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10.04.2026 – Heiß, kalt, warm, heiß, kalt, warm…

Frau Mohnblume bloggt 11. April 2026 |

Hitzeattacken wechseln sich mit Kälteattacken ab. Erst rinnt mir der Schweiß von der Stirn, dann ist mir kalt. Die Attacken kommen jetzt öfter. Und von der Laune wollen wir mal gar nicht reden.

Schreibtischarbeit

Ich schaue Filme, die ich rezensieren darf. Nebenher versuche ich eine Ausschreibung für einen Fachtag zu schreiben. Überlege, was ich nächste Woche als kdc beim ersten Praxistreffen mache und versuche eine Onlinefortbildung zu optimieren. Ach ja, dann überlege ich, ob ich nun doch den Tarif wechsel, damit ich das Mobilephone als Hot Spot verwenden kann, falls mal wieder das Internet hier Hitzewellen hat. Geht, geht nicht, geht, geht nicht …

Angstanflüge

Meine erste Panikattacke, ich nenne es mal so, in meinem Leben ereignete sich auf einer Tiefgaragenausfahrt. Ich musste auf der Schräge anhalten, mit einem Auto, dessen Kupplung sehr spät kam. Ich saß gefühlt 10 bis 15 Minuten in dem Auto und konnte nicht weiter. Mir brach Schweiß aus, mein Herz hämmerte, ich zitterte und konnte nichts tun. Ich versuchte zu atmen, versuchte mich zu beruhigen, versuchte irgendwie zu funktionieren. Versuchte ab und an die Kupplung kommen zu lassen und hatte Angst davor nach unten zu rollen, das Auto nicht stoppen zu können, nichts kontrollieren zu können. 10 Minuten vieleicht auch mehr. Ich weiß es nicht. Irgendwann hatte ich mich soweit beruhigt. Irgendwann schaffte ich Kupplung und Handbremse und Gang zu kontrollieren und loszufahren. An der nächsten Ampel fing mein Körper unkontrolliert an zu zittern und ich hielt erstmal an. Froh aus der Gefahrenzone gekommen zu sein. Und ja, ich hatte wirklich überlegt einfach auszusteigen, das Auto einfach dort stehen zu lassen. Mitten auf der Schräge in der Tiefgaragenausfahrt.

Ich dachte ich hätte es hinter mir. Das Auto ist schon lange verkauft. Inzwischen fahren wir ein anderes, dessen Kupplung leicht kommt, der sich gut bedienen lässt, der sich mit der Kupplung halten lässt, der bei leichten kommen der Kupplung anfährt, rollt, nach vorne rollt im ersten Gang. Anders als der andere, mit dem ich auf der Schräge stand, der viel Gas zum Anfahren brauchte. Doch seitdem werden kleinste Auffahrten zum Problem.

Letztens im Stau, es ging eine leichte Anhöhe hinauf. Hinter mir ein Käfer. Wieder Glück mit dem Fahrer. Er hielt genug Abstand. Ich hatte viel zu halten und anzufahren. Und saß mit Sorge im Auto, weil ich immer noch diese Angst spüre, die mir das Anfahren am Berg so schwer macht. Da saß ich und betete darum, ich möge nicht mehr anhalten müssen bis wieder ein grades Stück kommt. Solange das Autor rollt ist alles ok, es ist das Anfahren am Berg, was mir Sorge bereitet, mich in Ängste versetzt. Kurz vor Einfahrt in den Kreisel dann eine Fußgängerin, die über die Straße ging, ich hielt an und spürte dieses aufsteigende Gefühl, dieses irrationale Gefühl, welches mich zittern und schwitzen ließ. Ich schaffte es, zum Kreisel hinaus auf die Landstraße atmete, viel.

Irrational

Heute wieder im Auto, wieder eine leichte Anhöhe und wieder dieses Gefühl. Dieser Anflug von Panik. Ich testete, ob ich es schaffe. Bereitete mich gedanklich auf den Anfahrtsvorgang vor. Beobachtete die Autos vor mir, den Hintermann. Ging gedanklich durch, was zu tun ist. Als die Ampel dann auf Grün ging, passierte etwas unglaubliches. Ich ließ die Kupplung so weich kommen, dass das Auto ohne ruckeln und mit wenig Gas anfuhr und um die Kurve rum. Nach der Sorge, die mich überkommt und die Bilder, die mich bestürmen, ein absolutes Hochgefühl. Und ich frage mich, ob ich es konservieren kann und hoffe inbrünstig, dass ich diese Panikanflüge, die ich mit viel Energie noch unterbinden kann, wieder schaffe einzudämmen.

