Ausgegliedert
Neulich kam ich auf die lustige Idee, ich könnte auf meiner beruflichen Website, das Büchercafé ausgliedern. Also eine Subdomain anlegen auf der dann die Seiten vom Büchercafé liegen. Ob das jetzt schlau ist, weiß ich nicht. Auf jeden Fall ist es eine weitere Arbeitsbeschaffungsmaßnahme, mir könnt ja sonst langweilig werden.
Ausgliedern würde ich auch gerne Verwaltungskram und Aufräumkram. Beispielsweise das Auffüllen von Moderationsmaterial, Rechnungen schreiben, versenden, etc.
Ausgeliedert habe ich inzwischen die Geschichte zur Feststellung des Erwerbsstatus. Die Sachen liegen jetzt bei einem Anwalt. Wir sind jetzt von der Anhörung zum Widerspruch übergegangen. Nachdem die Rentenversicherung mir bei insgesamt vier Terminen im Jahr mit dem Auftraggeber unterstellt ich sei abhängig beschäftigt. Dabei gehen wir beide davon aus, dass ich selbständig bin. Der Auftraggeber gibt mir weiter Aufträge. Was mich natürlich freut. Wo die Sache allerdings noch landen wird ist ungewiss. Eine Klage werde ich nicht einreichen. Ich sollte einen weiteren Termin machen, für den Fall, dass auch der Widerspruch ins Leere läuft. An die Kosten mag ich gar nicht denken.
Kosten
Kosten tut jetzt auch der neue PC etwas. Es war gar nicht so einfach, vor allem mich selbst davon zu überzeugen, wirklich Geld auszugeben. Heute habe habe ich mit ganz viel Herzklopfen einen neuen PC bestellt. Herz schlägt noch immer Purzelbäume und harmoniert mit dem Kopf, der fragt, was ich mir wohl dabei gedacht habe.
Noch schwanke ich Kopf- und Herzmäßig zwischen Vorfreude und Bedauern. Zwischen „Wann kommt das Paket“ und „Geb ich wieder zurück“. Höchst verunsichert gerade.
Das die Entscheidung gerade in diese Woche gefallen ist, in der alle fünf Minuten jemand was von Black Week erzählt und Hot Deal erzählt, ist reiner Zufall. Soweit ersichtlich profitiere ich nicht davon, weil kein Hot Deal gewesen. Sondern wohl überlegte Konfiguration mit Softwareinstallation, die vom Hersteller getätigt wird. Ich muss mich um nichts kümmern, außer der Bezahlung. Mit ist noch immer nicht wohl. Mal sehen, wie es mir geht, wenn das Paket angekommen ist und ich das Gerät in Händen halte.
Ein Tag später – langsam siegt die Vorfreude trotz der Ausgaben.
Nein, ich gebe ungern Geld aus. Es fällt mir auch schwer, solche Entscheidungen zu treffen. Nachdem ich jetzt fast fünf Wochen recherchiert habe, mein Budget dafür im Kopf hatte, welches ich spontan erhöhte, für etwas mehr Leistung, traf ich dann mit viel viel Herzklopfen die Entscheidung bei einem soliden Hersteller. Selbst beim Bestellvorgang zögerte ich noch Minuten, um dann, nach gefühlt einer halben Stunde, des nochmaligen Abwägens, des Für und Wider, die Bestellung aufzugeben. Vielleicht liegt es auch einfach daran, dass es für mich einfach eine hohe Summe ist. Für den ein oder anderen ist es Peanuts. Doch wer weiß, was man in Anlehnung an den Tarif als Sozialarbeiter für 20 Stunden in Teilzeit in einem Monat verdient, weiß, dass solche Ausgaben einfach weh tun. Die dann in einem kleinen Kasten stecken, dessen Wertverfall in dem Augenblick einsetzt, wo das Gerät mit der Post das Haus des PC-Dealers verlässt. Vermutlich schon bei der Bestellung selbst.
