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24.02.2026 – Keine 24 Stunden

Frau Mohnblume bloggt 25. Februar 2026 |
Werkstatt

Zwischen „ich habe keine Kapazitäten im März zu ich habe wieder etwas mehr Zeit“ liegen keine 24 Stunden. Mir ist ein Auftrag mit drei Fortbildungstagen weggebrochen. Das bedeutet auch kein Geld in diesem Monat. Das trifft. Es bringt mich auch dazu mein Geschäftsmodell zu überdenken. Mal sehen, was aus den ersten Ideen wird.

Einen Workshop geleitet. Viele gute Rückmeldungen bekommen. Inzwischen bekomme ich Rückmeldungen, die weit über das „du warst toll und eigentlich kann ich mich meiner Vorredenerin nur anschließen“ hinausgehen, was mich unheimlich freut. Es zeigt, dass die Menschen sich wohlfühlen. Trotzdem bin ich nicht zufrieden. Also mit mir. Mit meiner Umsetzung. Ich muss das überdenken. Gleichzeitig sehr erschreckt. Vor mir sitzen Pädagoginnen, die von Gewalt ihnen gegenüber berichten. Pädagoginnen, die mir erzählen ihre Kinder hätten keine Kompetenzen. Wieder einmal denke ich, das kann nicht sein, also das mit den Kompetenzen. Von zunehmender Gewalt gegenüber Fachkräften hörte und las ich bereits. Mich treibt dabei die Frage um, woher kommt dies. Was stimmt nicht?

Gleichzeitig merke ich, wie ich zusammenzucke, als man mir erzählt, unsere Kinder können das nicht, nichts von dem aus der Sammlung, die wir gerade gemacht haben. Nach Aussagen der Pädagoginnen sind die Kinder völlig kompetenzlos. Bei Nachfrage finden wir dann doch noch Fähigkeiten und Kompetenzen. Ich habe Hoffnung.

Wieder einmal merke ich, dass hier ein ganz anderer Prozess stattfinden müsste. Merke, dass ein Tag für die Themen, die viel tiefer gehen und Zeit für Reflexion brauchen, nicht reicht. Symptombekämpfung und noch nicht mal die so richtig. Vielleicht ist es genau diesese Gefühl, was mich so unzufrieden macht. Zu merken, dass ich ganz anders mit ihnen arbeiten müsste. Viel tiefer. Gleichzeitig ist es nicht möglich, weil es darum geht, dass eine Konzeption bis zu einem bestimmten Termin fertig sein soll. Der Prozess dazu jedoch eigentlich mindestens ein bis eineinhalb Jahre braucht. Mit viel Selbstreflexion, mit Haltungsänderung.

Wahl – Nicht die beste Wahl von Standorten

Im März dürfen wir wählen. Überall hängen Plakate, die Menschen zeigen, die für diese oder jenes stehen. Bei manchen Aufstellungsorten frage ich mich jedoch, wer ausgerechnet an diesem Ort auf die Idee kam, mit diesem Plakat Menschen zu gewinnen.

Vor einiger Zeit ist in einem Ort, durch den wir öfter kommen, eine Scheune abgebrannt. 500 Meter weiter steht ein Großflächenplakat mit dem Wahlspruch „Feuer und Flamme für … .“

Bei uns im Ort wirbt ein Politiker mit „mehr BÄUME und Grünflächen“ Ausgerechnet in dem Ort, wo die Radrennbahn an Investoren verkauft wurde, die einen großen Baumbestand hatte, und inzwischen mit Bäumen und Bahn, trotz Widerstand aus der Bevölkerung, abgerissen wurde. Die Bäume schon lange Brennholz. Verantwortlich dafür auch die Politik, die jetzt für mehr Bäume wirbt.

Frühling?