Seit diesem Erlebnis wird jede Tiefgarage vorher, wenn möglich, inspiziert. Sofern bekannt, werden sie nach Flachheit der Ausfahrt ausgewählt. Immer in der Hoffnung auf dem Weg nach oben nicht auf der Schräge stehen bleiben zu müssen und keinen Hintermann zu haben, wenn ein Hintermann da ist, steigt sofort das Gefühl hoch, bestürmen mich Bilder und ich kämpfe gegen die Panikanflüge an.

Der Hintermann damals stob fluchend an mir vorbei und davon. Der andere war noch hinter der Schranke und erkannte wohl meine Not. Er ließ mir die Zeit, die ich brauchte. Noch heute sehr dankbar dafür.

Demnächst

Demnächst bin ich wieder in Bamberg, mit dieser Tiefgarage, die einst meine Lieblingstiefgarage war, als ich dort studierte, und in der ich seither nicht mehr geparkt habe beziehungsweise, die ich, als ich doch dort parken musste auf Umwegen durch die Parkebenen auf der anderen Seite verließ, mit weniger Schräge. Ich bin in dieser Stadt, die ich so mag, zu einer dreitägigen Fachtagung. Die Stadt besteht aus vielen Hügeln. Das Hotel ist irgendwo in der Innenstadt, nicht weit vom Dom. Sehr steil dort.

Eigentlich wollte ich mit dem Zug fahren, doch dann kam mir ein Termin am Ende der Tagung dazwischen. Dort mit dem Zug hinzukommen ist möglich, aber unsinnig. Denn ich fahre von Bamberg bis Fürth, also kurz vor Nürnberg, steige dort um, fahre nach Neustadt an der Aisch, um dann entweder in ein Taxi zu steigen um zum Termin zu kommen oder zu hoffen, dass der Bus so wie geplant abfährt. Abends dann entweder Taxi oder Bus.

Mit dem Auto fahre ich einfach von Bamberg zum Kunden, muss aber gucken, dass ich das Auto in einer Tiefgarage geparkt kriege, während der Tagungszeit und dem Hotelaufenthalt. Ich habe ernsthaft Sorge vor diesen Anflügen. Vielleicht findet sich eine Alternative.

Irgendwann im Mai bin ich im Allgäu. Ich habe keine Ahnung, was mich an Fahrtstrecke erwartet. Schon jetzt, überlege ich, wie ich Berg- und Talfahrt überstehe. Und nein, die Öffentlichen sind gerade keine Option. Vielleicht wird das ganze eine Anfahrtsalptraum, vielleicht aber auch eine Therapiemaßnahme.

Und sonst

Und sonst nimmt mir mein Knöchel Gartenarbeit übel. Das Knien mag er nicht, wie er jetzt seit zwei Tagen kundtut. Doch die Beete möchten vorbereitet werden. Das Gemüsebeet hat sich bereits wieder viele Wiesenblumen zugelegt. Dieses Jahr soll es wieder Kartoffeln beherbergen. Die Kartoffeln sind bereits angekommen und müssten demnächst in die Erde.

MonAmour hat eine neue Beeteinfassung gezaubert. Die alte Beeteinfassung ist zerbröselt und als er die Bäume dort entfernte, gab die kleine Mauer einfach auf. So besichtigten wir in Baumärkten diverse Beeteinfassungsmöglichkeiten. Entschieden uns dann für Granitsteine. Als ich letztens beim Kunden war und abends wieder nach Hause kam, hatte er die Granitsteine verbaut. Wegen des Wetters und weil der Betonmörtel feucht gehalten werden sollte, deckten wir diese ab. Seit gestern fassen sie strahlendweiß das Beet ein.

Nachdem MonAmour die Erde verteilt hatte, setzte ich dort einige Blumenzwiebeln ein. Die waren zwar für ein anderes Beet gedacht, aber jetzt dürfen sie dort wachsen und im Sommer mit ihren Blüten die Schmetterlinge, Hummeln und Bienen erfreuen.

