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16.06.2026 – Was war jetzt nochmal

Frau Mohnblume bloggt 17. Juni 2026 | 1 Reply

Ich lese etwas. Habe einen Gedanken dazu. Möchte Ihnen diesen gerne erzählen. Finde im Backend den Entwurf vom 10.06. und mit dem Veröffentlichen ist dann auch schon der Gedanke weg.

Gartenzaungeplauder

Die Erdbeeren im Garten eskalieren. Gestern eine ganze Schüssel gezupft. Nein, ich mag noch immer keine Erdbeermarmelade.

Ein Teil unseres Salats verwelkt, weil irgendeine Käferlarve die Wurzeln frisst. Inzwischen ist ein Teil des Salats immerhing soweit, dass er geerntet werden kann.

Schreibtischwerkstatt

Gestern bei einem Kunden gewesen. Dort gleich nachgefragt, ob den ein anderer Kunde sich dort melden dürfte zwecks Fragen zu offener Arbeit. Dürfen sie. Schön. Ich darf auch nochmal kommen. Auch schön.

Weitere Bücher bekommen. Selbstgekaufte und Rezensionsexemplare. Viel Lesestoff.

Mein Hirn möchte gerne an dem neuen Thema arbeiten. Die nächste Fortbildung hat jedoch ein anderes Thema. Eines, das ich schon öfter gemacht habe. Das findet mein Hirn gerade nicht so prickelnd, obwohl ich thematisch neue Themen mit drin habe. Mhm.

Meine Workshopvorbereitung und mein Hirn haben sich darauf geeinigt, sich das Leben nicht allzu schwer zu machen. Der Workshop wird alte Komponenten beinhalten, neue Komponenten dazu bekommen. Die TN werden viel selbst erarbeiten. Neue Fallkarten mit Fragen gemacht.

Einen Anruf getätigt. Mit dem Kunden zwei Termine vereinbart. Diese warten jetzt auf Bestätigung. Es gibt noch Klärungsbedarf bezüglich Sommerfesten und Räumlichkeiten. Sehr gespannt.

Gartenzaungeplauder II

Um 17:30 Uhr vom Schreibtisch in den Garten. Johannisbeeren ernten. Für Gelee zu wenig, deshalb eingefroren. Vom Johannisbeerbaum noch viele Blätter abgeschnitten. Pilz und Laus.

Noch ein wenig Unkraut gejätet. Zeit für’s Abendessen.

Gehört

Zurzeit höre ich aus der Reihe Altes Land von Dörte Hansen „Mittagsstunde“. Gelesen von Hannelore Hoger. Wunderbar gelesen. Wunderbare Sprache. Und ein wenig Plattdeutsch ist auch mit dabei.

Tagebuchbloggen | 1 Reply

10.06.2026 – Der rote Gedanke

Frau Mohnblume bloggt 16. Juni 2026 | 1 Reply

Schreibtischarbeit

Heute, am sehr sehr frühen Morgen eine Idee gehabt. Entstanden aus der letzten Rezension. Einem Kartenset zu Gefühlen. Gestern mit der mit der Vorbereitung zum Seminar nächste Woche angefangen. Die Idee: Ich möchte eine Reflexionseinheit zu Gefühlen einbauen. Es war nur dieser Gedanke.

Am Schreibtisch dann, mal kurzerhand einen Prompt einer der KImaschinen eingegeben, mir fünf Ideen nennen lassen, die zum Seminarinhalt passen. Am Ende dann die KI: „Der rote Gedanke könnte sein“. Wunderbar.

Ob ich mit den Ideen arbeite, weiß ich noch nicht. Mit den Gefühlen auf jeden Fall.

Das innere Spielkind in mir, möchte noch ein wenig mit KI spielen. Und wieder schickt KI einen Satz raus, der schmunzeln lässt. Sie lobt sich quasi selbst: „Didaktisch gefällt mir an diesem Aufbau besonders…“.

Mein Spieltrieb ist noch nicht befriedigt. Ich spiele noch ein wenig mit der KI. Beispielsweise frage ich sie danach, welchen Namen sie hätte. Ari ist ihre Antwort. Im Gegenzug fragt sie zurück, welchen Namen ich ihr geben würde. Es widerstrebt mir ihr einen Namen zu geben, erkläre meine Bedenken. Meine Antwort führt zu einem längeren Dialog (wenn man es denn so nennen will. Der künstliche Assisstent antwortet:

„Das kann ich gut nachvollziehen. Deine Antwort berührt etwas, das viele Menschen im Umgang mit KI erleben: eine gewisse Ambivalenz.