Heute die Weihnachtsdeko abgebaut und wieder in den Kartons verstaut. Wir wissen noch nicht, wie wir den Platz füllen. Ich hätte gerne etwas Frühlingshaftes sprich Blumen. Hatte gestern auch kurz überlegt Blumen mitzunehmen, dann doch keine gekauft. Die Vögel draußen im Garten indes tirillieren und feiern scheints die milden Temperaturen.

Während des Tages dann das vorgezogene Gemüse, welches sich in ersten zarten Pflänzchen zeigt, zum Teil aus dem Voranzuchtgehäuse in Töpfe gepflanzt, damit sie sich dort weiter entwickeln können bzw. nicht weiter vergeilen. Einige Salatsorten müssen nochmal gepflanzt werden.

Dort wo heute morgen noch der Weihnachtsbaum stand, die Geranien, die in der Küche überwinterten, hingestellt. Dort wo die Lichterhäuser standen, ein weiteres Voranzuchtprojekt hingestellt. Letztens die Kiste mit den Blumen- und Gemüsesamen gesichtet und alle Samen weg, die älter als 10 Jahre waren. Einige Samen, die jünger waren behalten. Im Anzuchtkasten wird jetzt getestet, ob der ein oder andere Samen noch keimt. Darunter Tomaten, Basilikum, Tagetes und Radiesle sowie Lauch. Festgestellt, dass ich noch ganz viele Paprikasamen habe, die werden demnächst in die Erde wanderen. Sollten die Tomatensamen alle noch aufgehen, könnte es eine Tomatenschwemme hier geben. Tomatensoße geht ja immer.

Dieses Jahr auch erstmals Artischocken gesät. Die erste schickt sich an aufzugehen. Ich bin gespannt, wie sie sich entwickeln. Gesät weniger wegen des Gemüses als eher wegen der Blüte. Sie werden sehr groß, blühen lila und sind reine Bienen- und Hummelmagnete. Ich hätte da schon einen Platz im Kopf.

KI – damit kann man spaßige Sachen machen und Frust abladen

Nach dem Workshop merke ich meine eigene Unzufriedenheit. Kann jedoch nicht so richtig sagen, was es eigentlich ist. Irgendwann gefrustet einfach mal die KI gefragt. Plötzlich finde ich mich in einem interessanten „Gespräch“ mit der KI und am Ende hat sie flugs mal mein Profil geschärft. Das fand ich dann so spaßig, dass ich am nächsten Tag gleich nochmal eine Profilschärfung durchführte. Die ersten Antworten waren noch ok und gingen in die Richtung, die mir hilft, mein Profil oder besser meine Position bzw. meine Entwicklung sichtbarer zu machen, für die ich jetzt auch Ansätze habe mit denen ich arbeiten kann. Allerdings wurde es dann später etwas absurd, weil die KI irgendwann anfing meine Eingaben in einen Workshop zu verwandeln. Ich saß da und staunte.

Jetzt habe ich ein Signature-Workshop-Paket. Welches mich ratlos vor dem PC sitzen lässt. Zugegeben da sind Ansätze drin und im Prinzip hat die Maschine nur etwas gemacht, was sie sich aus meinen Eingaben zusammenklaubte, aus dem der Algorithmus dann Zeugs kreiierte, was ich als Alleinstellungsmerkmal noch nicht Kund*innen verkaufen kann. Nur hat der Algorithmus übersehen, dass ich weder danach gefragt habe noch passt es und so richtig stimmig ist es auch nicht. Es hat so ein wenig was von Marktschreier „Kaufen Sie hier, kaufen Sie jetzt, unser einizigartiges Produkt, welches es nur bei uns gibt. Erhalten Sie beim Kauf noch fünf Sockenpaare dazu, drei Karotten und Sie können Zuhause loshobeln“.

Allerdings, bei den Ansätze, die mir die KI geliefert hat, sind einige interessante Ideen dabei, die tatsächlich den Weg meiner Entwicklung und Weiterentwicklung säumen. Die sich durch Anfragen in den letzten Monate so ergeben haben, die mich aus meiner Komfortzone holten und mir neue Aufgaben bescherten. Wenn alles klappt und sich bis Herbst noch mindestens 12 Personen finden, dann darf ich meinen ersten Leitungsqualifikationskurs starten. Gerne Daumen drücken.