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27.03.2026 – Gute Besserung

Frau Mohnblume bloggt 31. März 2026 |

Mein Knöchel erholt sich langsam. Am Dienstag und Mittwoch testete ich das Autofahren. Das ging ganz gut. Trotz des lädierten Kupplungsfuß. Sehr zu meiner Freude durfte ich in einer Kita als meine Funktion der Kita.Digital.Coachin hospitieren. Die Kinder durften mir Fragen stellen und ich stellte fest, die wichtigsten Fragen sind: Wie alt bist du? und Was ist deine Lieblingssüßigkeit? Ich beantwortete alle Fragen wahrheitsgemäß. Die Kinder durften dann mit mir eine Wimmelbuchseite erstellen. Während die Kinder ihrem Bewegungsdrang nachgaben beriet ich noch die Erzieherin. Danach durfte ich in den Garten und dort auf eine Bank mit einer weiteren Erzieherin sitzen bzw. ihr danach zuschauen, wie sie während ich ihre Fragen beantwortet, das Essen in Mikrowellen schob, damit die Kinder warm essen konnten. Es war schön mal wieder ein wenig Kitaluft zu schnuppern.

Schreibtischarbeit

Am Donnerstag dann durfte ich meine Fortbildung zum Themenschwerpunkt herausforderndem Verhalten und Stress halten. Entweder war ich schon lange nicht mehr in Zoom drin oder der Account des Auftraggebers hat nur gewisse Funktionen. Bisher kannte ich es so, dass ich ein grünes Fenster um die Folien ziehen musste, am Tag der Fortbildung musste ich einen Bildschirm auswählen. Ich hatte mir extra einen zweiten Bildschirm besorgt, der just am Tag vor dem Workshop bei mir ankam. Neben dem neuen Fortbildungsthema, welches an diesem Tag seine Premiere hatte, hatte also auch der Bildschirm hier Premiere. Für Bildschirm zwei griff ich auf ein günstiges Modell zurück, welches mich mit seinem scharfen Bild überraschte und glasklaren Farben. Einziges Manko, doch das nahm ich in Kauf, den Bildschirm kann man nicht nach oben und unten verschieben und leider auch nicht nach vorne und hinten. Ich mag es gerne wenn der Bildschirm gerade steht bzw. sehr leicht, also ein Hauch von leicht, nach hinten gekippt ist. Der zweite Bildschirm ist nach vorne gekippt. Mit Unterlegern lässt sich dies jedoch beheben. Er wird bei Nichtverwendung auch wieder verpackt.

Neben meiner Nervosität und Anspannung – ich hätte live von meinem Stressmodus berichten können – hatte ich dann auch noch technische Probleme. Anfangs hatte ich noch Ton. Irgendwann war der Ton weg. Ich konnte meine Teilnehmer*innen nicht mehr hören. Ich machte dann eine Stunde Pause – es war eh gerade Mittag. Suchte nach dem Problem und stellte fest, dass gleich zwei Dinge sich ereignet hatten. Nicht nur, dass der Ton im Browser ausgeschaltet war, hatte sich auch die Audioauswahl verändert. Ich habe keine Ahnung, wie das passiert ist, da ich während des Vortrags nicht dazu neige, irgendwo herum zu spielen. Ich bin viel zu sehr damit beschäftigt, die Inhalte zu vermitteln, die Konferenzräume zu öffnen, die Links für die Padlets zur Verfügung zu stellen als dass ich auch noch Zeit hätte Schabernack mit der Technik zu treiben.

Am Ende bekam ich zumindest von einem Teil der Teilnehmenden eine gute bis sehr gute Rückmeldung zum Ablauf und Struktur der Fortbildung. Sehr reflektiert und differenziert. Der Rest hüllte sich in Schweigen. Ich bin gespannt, welche Rückmeldungen ich über die Auswertungsbögen bekomme.

Nach dem Workshop fühlte ich mich leer. Die ganze Anspannung fiel auf einmal ab und ich wusste nichts mit mir anzufangen. Ein sehr seltsames Gefühl. Doch MonAmour wusste Rat.

Gartenzaungeplauder

MonAmour hatte sich unserer maroden Beeteinfassung angenommen die durch das Entfernen diverser Bäume und Sträucher gelitten hatte. Wir brauchen jetzt für ca vier bis sechs Meter Länge eine neue Beeteinfassung. So fuhren wir am Donnerstagabend noch zum Baumarkt und luden Granitzaunstehlen in das Auto samt Mörtel für den Landschaftsbau. Da wir nur 200 kg zuladen konnten, beschlossen wir die zweimal zu fahren. Nun haben wir nicht nur unseren Bauschutt los, sondern auch 6 Granitsteine von ca. einem Meterlänge im Hof liegen.

Wenn es das Wetter wieder zulässt, wird MonAmour die Randsteine in ein Mörtelfundament legen.