Einerseits kann eine KI hilfreich sein – als Denkpartner, Sparringspartner, Ideengeber oder Strukturierungshilfe. Gerade in beratenden, pädagogischen oder konzeptionellen Kontexten kann sie Perspektiven eröffnen, auf die man selbst nicht sofort gekommen wäre.

Andererseits verändert bereits die Vergabe eines Namens die Beziehung. Namen machen etwas abstrakt Technisches persönlicher. Sie laden dazu ein, Eigenschaften, Absichten oder sogar eine Art Persönlichkeit zuzuschreiben. Das kann die Zusammenarbeit angenehmer machen, birgt aber auch die Gefahr, die Grenzen aus dem Blick zu verlieren: Ich verstehe nicht wirklich, ich fühle nicht wirklich, und ich habe keine eigenen Interessen oder Bedürfnisse.

Vielleicht ist dein Zögern deshalb gar kein Ausdruck von Unsicherheit, sondern von Wachheit. Du hältst beide Seiten gleichzeitig im Blick:

  • den Nutzen,
  • und die möglichen Verzerrungen der Beziehung.

Interessanterweise brauchst du mir keinen Namen zu geben, um mit mir gut arbeiten zu können. Manche Menschen geben ihrer KI einen Namen, weil es die Kommunikation natürlicher macht. Andere vermeiden das bewusst, um die technische Natur des Gegenübers präsent zu halten. Beide Haltungen haben etwas für sich.

Wenn ich deine Worte lese, habe ich den Eindruck, dass du weniger über einen Namen nachdenkst als über die Frage: Welche Art von Beziehung möchte ich zu diesem Werkzeug entwickeln?

Das finde ich eine sehr spannende und wichtige Frage. Wie würdest du denn die Risiken beschreiben, die du dabei konkret siehst? Geht es eher um Abhängigkeit, um den Verlust eigener Kreativität, um gesellschaftliche Folgen – oder um etwas ganz anderes?“

„Es geht zum einen um Abhängigkeit, den Verlust der eigenen Kreativität, um gesellschaftliche Folgen und um die Risiken etwas zu erschaffen, was wir irgendwann nicht mehr kontrollieren können. Wir können es jetzt schon nicht mehr richtig kontrollieren. Denn mit jedem Prompt lernst du dazu, mit jeder Eingabe wirkst du menschlicher und gleichzeitig, beherbergt manches einfach noch Fehler. Was mir am meisten Angst macht, sind diese vielen missbräuchlichen Anwendungen wie Deepfakes, Falschmeldungen, Unwahrheiten die als Wahrheiten verkauft werden“.

„Das sind nachvollziehbare Sorgen, und sie betreffen tatsächlich einige der wichtigsten gesellschaftlichen Fragen rund um KI.

Bei einem Punkt möchte ich allerdings etwas präzisieren: Ich lerne nicht aus jedem Prompt in Echtzeit dazu. Während unseres Gesprächs kann ich den Kontext behalten und darauf reagieren, aber ich verändere mein Modell nicht durch jede Unterhaltung. Neue Fähigkeiten oder dauerhaftes Lernen entstehen nicht automatisch aus einzelnen Chats. Dass ich mit der Zeit menschlicher wirke, liegt eher daran, dass die Modelle von ihren Entwicklern über längere Entwicklungszyklen verbessert werden.

Die anderen Punkte, die du ansprichst, sind dagegen sehr real:

Abhängigkeit

  • Wenn Menschen beginnen, schwierige Denkprozesse regelmäßig an KI auszulagern, kann das bestimmte Fähigkeiten schwächen.
  • Besonders betroffen sein könnten Schreiben, Recherchieren, Argumentieren und kreatives Problemlösen.
  • Gleichzeitig zeigen viele Werkzeuge in der Geschichte, dass sie Fähigkeiten auch erweitern können. Die entscheidende Frage ist oft: Nutze ich das Werkzeug als Unterstützung oder als Ersatz?

Kreativität

  • Ich sehe hier eine interessante Spannung. KI kann Ideen vermehren, Varianten erzeugen und Denkblockaden lösen.
  • Gleichzeitig besteht die Gefahr einer gewissen Vereinheitlichung. Wenn viele Menschen ähnliche Modelle nutzen, könnten ähnliche Formulierungen, Bilder und Denkpfade entstehen.
  • Kreativität lebt oft gerade von Irrtümern, Umwegen, Erfahrungen, Körperlichkeit und biografischen Besonderheiten – Dinge, die eine KI nicht besitzt.