Weidenkätzchen
Symbolbild aus früheren Zeiten. Doch bald ist es wieder soweit. Die ersten Weidenkätzchen wurden bereits gesichtet.
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10.02.2026 – KI im Einsatz, Mäandern und Wein

Frau Mohnblume bloggt 11. Februar 2026 |
Am Schreibtisch

Gestern schien hier noch die Sonne. Während ich am Schreibtisch sitze und zwischen drei Aufträgen hin- und her jongliere, kommt regelmäßig MonAmour mit Statusmeldungen herein. Er setzt gerade einen alten PC auf. Mit Software aus der Urzeit. Ein Urzeit-PC sozusagen. Wir stellen beide fest, wie sehr wir uns an bestimmte Dinge gewöhnt haben, die wir einfach nicht mehr hinterfragen. Sie sind so selbstverständlich geworden, dass einem schon fast die Erinnerung daran fehlt, wie das mal begonnen hat. Als Internezeit noch durch die Kosten des Einwählens mit Modem begrenzt wurde.

MonAmour suchte bei Alt-PC vergeblich die Buchs für das LAN-Kabel. Bis der Gedankenblitz ihn traf. Früher ging das ja mit Modem, kann ja nicht mit LAN-Kabel funktionieren. Früher fuhren wir auch, bevor wir ein Modem und damit Internet hatten, zu einem Bekannten, der beides hatte, um mal eben im Internet zu gucken. Das waren dann auch ganz vergnügliche Abende. So wie früher meine Großeltern, als sie noch kein Telefon hatten und entweder zu den Nachbarn im Haus gingen oder zu denen im Nebenhaus, um zu telefonieren. Wollte man mit ihnen telefonieren musste man entweder den einen Nachbar oder den anderen anrufen. Dann legte man auf, wartete 10 Minuten bis entweder das Telefon schellte, oder man wieder beim Nachbarn anrief, in der Hoffnung, dass Oma oder Opa am Apperat daneben standen.

Irgendwann schafften sie sich ein Telefon an. Ein grünes mit Wählscheibe. Doch ich schweife ab.

Früher kostete Internet mit Modem auch noch richtig Geld, neben den Telefonkosten. Zwischendrin kam MonAmour und fragte, dies und das und ich merkte, wie wenig ich behalten hatte, obwohl ich damals meinen ersten Laptop öfter mal neu aufsetzte. Vergeblich suchte ich nach einer CD mit eine Office-Programm aus dieser Zeit. Sie ist wohl im Restmüll gelandet, nachdem wir vor Weihnachten aufräumten.

Ach ja, der Schreibtisch.

Ich mäandere mich gerade durch drei oder vier Aufträge. Dann durch fünf, als mir einfiel, dass ich vor zwei Wochen eine Mail bekam mit der Bitte das Konzept zu korrigieren. Ich druckte aus, stolperte über die ersten Formulierungen und bat die KI mir zu helfen, den Text zu optimieren. Es kamen gute Bausteine heraus, die ich in den Text einarbeitete. Farblich markiet und als Vorschläge unter die Absätze gesetzt. Die Kundin kann jetzt entscheiden, was sie annehmen möchte.

Für meinen neuen Job eine Mail formuliert, mir fehlen noch ein paar Termine. Mal sehen, ob noch Termine reinkommen. Ich habe einen Zeitpunkt gesetzt bis wann sie sich melden sollen.