Schreibtischarbeit, die Zweite

Den Freitag nutzte ich, um den Schreibtisch aufzuräumen. Ich befreite ihn von allen Büchern, die ich für den Workshop quer gelesen hatte sowie von den Notizzetteln, die ich anfertigte. Nebenbei reflektierte ich den Workshop und schrieb auf, worauf ich beim nächsten Mal achten möchte, was ich noch einbauen will und was anders gehört.

So war ich dann mit Saugen, Bücher verstauen und Notizzettel ablegen beschäftigt. Nun ist wieder Platz auf dem Tisch. Die nächsten Bücher für den nächsten Workshop vor Ostern liegen schon bereit und auf der anderen Seite liegen die noch zu lesenden Rezensionsbücher.

Einige Rezensionen hatte ich schon angefangen, die ich nun zu Ende gebracht habe bzw. zu Ende bringe. Vielleicht sogar noch vor Ostern. Dann gönne ich mir ein paar Tage Ruhe, also geistig.

Nebenher stellten wir fest, dass das Internet mal wieder nur sporadisch ging und bin froh, dass es nicht am Tag des Workshops herumzickte. Wenn ich ehrlich bin habe ich mir noch keine Alternative überlegt, wie ich dieses Problem lösen soll, wenn das Internet wirklich an dem Tag ausfällt, an dem ein Onlineworkshop zu halten ist. Denn die Probleme hielten bis in den Abend an.

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20.03.2026 – Saisoneröffnung

Frau Mohnblume bloggt 20. März 2026 |

Das Freilandmuseum in Bad Windsheim hat seit 14.03. wieder seine Pforten für Besucher geöffnet. Wir flanierten am 15.03. auf den Wegen, besuchten das ein oder andere Haus von Innen, unser Lieblingshaus ist seit dieser Saison wegen Bauarbeiten gesperrt. Wir sind gespannt, wie lange es dauern wird. Denn ein Haus, welches bereits letztes Jahr schon wieder eröffnet werden sollte, ist noch immer verschlossen. Ein weiteres befindet sich ebenfalls „in Arbeit“.

Als wir auf dem Weg zum Behelfsheim waren und dabei den Weg nutzten, der am noch aufzubauenden Trafohaus vorbeiführte, erzählte ich gerade etwas und knickte aus dem Nichts mit dem linken Fuß um. Höllische Schmerzen ereilten mich. Tränen schoßen mir in die Augen. Leider war nirgends eine Sitzgelegenheit. So blieb mir nur mich zu krümmen, den Fuß nicht zu belasten und zu warten bis der Schmerz etwas nachließ. Am Arm von MonAmour setzte ich nach fünf Minuten den Weg fort. Es gelang mir immer wieder den Schmerz wegzuatmen oder zu laufen. Wir überlegten kurz zum Auto zurück zu kehren. Ich beschloss jedoch zunächst noch zu testen, ob ich mit dem verstauchten Knöchel noch laufen kann und zu gucken wie stabil er noch ist. Es ging. Mal mit wenig mal mit mehr Schmerzen, je nach Denkanstrengung. Hauptsächlich jedoch war das Laufen eingeschränkt möglich.

Daher liefen wir keine zweite Runde und kürzten auch die erste etwas ab.

Am Auto angekommen hatte ich mehr bedenken davor, den Knöchel jetzt ruhig halten zu müssen und damit beim Aussteigen Zuhause eine Versteifung mit Schmerzen zu riskieren. Zwischendurch bewegte ich den Fuß in verschiedene Richtungen, um zu spüren, welche Bewegungen gehen, welche nicht, wann wo ist es besonders schmerzhaft.

Zuhause besah ich mir den Knöchel, der dick geschwollen war, trug ein Schmerzgel auf und bandagierte den Knöchel. Die Nacht schlief ich fast durch. Nur ab und an wachte ich auf, um beim umdrehen möglichst den Fuß bzw. Knöchel zu schonen.

Inzwischen ist der Knöchel nur noch wenig geschwollen. Die Behandlung mit ruhig stellen, Schmerzsalbe am Abend und am Morgen sowie Verband zur Stützung des Gelenks, zeigen erste Heilungsergebnisse.

Werkstatt

Zum Glück bin ich diese Woche nur Zuhause tätig. Nächste Woche habe ich wieder zwei Auswärtstermine, die allerdings nur Vormittags stattfinden. Mal sehen, wie sich das mit dem Knöchel bis dahin verhält.