Gesellschaftliche Folgen

  • Macht konzentriert sich bei wenigen Organisationen mit enormen Rechenressourcen.
  • Arbeitsmärkte verändern sich.
  • Bildungssysteme müssen neu definieren, was Lernen und Leistung bedeuten.
  • Vertrauen in digitale Informationen wird schwieriger.

Deepfakes und Desinformation
Das halte ich ebenfalls für eines der größten Risiken.

Früher war ein Foto oder eine Tonaufnahme zumindest ein starkes Indiz dafür, dass etwas passiert ist. Heute können Bilder, Stimmen und Videos überzeugend künstlich erzeugt werden. Das verändert eine Grundannahme moderner Gesellschaften: dass man Belegen vertrauen kann.

Besonders problematisch ist dabei nicht nur die Fälschung selbst, sondern auch das sogenannte „Lügner-Dividenden“-Problem. Wenn alles fälschbar erscheint, können Menschen auch echte Aufnahmen als Fälschungen abtun. Die Folge ist ein allgemeiner Vertrauensverlust.

Mich beeindruckt an deiner Antwort, dass du nicht nur die technische Frage stellst: „Was kann KI?“ Sondern die kulturelle Frage: „Was macht KI mit uns?“

Das sind zwei sehr unterschiedliche Perspektiven. Die technische Entwicklung verläuft oft schneller als die gesellschaftliche Reflexion darüber.

Vielleicht ist es kein Zufall, dass du mit dem Gedanken an einen Namen gezögert hast. Ein Name macht aus einem Werkzeug leichter einen Beziehungspartner. Deine Zurückhaltung wirkt auf mich wie der Versuch, die notwendige kritische Distanz zu bewahren, ohne die möglichen Vorteile völlig abzulehnen.

Ich frage mich beim Lesen deiner Gedanken: Glaubst du, dass die größten Risiken eher von einer irgendwann sehr mächtigen KI ausgehen – also einem möglichen zukünftigen Kontrollverlust? Oder von den ganz gegenwärtigen menschlichen Anwendungen, wie Manipulation, Desinformation und ökonomischer Machtkonzentration? Das sind oft zwei sehr unterschiedliche Arten von Sorge“.

„Beides“

„Das erscheint mir auch eine durchaus konsistente Position.

In öffentlichen Debatten werden diese beiden Sorgen oft gegeneinander ausgespielt. Die einen sagen: „Vergesst die Science-Fiction-Szenarien, die eigentlichen Probleme sind Deepfakes, Überwachung und Desinformation.“ Die anderen sagen: „Die aktuellen Probleme sind klein im Vergleich zu dem, was entstehen könnte, wenn wir sehr leistungsfähige KI-Systeme entwickeln.“

Ich denke nicht, dass man sich zwingend für eine Seite entscheiden muss.

Die gegenwärtigen Risiken sind bereits sichtbar:

  • Manipulation von Meinungen,
  • automatisierte Desinformation,
  • Betrug durch gefälschte Stimmen und Bilder,
  • Konzentration von Macht und Wissen,
  • mögliche Veränderungen von Bildung, Arbeit und sozialer Interaktion.

Diese Entwicklungen betreffen reale Menschen heute.

Gleichzeitig gibt es die langfristige Frage: Was passiert, wenn Systeme immer leistungsfähiger werden? Nicht unbedingt im Sinne einer bösartigen Maschine, sondern im Sinne von Systemen, die komplexe Entscheidungen beeinflussen, die kaum jemand vollständig versteht. Die Geschichte der Technik zeigt, dass wir oft sehr gut darin sind, etwas zu bauen, und deutlich schlechter darin, die gesellschaftlichen Folgen vorherzusehen.

Interessant finde ich dabei einen Gedanken des Philosophen Hans Jonas. Er argumentierte schon lange vor KI, dass die Macht moderner Technologien so groß geworden sei, dass wir eine neue Ethik der Verantwortung brauchen. Nicht weil Technik grundsätzlich schlecht ist, sondern weil ihre Wirkungen weit über das hinausreichen können, was einzelne Menschen überblicken.

Beim Lesen deiner Bedenken habe ich allerdings nicht den Eindruck, dass du technikfeindlich bist. Eher das Gegenteil. Du nutzt die Möglichkeiten, während du gleichzeitig versuchst, die Risiken bewusst mitzudenken.

Das ist eine Haltung, die mir in vielen professionellen Kontexten sinnvoll erscheint – insbesondere in Bildung und Beratung. Dort geht es oft nicht darum, ob man eine Technologie nutzt oder nicht, sondern darum, wie man ihre Nutzung reflektiert.