Mir meinen Kalender angeschaut und weiter mäandert. Ich merke, dass es mir schwerfällt mich auf die Vorbereitung eines Workshops zu konzentrieren, der in 10 Tagen stattfindet. Daher mäanderte ich weiter zu einem weiteren Auftrag – Leitungsqualifikation. In den Modulen, die mir zur Vorbereitung dienen, sind auch Ideen für den Konzeptionsworkshop enthalten. Irgendwann war der Kopf voll. Ich verließ den Schreibtisch ging zum Einkaufen und wurde vor dem Weinregal schwach.

Ich nahm Rotwein für den Abend mit.

Interessanterweise sind wieder mehr Menschen mit Masken unterwegs. Corona, Influenza – die Maske als Schutz. Der Laden hat auch noch immer ein Handesinfektionsgerät am Ein- bzw. Ausgang stehen, der funktioniert.

Nach dem Einkaufen von Speis und Trank mäanderte ich wieder am Schreibtisch durch verschiedene Dinge. Kinderschutzkonzept, pädagogische Konzeptionsentwicklung zwischendrin mal Mails und Korrekturlesen einer Rezension und diese zur Veröffentlichung freigeben. Was man halt so macht. Irgendwann dann beschlossen es ist genug. Den Wein geöffnet und ein paar Minuten mit dem Traumschiff auf Bora Bora gelandet.

Abendmahl

Das Abendmahl bestand aus Basmatireis und einem selbstkreierten Curry. Beim Kochen an Biolek denken müssen, der sich in seiner Kochsendung durch verschiedene Weinanbaugebiete trank. Ich war immer sehr fasziniert davon, wie viel verschiedene Weine jemand trinken kann und dabei noch gradaus sprechen kann.

Mein Weinkonsum beschränkte sich auf eineinhalb Gläser und war deutlich im Körper zu spüren. Ich nehme das als gutes Zeichen, da ich meinen Alkoholkonsum auf fast null reduziert habe. Ausnahme die Flasche Rotwein, die jetzt wieder für drei Tage reicht, bis sie leer ist, um dann wieder für ein paar Wochen komplett zu verzichten. Es ist wie dieses Ding mit der Schokolade bei mir. Das geht immer mal eine Weile und irgendwann kauf ich dann eine oder zwei Tafeln, dann ist wieder gut. So richtig ganz mag ich nicht verzichten. Freue mich aber auf jeden Tag und jede Woche, die ich ohne Alkohol verbringe. Das war auch mal anders und zeigte mir, wie suchtgefährdet ich bin bzw. wie sehr sich der Körper daran gewöhnen kann.

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03.02.2026 – Verwirrende Entwirrung

Frau Mohnblume bloggt 4. Februar 2026 |

In meinem Kalender habe ich viele Termine stehen. Der Monat März ist voll und bereitet mir echte Sorge. Die letzten Tage war ich zum einen damit beschäftigt Telefonate mit Kunden zu führen, Telefonate mit Auftraggebern, Geschäftsmails zu schreiben und Termine zu sortieren.

Irgendwo entstand dann Verwirrung. In meinem Kalender standen zwei Termine, im Flyer stand zu den Terminen eine andere Person. Die Termine die safe und sicher waren an den Auftraggeber rückgemeldet zusammen mit „habe Honorarvertrag“ und „ohne Honorarvertrag“. Es kam eine Mail zurück und siehe da, meine Termine waren ok. Denn einen der beiden Doppeltermine übernimmt die Kollegin, den anderen ich. So blieben die Termine im Kalender stehen.

Win 95

Das zweite, was ich tat, MonAmour mit Internet zur Seite stehen.

Der Schwieger hatte irgendwann angerufen, sein PC schnaufe so. Dann noch ein Anruf, ob man denn den nicht reinigen könnte. Also fuhren wir am Samstag los und kümmerten uns. Das Kümmern dauerte länger als gedacht. Ich hatte mir wohlweislich Arbeitszeugs mitgenommen. Der PC war zwar gereinigt, hatte dafür jedoch irgendwie sein CD-Laufwerk verloren.