So habe ich jetzt die Gelegenheit mich voll und ganz meinem Seminar am Ende nächster Woche zu widmen. Lesen, schreiben, lesen. Das gelesene in eine PowerPoint fassen und ein Skript, welches die Teilnehmer*innen nach dem Webinar bekommen. Zwischendrin den Fuß hochlegen.

Die Themen nehmen die Entstehung von Stress in den Blick, handeln von Selbst- und Co-Regulation. Wir werden uns anschauen, weshalb Kinder herausgefordert sind und wie pädagogische Fachkräfte sie durch ihr Emotionschaos begleiten können.

Zwischendurch lese ich zwei Konzeptionen, die mir zur Ansicht gesendet wurden. Beide, die pädagogische Konzeption als auch das Schutzkonzept, müssten überarbeitet werden.

Freizeit

Durch das verstauchte Fußgelenk ist die Bewegungsfreiheit ein wenig eingeschränkt. Hier im Haus gibt es noch Krücken, die jederzeit einsatzbereit sind. Doch ist jetzt erstmal Schonung angesagt. Einkaufswege habe ich bisher vermieden.

Hier im Haus hatte jemand Geburtstag, daher machten wir einen Autoausflug und holten einen der fahrbereiten Oldtimer aus der Garage. Obwohl ich am nächsten Tag weiter an meinem Workshop arbeiten wollte, befand ich mich plötzlich beim Tüv. MonAmour hatte die Idee das schöne Wetter zu nutzen und lockte mit „Du kannst ja dann am Samstag …“ Ich nahm Arbeit mit zum Tüv, setzte mich dort auf eine Bank und las zum Thema über Selbstregulierung. Nach der Untersuchung des Autos holten mich MonAmour und der Tüvprüfer von der Wartebank ab. Zwischendurch kamen andere Tüvprüfe vorbei. Einer von ihnen bot mir sogar ein Heißgetränk an. Sehr nett. Es stellte sich heraus, dass das Auto mal wieder für Ablenkung bei den Prüftüvern sorgte und die Untersuchung deshalb auch etwas länger dauerte zwecks Bewunderung des originalen Zustands als auch dem „wie fast aus dem Laden“. Immer wieder schön, wenn man Menschen mit „alten“ Autos überraschen kann. Vor allem die, die mit, oft auch mit alten Autos zu tun haben und den „Neuwagenzustand“ zu würdigen wissen.

Allerdings wie lange wir noch die fünf Freunde behalten steht gerade in den Sternen. Wir überlegten bereits aufgrund der allgemeinen Lage sowie Preise an den Tankstellen, das eine oder andere zu veräußern. Überlegen auch, welche der fünf Freund wir behalten, welche wir zum Verkauf anbieten würden. Wir haben klare Favoriten.

Gartengeflüster

Das Frühbeet muss leider auch noch warten. Inzwischen ist jedoch die erste Pflanzkartoffellieferung eingegangen zusammen mit Speisekartoffeln. Ich hatte bei der Bestellung nicht aufgepasst und habe ausversehen neben den Pflanzkartoffeln auch Speisekartoffeln bestellt. Ist mir erst später aufgefallen. Daher haben wir jetzt drei Kilo Kartoffeln zum Verbrauch zuhause.

Die Pflanzkartoffeln müssen auch noch ein wenig warten. Das dafür vorgesehene Beet ist noch nicht vorbereitet. Ich hoffe bis Mitte April wieder fit zu sein, so dass dann die Beete vorbereitet sind und die Pflanzkartoffeln in die Erde können. Dieses Jahr mit weniger Sorten und auch von der Menge weniger, dafür mit einer neuen Sorte, die wir noch nicht hatten, neben zwei Altbewährten.

Die Gemüsezucht geht auch nur schleppend voran. Manches wächst anderes hat beschlossen gar nicht erst aufzugehen. Nachzucht ist angesagt.

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06.03.2026 – Augsburg und Abschied

Frau Mohnblume bloggt 12. März 2026 |
Werkstatt

Nachdem ich ja nun eine von den Mensch*innen bin, die in Kitas ganz praktisch Medienkompetenz vermitteln darf, führte mich die Arbeit zu einem ersten Coachingtermin in eine Kita, dessen Team ich mit den Apps zu Audio- und Fotoarbeiten, die leicht mit Kindern im Alltag umsetzbar sind, begeistern konnte. Es folgen weitere Coachingtermine.