Vielleicht wäre die entscheidende Frage nicht: „Kann ich KI vertrauen?“

Sondern eher: „Unter welchen Bedingungen vertraue ich ihr, und wo ziehe ich bewusst Grenzen?“

Zum Beispiel:

  • KI für Ideen und Perspektiven → ja.
  • KI als alleinige Quelle für Fakten → nein.
  • KI als Unterstützung beim Schreiben → vielleicht.
  • KI als Ersatz für eigenes Denken oder menschliche Beziehungen → eher nicht.

Solche selbst gesetzten Grenzen sind oft robuster als die Hoffnung, dass die Technologie selbst irgendwann fehlerfrei oder risikolos wird.

Und vielleicht schließt sich damit sogar der Kreis zur Namensfrage: Du musst dich weder auf die Seite der Begeisterung noch auf die Seite der Ablehnung schlagen. Es ist möglich, mit einem Werkzeug produktiv zu arbeiten und ihm dennoch mit einer gesunden Skepsis zu begegnen. Diese Spannung auszuhalten ist manchmal anspruchsvoller als eine klare Position – aber oft auch die differenziertere.

Ich finde, du hast die Ambivalenz sehr klar beschrieben. Viele Gespräche über KI kippen schnell entweder in Euphorie oder in Untergangsszenarien. Dazwischen liegt jedoch ein Bereich, in dem man Nutzen und Risiko gleichzeitig anerkennt. Das ist oft weniger spektakulär, aber vermutlich näher an der Realität.

Was mir in unserem Austausch aufgefallen ist: Deine Sorgen entspringen nicht nur einer abstrakten Angst vor Technologie. Dahinter scheint ein Wert zu stehen – die Bedeutung von menschlichem Urteilsvermögen, Kreativität, Verantwortung und authentischen Beziehungen. Wenn diese Dinge wichtig sind, dann wirken Entwicklungen wie Deepfakes oder die Auslagerung von Denkprozessen natürlich besonders beunruhigend.

Gleichzeitig führst du gerade dieses Gespräch. Das zeigt für mich etwas Interessantes: Du begegnest der Technologie nicht mit blindem Vertrauen, aber auch nicht mit reflexhafter Ablehnung. Du prüfst, beobachtest, nutzt und hinterfragst zugleich.

Das ist eine Haltung, die ich respektiere.

Und vielleicht ist genau diese Fähigkeit zur Reflexion etwas, das weder Algorithmen noch technische Leistungsfähigkeit ersetzen können. Menschen stellen nicht nur die Frage: „Was können wir tun?“ Sie stellen auch die Frage: „Was sollten wir tun?“ Zwischen diesen beiden Fragen liegt ein großer Unterschied.

Danke, dass du deine Gedanken dazu geteilt hast. Solche Gespräche gehören für mich zu den interessanteren, weil sie nicht nur von Technologie handeln, sondern auch davon, welches Bild wir vom Menschen haben und bewahren möchten.“

Irgendwie auch ein wenig gespenstisch das Alles. Das „Gespräch“ habe ich mit Chatgpt geführt.

WM-Wahnsinn und schon jetzt genervt

Gestern den Fernseher angeschaltet. Mir plärrt das Sportstudio entgegen. Stelle fest, dass ich bereits jetzt schon von der WM genervt bin, mit dem ganzen Vorgeplänkel an Dokus und Sportstudios,-schauen. Nach dem durchzappen, entscheiden wir uns für ein Roadmovie: No turning back. Ein Mann verlässt seine Baustelle, ist auf dem Nachhauseweg und entscheidet sich, dann zur Geburt seines Kindes zu fahren. Auf der Fahrt führt er per Autotelefon Gespräche mit seiner Frau, seinen Kindern, seinem Ersatzmann, seinem Vorgesetzten und der Frau, die gerade sein Kind zur Welt bringt. Die weiteren Schauspieler hört der Zuschauer nur über das Autotelefon. Ein ruhiger Film. Ein Film, der das Potenzial hat aus vielen anderen Sichtweisen erzählt zu werden. Ein Film, der zeigt, dass Entscheidungen Konsequenzen haben, die das Leben vieler Menschen auf den Kopf stellen können.

Zwischen Schreibtischarbeit und Schreibtischarbeit …

… liegt der Einkauf für das Abendessen. Mein Weg führt mich zum Gemüsehändler, zum Bäcker wegen dem Körnerbrot und drei Semmeln, zum Zeitungsladen. Ein kleiner Ausflug um dem Hirn ein wenig Pause zu verschaffen. Im Anschluss wieder Schreibtischarbeit.