Schnee
In der Nacht von Sonntag auf Montag hat es geschneit. Am Morgen lag weißes Zeug auf den Wegen, Straßen, Gärten und Dächern. MonAmour hat sich wieder daran erinnert, dass es Räumpflichten gibt, er hatte das kurzzeitig vergessen und sich über Schneeschiebergeräusche gewundert. Der Schneeräumdienst, den die Nachbarn hier beauftragt haben, wurde wohl auch völlig vom Schnee überrascht. Er ließ sich hier nicht blicken.
Noch während MonAmour die Schneeschaufel schwang wurde es wärmer und die Schmelze setzte ein. Vielleicht auch die leise Hoffnung des Räumdienstes.
KI/ChatGPT
Einige Immobilienmakler sind dazu übergegangen die Bilder der Immobilieninnenräume im Original und mit KI visualisiert zu zeigen. Ich persönliche merke, wie es mich diese künstlichen Bilder stören. Sie sind für mich wenig hilfreich, weil diese Bilder oft Mobiliar zeigen, welches nicht meinen Geschmack widerspiegelt. Die echte Darstellung der Räume lässt mir hier viel mehr Spielraum. Auch die vermutlichen Mängel der Immobilie zu erkennen. Vor allem ist es, finde ich unnötig, diese KI Visualisierung, da ich diese Möglichkeit ja auch selbst habe. Da brauche ich ja nur den Button KI zu drücken.
KI bzw. ChatGPT nutze ich inzwischen für erste Ideen zur Konzeption von Workshops. Das ist nett. Allerdings wäre mir eine echte Kollegin, die mit mir Ideen spinnt und ins sichere Netz bringt lieber.
Inzwischen soll es ja Teenager geben, die lieber mit KI bzw. ChatGPT reden, als mit ihren Eltern. ChatGPT ist eben immer nett. Höflich. Zuvorkommend. Kein „Räum dein Zimmer auf“, „Was hängst du schon wieder am Smartphone“. ChatGPT hat ja auch immer Zeit. Meistens, jedenfalls. Hört zu. Interessiert sich.
Zugegeben bei den oft netten Antworten muss man schon aufpassen, dass man, also ich, nicht vergesse, dass es eben keine Kollegin, sondern ein Algorithmus ist, der da die Antworten und hübschen Konzepte raushaut.
Apropo Workshop.
Nicht ganz solange, wie für die Kaufentscheidung, brauchte ich, um dem Auftraggeber, der noch weitere Workshopanfrage an mich sandte, die eine Anfrage abzulehnen, dafür die andere anzunehmen. Insgesamt habe ich jetzt gut zu tun. Auch das zweite Halbjahr ist mit den neuen Modulen, die sich jetzt einstellten, zumindest jetzt so gefüllt, dass wir nicht Hunger leiden müssen. Vermutlich jedoch frieren. Das zweite Halbjahr darf sich gerne noch füllen. Jetzt müssen alle angefragten Fortbildungen nur noch stattfinden. Ja, ja, auch den Tag vor den Abend zu loben, liegt mir nicht so.
Vor einem Jahr hätte ich ehrlicherweise nicht gedacht, dass ich im Jahr 2026 einen ganz okay gefüllten Auftragskalender habe. Wo ich mich doch gerade vor der Vorbereitung des nächsten Workshops drücke. Die ich in exakt einer halben Stunde angehen werde. Die Themen sind schon klar, sie müssen noch mit Inhalt und Gruppenarbeiten gefüllt werden. Nein, das macht nicht ChatGPT, obwohl….
Jetzt erstmal noch einen Kaffee gebrüht und dann kann die Arbeit beginnen.
Weihnachtsgedöns
Hier sind erste Weihnachtsleckereien eingetroffen. Sie sind zwar als Geschenke gedacht und für die Schwiegerschwester, doch die Weihnachtsmänner und Lebkuchen verströmen allein durch ihren Anblick schon ein wenig Weihnachtsflair.
Vielleicht gibt es für die Arbeitsmotivation noch ein oder zwei Dominosteine zum Kaffee. Arbeit soll ja auch Freude machen, gell.
So und nun, verabschiede ich mich für heute.
Schlumpfen Sie schön.