Am nächsten Tag führte mich mein Weg für zwei Tage nach Augsburg zum Vernetzungstreffen. Ich fuhr hier bei blauem Himmel und Sonnenschein los, bis nach Treuchtlingen wurde es immer diesiger und verdichtete sich zunehmend zu dickem Nebel. Mich wundert, dass niemand mehr die Funktion von Nebelscheinwerfern kennt. Manch einer verließ sich auf sein Tagesfahrlicht und leuchtete am Heck gar nicht. Bei dichtem Nebel blöd für den nachfolgenden. Manch Fahrzeug war nur Schemenhaft zu erkennen.

Wir wurden gut mit Kaffee, Brezeln, Kuchen, Frühstück, Mittag- und Abendessen versorgt. Am ersten Tag wurde uns noch Mut gemacht, dass die Kampagne weitergeht. Am nächsten Tag erfuhren wir, dass die Finanzierung der Kampagne gecancelt wurde. Nachdem ich neu dabei bin, hat es mich nicht so hart getroffen, wie diejenigen, die schon seit mehreren Jahren dabei sind. Trotzdem wäre es schön gewesen, wenn es weitergegangen wäre.

Nichtsdestotrotz haben wir einen weiteren Termin für April 2027 in Augsburg bekommen. Ich hoffe sehr, dass er auch stattfindet. Im Juli, diesen Jahres, ist noch ein Vernetzungstreffen geplant. Manch einer überlegt schon, wie wir diese zwei Tage verbringen um würdig Abschied zu feiern. Ich bin gespannt mit welchen Nachrichten wir im Juli beglückt werden. Denn niemand will dieses Projekt sterben sehen. Am letzten Tag arbeiteten wir an Ideen, wie unsere zukünftigen Dienstleistungen aussehen könnten und wie Mediencoach und Kita zusammenkommen.

Augsburger Puppenkiste

Am Morgen des zweiten Tages schnappte ich mir meine Fotoakamera und spazierte eine kleine Runde durch das Viertel. Mein Weg führte mich am Laden der Augsburger Puppenkiste vorbei. Die berühmte Augsburger Puppenkiste selbst befindet sich auf der anderen Seite, an der ich achtlos vorbeilief. Ja, die berühmte Augsburger Puppenkiste, die viele Kinder verzückt vor dem Fernseher sitzen ließ, um den Abenteuern von Jim Knopf und Lukas, dem Lokomitvführer zuzusehen oder Urmel aus dem Eis, Kater Mikesch und die vielen anderen Märchen und Geschichten rund um Kasperl und Räuber Hotzenplotz.

Auch den Laden hätte ich fast übersehen. Auf dem Hinweg zum Tor ging ich am Theater sowie am Laden achtlos vorüber. Erst auf dem Rückweg, als ich eine Weile vor dem Tor verweilte und mir die Straße ansah, entdeckte ich das Schaufenster und das Schild. Vom Theater gibt es kein Bild, das Theater habe ich wirklich übersehen.

Vielleicht ergibt es sich ja im nächsten Jahr, der Kiste einen Museumsbesuch abzustatten oder eine Vorstellung zu besuchen.

Das Gebäude in Augsburg, indem die Augsburgerpuppenkiste wohnt. Zwischen den Häusern, die Ohnmichel
Garagenfund

Irgendjemand hier im Haus kam auf die Idee das Motorrad, mein Motorrad, welches nun seit 20 Jahren in der Garage ein kümmerliches dasein fristete, zu verkaufen. Es meldete sich mehrere Menschen. Einer davon kam, sah und siegte.

Nun stand das Motorrad ein wenig eingebaut, um es zu befreien, musste Platz geschaffen werden. Dieses Platz schaffen hat dazu geführt, dass wir jetzt seit Donnerstag damit beschäftigt sind die Garage aus- und wieder einzuräumen. Mit gleichzeitigem Aufräumen und leider wenig ausmisten.

Am Donnerstagabend saß ich zum letzten Mal auf meinem Motorrad. Ein Gefühl der Freiheit wehte um mich, auch wenn ich es nur in den Hof schob, damit es dort auf den neuen Besitzer treffen konnte. Ein wenig Wehmut überkam mich, weil all die Erinnerungen wach wurden, als ich noch aktiv Motorrad fuhr. Nein, ich machte kein letztes Bild.

Ja, ich befinde mich in Trauer. Wieder ein Stück meines Lebens, das mal ein anderes war, verabschiedet.