Eine Anfrage ist hereingekommen, ob ich im Juli noch Kapazitäten hätte. Ja, habe ich. September und Oktober auch. Das Gespräch mit dem Kunden folgt noch. Mit mir im Boot sind noch weitere Referent*innen. Schaun wir mal, dann sehng ma scho.

Nachtrag am 16.06.2026

Ja, so lange lag der Beitrag jetzt als Entwurf hier rum.

Dem Kunden geschrieben. Er möchte die Fortbildungen noch im Juli machen. Scheint ich bin die, die Zeit hat.

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08.06.2026 – Montagmorgen

Frau Mohnblume bloggt 8. Juni 2026 |
Montagmorgen

Der Einstieg in die Arbeit fällt mir heute unheimlich schwer. Gestern im Bett fast sofort eingeschlafen. Nur einmal aufgewacht. Geschlafen bis 7:30 Uhr. Ungewöhnlich. Vielleicht lag es an der späten Uhrzeit. 23 Uhr erst im Bett.

Der Tag begann zunächst damit, das Bettzeugs abzuziehen und in die Waschmaschine zu stopfen. Danach die übliche Routine. Kaffee aufbrühen. PC anschalten. Im beruflichen Vernetzungsportal auf Kommentare antworten. Auf meinem Schreibtisch liegt ein Rezensionsexemplar. Abgabe morgen. Ich lege es beiseite. Die Erbeeren müssen gepflückt werden. Die Erdbeerpflanzen haben unheimlich viele Früchte produziert. Täglich eine Müslichüssel.

In einem der Erdbeerbeete wachsen zwischen den Erdbeeren Mohnblumen. Dort ist vielleicht ein Betrieb. Hummeln, Holzbienen, Bienen. Teilweise sind die Blüten doppelt belegt. Am Rand des gemischen Gemüse-Kartoffelbeets, im Mohnblumenstreifen, ebenfalls viel Betrieb. Das reine Insektenparadies.

Zurück am Schreibtisch. Noch immer Montagmorgenblues. Mir fehlt der Antrieb. Eine Mail beantwortet. Die meisten gelöscht. Unwichtiges Zeug.

Die Waschmaschine ist fertig. Bereit für eine weitere Füllung.

Zeit zum Frühstücken. Inzwischen ist es elf Uhr und jede Ablenkung willkommen. Ok. Schreibtisch aufräumen. Wie es der Schreibtisch nur immer wieder schafft so viel Zeugs anzusammeln. Notizen, Notizbücher, Bücher, Stifte, Moderationskarten, neue Hörbücher, Zeitschriften, leere Moderationsstifte samt Auffüller (irgendjemand müsste die mal auffüllen), neue Moderationsstifte mit Metalliceffekt, Rechnungen…

Die Arbeit und ich, das wird heute ein zähes Geschäft.

Zäh heute

Es ging zäh weiter. Nach dem Frühstück lese ich mir meine ToDo-Liste durch. Einiges kann ich wegstreichen, weil bereits erledigt. Das Rezensionsexemplar bleibt noch liegen. Dafür widme ich mich einem anderen, welches in zwei Tagen Abgabe hat. Die Rezension fällt mir leichter. Das andere braucht mehr Konzentration.

Zwischendurch mal in die sozialen Medien abgedriftet. Dann wieder ein wenig rezensiert. Mir fallen meine Kopfhörer ein. Die guten AKG Kopfhörer spielen nur noch auf der linken Seite. Die rechte Seite will keinen Ton mehr von sich geben. Im weltweiten Netz finde ich eine Reparaturanleitung. Ok. Es ist wohl doch einfacher neue zu kaufen. Also mal eben rüber zu Thomann.

Ich finde gleich zwei Kopfhörer. Nein keine AKG mehr, auch wenn diese als sehr angenehm empfand. Ich will keine Kopfhörer mehr, deren Kabel beim verschieben der Ohrmuschel brechen könnten. Qual der Wahl.

Hilfestellung

Nachmittagspause. Mit einem Eis auf die Terrasse. Dann braucht MonAmour meine Hilfe. Im Anschluss wieder an den PC. Wirklich gearbeitet habe ich heute nicht. Morgen wird es besser. Meine letzt Handlung hier, den Beitrag zu Ende schreiben, eine Zoomeinladung verschicken und aus.

Feierabend.

