchelte die CPU mal wie eine Kaffemaschine und wir überlegten, ob dies wohl auch das erste Gerät für Kaffeenachschub war. Ich warte ja immer noch auf diese Multifunktionsgeräte, die neben Drucken auch noch Kaffeekochen können oder Rechner, die beim Befehl Kaffee auch gleich den gefüllten Latte Macchiato Becher ausschmeißen.

Jedenfalls dauerte es bis fast mitten in die Nacht, bis der Rechner des Schwiegers mit all seinen Gimmicks wieder lief. Auf diesem Rechner ist ein CAD-Programm welches mit einer Maschine verbunden ist, die dann lustige Sachen mit Styropor macht, beispielsweise Flächen für Modellflugzeuge schneidet. Deshalb war es auch so wichtig diesen Rechner wieder zum Laufen zu bringen. Mit einem neuen – der Gedanke war auch im Raum – wäre der Schwieger überfordert. Zudem hätte man diese alte Win 95 – Welt dort installieren müssen, damit die Maschine weiterhin Flugmodelle ausspuckt.

Derweil hatte ich Zeit, neben Internet-Support per Smartphone, einen Teamtag zu planen.

Jetzt ist MonAmour dabei ein CD-Laufwerk zu finden. Sie glauben ja gar nicht, was die Menschen für diese Dinger an Geld haben wollen und zu welchen Bedingungen. Von wegen Altrechner sind out.

Schreibtischarbeit, die Zweite

Derweil lasse ich es noch etwas ruhig angehen, auch wenn mich angesichts der Termindichte im März schon ein wenig Panik überkommt. Die nächste Zeit – viel Lesen, viel recherchieren, Konzepte erarbeiten. Sehr zu meiner Freude, darf ich dieses Jahr auch öfter verreisen. Bereits im März geht es nach Augsburg. Im Mai fast an den Bodensee.

Ente am See – aus vergangenen Tage ohne Zusammenhang
Tagebuchbloggen |

Post navigation

← Ältere Beiträge
© 2020 Frau Mohnblume bloggt | Impressum Datenschutzerklärung
↑
Hinweispflicht zu Cookies

Webseitenbetreiber müssen, um Ihre Webseiten DSGVO konform zu publizieren, ihre Besucher auf die Verwendung von Cookies hinweisen und darüber informieren, dass bei weiterem Besuch der Webseite von der Einwilligung des Nutzers in die Verwendung von Cookies ausgegangen wird.

Der eingeblendete Hinweis Banner dient dieser Informationspflicht.

Sie können das Setzen von Cookies in Ihren Browser Einstellungen allgemein oder für bestimmte Webseiten verhindern. Eine Anleitung zum Blockieren von Cookies finden Sie hier.

WordPress Plugin Entwicklung von BST Software
Diese Seite verwendet Cookies. Zur Analyse meiner Website benutze ich Koko-Analytics um zu sehen, welche Artikel Sie interessieren. Es werden keine Daten mit externen Diensten ausgetauscht oder Cookies gesetzt.
Weitere Informationen