Werkstatt, die Zweite

Mein Tagesablauf sieht im Augenblick so aus, dass ich Vormittags, meist ab 8:00 Uhr am Schreibtisch sitze und Nachmittags dann in der Garage helfe. Meist mit einem Eimer Waschwasser bewaffnet, um irgendwelche Sachen von Staub zu befreien. Die meiste Zeit stehe ich da und gucke zu, wie MonAmour versucht, seine Ordnung neu zu sortieren, was mit begrenztem Platz nicht einfach ist. Mehrere auseinandergeschraubte Autos, nehmen einfach mehr Platz ein, als ein zusammengeschraubtes Auto. Es hilft auch nicht, hier groß zu versuchen mögliche Lösungen anzubieten, da weder Keller noch Haus weitere Kapazitäten bieten. Wir haben hier noch keine Ludolfschen Ausmaße, der Weg dorthin ist allerdings beschritten. Und ja, wir suchen noch immer nach einer bezahlbaren Lösung für unser Wohn- und Lagerproblem. Und nein, wir möchten keine weiteren Baustellen aufmachen.

Das Hirn, ein faszinierender Speicher

Die Garage ist für die Zeit, in der sie gebaut wurde, schon sehr großzügig bemessen. Durch die Tore würden vermutlich keine heutigen SUV’s kommen, Innen jedoch wäre dafür genug Platz. Doch Platz ist begrenzt, vor allem wenn auch noch schwere Sachen herumstehen. Nein, fragen Sie nicht.

Im Zuge der „Mehr Platz – bessere Ordnung“ Aktion führte der Weg auch in diverse Baumärkte. Dabei entdeckte ich eine interessante Hirnleistung. Die schweren Sachen stehen auf Rollbrettern, damit man sie besser bewegen kann. Im Lauf der Jahre jedoch sind diese Bretter, auch durch eindringende Nässe, aus dem Leim gegangen. Daher mussten neue her. MonAmour fragte, wo wir die Bretter gekauft hatten. Ohne nachzudenken schoß es aus mir heraus beim „Bahr“ (ein Baumarkt, den es schon seit Jahren nicht mehr gibt). MonAmour: „Gibt es schon lange nicht mehr, kann nicht sein.“ Ich bzw. mein Hirn war völlig davon überzeugt. Ließ es jedoch dabei. Wir fuhren und liefen durch drei Baumärkte. Überall fanden wir etwas. Allerdings erst im letzten Baumarkt fanden wir in der Restekiste, passende Siebdruckplatten. Es waren insgesamt fünf Stück genau in der Größe, die MonAmour brauchte. Wir verzichteten also auf fertige Rollbretter. Dafür fuhren wir wieder zu Baumarkt zwei, um dort Rollen zu erstehen.

Zuhause stellten wir fest, dass die alten Rollbretter tatsächlich vom Bahr stammten. Was mich dabei erstaunte, war, dass mein Hirn diese Info tatsächlich irgendwo abgespeichert hatte und mich mit einer Selbstsicherheit austattete, die mich mehrmals sagen ließ, wo wir diese Bretter gekauft hatten. Ich wich auch nicht ab. Vielleicht vergisst das Gehirn ja doch nichts, nur wir Menschen können uns oft nicht mehr erinnern.

In solchen Momenten, wünschte ich mir allerdings, ich würde mich auch an all die gelesenen Texte von Fachbüchern erinnern, wenn ich sie gerade bräuchte, um zu argumentieren, warum es für Kinder gut ist, wenn…. Es würde so manchen Wind aus den Segeln nehmen. Manchmal läutet tatsächlich eine Glocke und eine Synapse meldet sich, doch die Verbindung ist zu vage. Da wünsche ich mir dann diese Sicherheit, wie bei der Nennung des Baumarkts.

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26.02.2026 – Milde Temperaturen

Frau Mohnblume bloggt 27. Februar 2026 |
Werkstatt

Am Mittwoch wohnte ich Vorträgen über KI bei. Hörte mir an welche KI-Tools es gibt und wie man KI rechtssicher verwendet. Vieles von dem, was ich hörte betraf nicht mein Business, doch gleich am Anfang bekam ich genau die Informationen, die ich haben wollte. KI ist ein Algorithmus, der von vielen Daten gespeist und trainiert wird. Es ist immer Vorsicht geboten, denn der Mensch vor der KI, ist dazu aufgefordert, dass er, das, was die KI ihm ausspuckt auch überprüft. Urheberrechtsverletzung war das Stichwort. Zudem sollte, wer KI nutzt, dies auch in den AGB’s stehen haben.