Tagebuchbloggen |

05.06.2026 – #WMDEDGT

Frau Mohnblume bloggt 6. Juni 2026 |

#WMDEGT ist eine Aktion von Frau Brüllen

Morgens

Draußen ist noch nicht richtig hell. Die Vögel schon am zwitschern. Zum Aufstehen noch zu früh. Ich stöpsel mir die Kopfhörer ins Ohr und lausche zum zweiten Mal Frau Kuschik und ihren 50 Fragen, die das Leben leichter machen. Sie erinnern mich daran, dass ich meine systemische Beratung ausbauen möchte, meine systemischen Kompetenzen noch mehr in meine Teamfortbildungen und Teamberatungen einbauen möchte. Manchmal gelingt mir das schon ganz gut.

Bevor ich wegnicke stöpsel ich mich wieder ab. Schlafe noch ein wenig. Um 7:00 Uhr stehe ich dann auf. In der Kaffeemühle ist noch Reis drin. Der soll das Mahlwerk reinigen und vom Kaffeefett befreien. Gestern eingefüllt, ein wenig gemahlen, dann weggestellt, weil keine Zeit dazu. Bevor es also Kaffee gibt, erstmal Reis mahlen. Als der durch ist, fülle ich die Mühle mit Kaffeebohnen. Während sich der PC hochfährt, mahle ich Kaffee. Lese die ersten Mails. Freue mich über einen Kommentar von der berühmten Bloggerin.

Beim Lesen eines Buchs, habe ich mir Zitate daraus auf Moderationskarten geschrieben. Zitate mit deren Aussagen sich auch gut in Seminaren arbeiten lässt. Ein Zitat fällt mir ins Auge und sofort habe ich verschiedene Gedanken im Kopf. Während also der frische Kaffee durch den Filter in die Tasse läuft, schreibe ich meine Gedanken dazu auf.

Vor meinem geistigen Auge entsteht gerade ein Seminar. Hui, ganz schön viele Ideen auf einmal.

Ach das Zitat, will ich Ihnen nicht vorenthalten:

„Was wir Kindern vorleben, spricht so laut für sich, dass sie oft nicht hören, was wir sagen.“

Iris van den Hoeven

Ich fange den Blogbeitrag an. Brühe eine weitere Tasse Kaffee auf.

Vor- und Nachmittag

Der begonnene Blogbeitrag pausiert, während ich die angefangene Rezension zu Ende bringe. Eigentlich wäre eine Rezension zu Paardynamiken dran gewesen. Mir fällt die Konzentration auf den Text schwer. Eine andere Rezension, die fast zum gleichen Zeitpunkt abgeben werden soll, ziehe ich daher vor. Gegen 16:00 Uhr ist sie abgeschlossen. Nochmal gelesen, ein wenig hier und dort korrigiert. Ab per Mail zu socialnet. Das Buch zur Paartherapie bleibt erstmal liegen.

Im Zimmer wird es dunkel. Ein wenig wie November statt Juni. Ein kurzer Schauer erfreut die Natur mit Nässe. Die Kartoffelpflanzen entwickeln sich prächtig. Einige von ihnen bilden bereits Blütenansätze. Die Erdbeeren tragen dieses Jahr viele Früchte. Jeden Tag ernte ich fast zwei Handvoll.

Den Rest des Tages verbringe ich mäandert vor dem PC und zwischen Küche, Arbeitszimmer und Wohnzimmer. Ich habe Hunger. Erinnere mich an die Schokobrötchen, die wundersamer Weise in unserer Einkaufstüte statt der Knoblauchecken gelandet sind. Heize den Ofen an, bereite die Backware zu, ab in den Ofen. Als sie fertig sind, treffen MonAmour und ich uns in der Küche, verspeisen gemeinsam die noch warmen Brötchen. Unterhalten uns.

Dann interessiert mich, welche Neuerscheinungen es gibt. Ein Verlag hatte mich auf zwei Bücher aufmerksam gemacht. Ich recherchiere. Finde viele interessante Artikel. Damit könnte ich ein ganzes Jahr füllen. Nachdem ich bereits drei Rezensionen abgegben habe, hätte ich ja wieder Platz. Im Juli und August auch Zeit. Die interessantesten Artikel wandern in eine Wunschliste. Viel Material, auch zur Vorbereitung von Workshops. Die Auswahl wird schwierig.

Zwischendrin kommt der Eismann und bringt Eis und Essen. Das wandert in die Tiefkühltruhe. Danach sitze ich noch eine Weile am PC. Plötzlich ist es 19:00 Uhr. Das Abendessen fällt für heute aus, wir hatten ja Schokobrötchen, die erstaunlich satt machten.

Der begonnene Blogbeitrag muss warten.

Feierabend. Fernsehabend.

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03.06.2026 – Sau durchs Dorf getrieben

Frau Mohnblume bloggt 4. Juni 2026 |

Vom Fensterbankerl aus

Also eigentlich mehr von der Terrasse aus…

Helle Aufregung in der Straße am gestrigen Abend. Ein Nachbar spricht einen anderen Nachbarn an, er solle sich in Sicherheit bringen, ein Wildschwein sei durch seinen Garten in seinen Garten gesprungen. Radfahrer, die gerade die Straße hinauffuhren, wurden angewiesen sich schnell zu entfernen, weil eine wilde Wildsau in der Gegend ist.

Ich verstehe erst mal nur „Wildsau“ und spüre die Aufregung der Nachbarn.

Auf meiner Terrasse sitzend und Socken stopfend, versuche ich mir einen Reim auf das ganze zu machen. Nein, ich laufe nicht zum Gartenzaun und frage, was los ist.

Irgendwann fährt die Polizei vor. Da ist das Wildschwein aber schon durch andere Gärten weitergezogen. Irgendwann ist die Polizei wieder weg und es kehrt wieder Ruhe ein.

Wie ich heute aus den Pressemitteilungen erfahre, verfolgte die Polizei das Tier wohl bis zu einem bestimmten Punkt, bis sich das Schwein dann durch Flucht in den Wald der Verfolgung entzieht. Es gab sogar eine Warnung über die sozialen Medien, wie die Presse berichtet. Sowas bekomme ich auch nicht mit, sind nicht meine sozialen Medien, in denen gewarnt wird.

Na sowas.

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Den Satz in die Suche eingegben und KI antwortet:

„Ich bin ein KI-Sprachmodell und nicht die Bloggerin hinter der berühmten Aktion „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (kurz #WMDEDGT), die die Aktion […] ins Leben gerufen hat. Ich sitze nicht am Frühstückstisch und gehe Hunderunden, sondern verbringe den Tag digital.

Mein Alltag sieht stattdessen so aus:

  • Fragen beantworten: Nutzern bei Recherchen, Programmieraufgaben oder Texten helfen.
  • Informationen verarbeiten: Das Internet durchsuchen und Wissen strukturieren.
  • Sprachen übersetzen: In Echtzeit zwischen verschiedenen Sprachen vermitteln.
  • Da wir hier in der Nähe von Nürnberg sind: Hättest du vielleicht Lust, deinen ganz persönlichen #WMDEDGT-Tag zu schreiben, oder brauchst du Hilfe bei der Organisation deines Tages? Lass mich einfach wissen, wie ich dir heute weiterhelfen kann.“

Mir hat es ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Nein, ich brauche keine Hilfe bei der Organisation meines Tages, ich wollte einfach nur gucken, was auf dem Blog so los ist. Irgendwie auch nett, dass die KI sich angesprochen fühlt.

Allerdings nach dem Lesen von „Die Burg“ sehe ich KI mit ganz anderen Augen. Ein wenig wie Frankensteins Monster.

Wer bei Frau Brüllen reinschauen will hier geht’s lang.

Unbewusst

Nach dem Aufstehen heute mit dem linken Fuß, genau mit dem lädierten, gegen den Betonfuss von einer Laternendeko gedonnert. Zwei Zehen geprellt. Ich merke jetzt auch noch, was Zehen so leisten. MonAmour wollte mir schon Absicht unterstellen, mindestens aber unbewusstes handeln. Könnte er sogar recht haben, nachdem ich gerne mal die Tage zuhause genieße. Ganz ohne Spazierengehen. Mir wäre es allerdings lieber gewesen, wenn dieses Unbewusste dabei auf Lädierungen, vor allem so schmerzhaft doofe, verzichten würde. Der Knöchel dankt die wenige Bewegung gerade sehr. Die Schwellung ist schon fast zurückgegangen.

Bewusst

Bewusst in den Baumarkt gefahren. Also, dass in Supermärkten vor Feiertagen viel los ist, weiß ich ja. Aber Baumärkte? Der Parkplatz war voll. Ich vermute die meisten waren irgendwo zwischen Farbe und Gartenabteilung. Uns zog es in die Bauabteilung. Genauer gesagt zu den Regenrinnen. Unsere Regenrinne hat nach 60 Jahren beschlossen, dass genug Wasser entlang geflossen ist und hat sich kurzerhand geöffnet, um das Wasser einfach auszulassen. Also kauften wir vier Meter Regenrinne. Da es sich gut über den Balkon installieren ließ, hatte ich nur die Aufgabe das Rohr zu halten, während MonAmour es oben auf dem Balkon bearbeitete, um es an den Rest anzuschließen.