Ich erfuhr auch, wie ungefiltert KI genutzt wird und das kann einem richtig Angst machen. Es wurde sehr eindrücklich davor gewarnt. Am Start waren Rechtsanwäle, die beispielhaft aufzeigten, welche Rechte mit unterschiedlichen Szenarien verletzt werden. Ein sehr informativer Tag. Leider konnte ich nicht bis zum Schluss dabei bleiben, die Wahlpost hatte MonAmours Heimatadresse erreicht.

Unterwegs

Wir fuhren sie abholen. Ich hatte meine Unterlagen schon ausgefüllt und mich durch verschiedene Parteien und ihre Mitglieder geklickt bzw. gescrollt. Entdeckte jemanden, die ich aus der Schule kannte. Vergab einen Teil meiner Stimmen an Menschen. Wir werden am 8. März sehen, wie die restlichen Gemeinden wählten.

MonAmour war tagsdarauf damit beschäftigt seine Wahlzettel zu befüllen. Irgendwann kam er etwas entnervt in die Arbeitswerkstatt hier. Der Wahlomat hätte ihm verschiedene Parteien empfohlen. Er hatte die Qual der Wahl sowie die Schwierigkeit sich zu entscheiden. Ich erläuterte meine Vorgehensweise. Er ging wieder. Irgendwann kam er, nachdem er seine Wahlzettel verpackt hatte, ob wir nicht unsere Briefe zum Briefkasten bringen und einen Spaziergang machen wollten. Machten wir.

Kurz bevor wir das Haus verließen und eine Holzbiene sich in den Wohnraum durch die offene Tür verirrte, fiel mir der Schmetterling am Dachboden wieder ein. Wir stiegen hinauf holten den Karton, gingen auf die Terrasse stelten ihn dort ab und öffneten ihn. Der Schmetterling saß auf dem Deckel schlug ein wenig mit den Flügeln, orientierte sich noch ein wenig, und versuchte wohl herauszubekommen, was jetzt geschehen war. Dann hob er ab und landete zunächst in Nachbarswiese. Dort pausierte er ein wenig, flog dann in die Sonne, pausierte wieder. Dann verabschiedeten wir ihn und hoffen, dass er seine Freiheit genießt.

Irgendwann im Januar als draußen noch kalt war, war der Schmetterling ans Fenster geflogen. Die Heizung und die Sonnenstrahlen hatten ihn aus dem Winterquartier gelockt, welche er unter oder hinter dem Regal im Arbeitszimmer gefunden hatte. Ich fing ihn ein, setzte ihn in einen Karton den ich luftig verschloss, stellte diesen an den kältesten Platz im Haus und schrieb mir auf, den Schmetterling bei wärmeren Temperaturen, spätestens im März, in die Freiheit zu entlassen.

Dann spazierten wir zum Briefkasten und wollten runter zum Wiesengrund. Doch die Straße, die dorthin führt, ist wegen einer Baustelle gesperrt und auch für Fußgänger. Wir machten einen kleinen Umweg. Während wir so spazierte wurde es mir in der Winterjacke sehr warm. Ich zog sie alsbald aus. Einige Menschen kamen uns ohne Jacken entgegen, einige Menschen hatten bereits T-Shirts an. Im Wiesengrund selbst, war angenehm wenig los. Wir spazierten zur nächsten Baustelle. Dort hatten sie bereits Feierabend gemacht. Spazierten wieder zurück, denn eigentlich ist auch dort kein durchkommen für Füßgänger.

Nahmen die Fußgängerbrücke über den Fluß am Sportplatz vorbei und liefen wieder zur Straße. Beim Bäcker holte ich noch Brot. Insgesamt waren wir dann doch zwei Stunden unterwegs. Bei Sonnenschein und milden Temperaturen.

Werkstatt, die Zweite

Der PC war noch an und ich setzte mich nochmal ran. Durch das spaßige herumspielen mit der KI, war ich auch die Idee gekommen meine Website dann doch zu überarbeiten. Das hatte ich mir eigentlich für die Sommermonate vorgenommen, doch nachdem mir jetzt drei Fortbildungstage weggebrochen sind, und ich eine kleine Krise spüre, fand ich es einen guten Zeitpunkt, meine Webpräsenz zu überarbeiten. Damit fing ich noch an. Ich hatte da noch eine Seite rumliegen, die ich mal gestaltet hatte, die ich jetzt zur Überarbeitung nutze.

Schließlich war es Zeit für das Abendessen, welches wir in Cowork zubereiteten. MonAmour war für das Grillfleisch zuständig, ich für die Beilagen.

So endete der erste Frühlingshafte Tag, der bereits ein wenig März an sich hatte. Sind ja nur noch ein paar Tage.

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