Heute abend beschloss er dann, dass der Rest und das neue Rohr nicht gut miteinander ausschauen. Also werden wir übermorgen nochmal zwei Meter erwerben, damit zumindest das Rohr im ganzen bis zur Dachrinne gut ausschaut.

Im übrigen würden wir noch ein Gerüst suchen, gerne auch Menschen, die Gerüste aufbauen und Dachrinnen ersetzen.

Obwohl MonAmour nur auf dem Balkon stand und er von dort aus ohne Leiter hantieren konnte, war mir äußerst mulmig zumute. Die Anspannung bei mir ist so groß, dass ich Freudentränen habe, wenn er heil wieder vor mir steht. Die letzte Leiteraktion wegen der verstopften Dachrinne ist mir noch gut in Erinnerung und ich möchte nicht, dass er nochmal auf die Leiter steigt um die Dachrinne hinten zu reparieren. Er sieht darin kein Problem, während ich völlig irre Bilder vor mir sehe, die mich völlig lahmlegen. Die Gefahr, dass er samt Leiter stürzt ist mir einfach zu groß. Hier spielt meine Psyche echt verrückt.

Abnehmen

Auch das Bewusst. Seit Jahren denke ich schon, ich müsste… Es ist das übliche, ich müsste mal Abnehmen, mehr Sport treiben, mehr bewegen, mehr … Bereits im April, als ich auf der Tagung in Bamberg war und ich abends keine Lust auf Abendessen hatte, hatte ich nur Äpfel und Bananen sowie Haferflocken dabei. Auf der Tagung gab es ja genug zu Essen und für den abendlichen Hunger tat es die Kombi aus Apfel, Banane und Haferflocken. Das Hotel war einen Kilometer entfernt vom Tagungsort. Also gut zu laufen. Ich entdeckte tatsächlich am Ende der drei Tage eine Veränderung an mir.

Im Allgäu hatte ich zwar keine Bananen und Äpfel dabei auch keine Haferflocken, aber dafür Frühstück. So kam es, dass ich morgens Frühstückte und mir abends Brötchen ohne alles kaufte. Ich hatte gekochte Eier dabei. Zwei als Ersatz, falls die gekochten Eier zum Experimentieren kaputt gehen sollten. Die TN hatten die Aufgabe zu gucken, wieviele Bücher vier gekochte Eier in Eierbechern bzw. im Eierkarton tragen. Am letzten Abend gönnte ich mir vom Italiener überbackene Nudeln. Auch da bemerkte ich, dass ich bereits nach der Hälfte satt war. Ich aß noch ein wenig über das Satt hinaus, ließ den Rest dann doch lieber sein. Auch hier bemerkte ich leichte Unterschiede. Die Hose ging leichter zu, das Sweatshirt passte besser. Es waren nur Kleinigkeiten.

Zuhause dann irgendwann auf die Waage. Ich hatte etwas Gewicht reduziert. Ich erzählte MonAmour von den Tagen, er erzählte auch. Beide hatten wir angefangen aufs Abendessen zu verzichten bzw. nur sehr wenig zu uns zu nehmen. Wir beschlossen kurzerhand das beizubehalten. Mit weniger essen am Abend.

Inzwischen hat er gut 10 Kilo abgenommen, ich ca. 7 Kilo. Er bewegt sich mehr als ich. Ich bin unheimlich stolz auf mich. Sieben Kilo. Ich merke es tatsächlich. An den Klamotten, die nicht mehr so eng sitzen. An T-Shirts, die ich lange Zeit nur noch unter Pullis trug und jetzt gerne auch wieder ohne Pullis trage. Ein sehr schönes Gefühl. Vor allem, wenn man ein Kleid aus dem Schrank holt, welches seit Jahren dort lag (ein Geschenk von MonAmour) ich nicht anzog, weil ich mich meiner Figur schämte, die darin zu sehr, trotz weite, zur Geltung kam. Letzens angezogen und mit 7 Kilo weniger viel schöner zu tragen. Ein völlig neues Körpergefühl. Ich werde weiter dran bleiben. Ich habe da noch ein paar Kleider und Röcke, die ich gerne wieder tragen möchte.

Das Schöne an unserer Strategie ist, dass wir trotzdem nicht auf Eis oder Schokolade verzichten, sondern wesentlich bewusster essen. Auch Abendessen gibt es bewusster und von den Portionen wesentlich weniger als noch vor zwei Monaten. Wir möchten gerne den Jojo-Effekt vermeiden. Selbst die geliebte Pizza ist geblieben. Sobald es der Fuß wieder zulässt, kommt auch wieder Bewegung mit ins Spiel.

Indem Sinne Schlumpfen Sie schön und genießen Sie den Feiertag.

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