MonAmour hatte eine Reinigungscd ins Laufwerk gelegt und dann war es geschehen. Ich war zu dem Zeitpunkt noch unten im Haus beschäftigt. Irgendwann kam er mich holen, wegen Support via Smartphone zur eventuellen Fehlerbehebung. Es mag Zufall gewesen sein, jedenfalls ließ sich das CD-Laufwerk nicht mehr installieren und eine Neuinstallation war auch nicht möglich, weil das Laufwerk nicht mehr da war. Irgendwann gaben wir auf und fuhren nach Hause.

Am Sonntag führte der Weg wieder zum Schwieger. MonAmour hatte sich inzwischen schlau gemacht. Ich begleitete ihn direkt zum Ort des Geschehens. Wieder ausgerüstet mit Arbeitszeugs. Er probierte verschiedene Dinge aus. Vergebens. Inzwischen hatten wir auch schon unseren Mann für Notfälle kontaktiert. Der sich dann auch am Montag meldete. Da waren wir jedoch schon wieder wegen Sachen PC unterwegs.

Nun ist es ja so, dass der PC des Schwiegers ein Dinosaurier ist, der im Jahr 1994/95 einmal zu den besten seiner Zunft gehörte. Einer der zwar bereits mit CD-Laufwerk ausgerüstet war, doch das Hauptspeichermedium waren damals Disketten. Zufälligerweise kaufte ich mir 1997/98 einen PC gleicher Bauart. Der hier auch noch Dienst leistet, weil bestimmte Dinge nur auf diesen Altrechnern funktionieren. Darin ein CD-Laufwerk. So kam es, dass wir den Alt-PC mitnahmen sowie diverse Treiberdisketten, Starterdisketten und Installationscds mit Win 95.

Beim herumstöpseln von einem PC zum anderen fanden wir heraus, dass auch damals schon sich die Stecker geändert hatten. Und obwohl Gamer auf PS2-Anschlüsse schwören, war nirgendwo in den Computergeschäften ein Adapter aufzutreiben. Von dem wir dachten, dass wir ihn brauchen. Doch manchmal steckt der Fehler im Detail. Den MonAmour dann auch entdeckte und so konnte doch noch der PC des Schwiegers neuinstalliert werden. Jetzt steckt in seinem PC unser Altlaufwerk. Zwischendrin röchelte die CPU mal wie eine Kaffemaschine und wir überlegten, ob dies wohl auch das erste Gerät für Kaffeenachschub war. Ich warte ja immer noch auf diese Multifunktionsgeräte, die neben Drucken auch noch Kaffeekochen können oder Rechner, die beim Befehl Kaffee auch gleich den gefüllten Latte Macchiato Becher ausschmeißen.

Jedenfalls dauerte es bis fast mitten in die Nacht, bis der Rechner des Schwiegers mit all seinen Gimmicks wieder lief. Auf diesem Rechner ist ein CAD-Programm welches mit einer Maschine verbunden ist, die dann lustige Sachen mit Styropor macht, beispielsweise Flächen für Modellflugzeuge schneidet. Deshalb war es auch so wichtig diesen Rechner wieder zum Laufen zu bringen. Mit einem neuen – der Gedanke war auch im Raum – wäre der Schwieger überfordert. Zudem hätte man diese alte Win 95 – Welt dort installieren müssen, damit die Maschine weiterhin Flugmodelle ausspuckt.

Derweil hatte ich Zeit, neben Internet-Support per Smartphone, einen Teamtag zu planen.

Jetzt ist MonAmour dabei ein CD-Laufwerk zu finden. Sie glauben ja gar nicht, was die Menschen für diese Dinger an Geld haben wollen und zu welchen Bedingungen. Von wegen Altrechner sind out.

Schreibtischarbeit, die Zweite

Derweil lasse ich es noch etwas ruhig angehen, auch wenn mich angesichts der Termindichte im März schon ein wenig Panik überkommt. Die nächste Zeit – viel Lesen, viel recherchieren, Konzepte erarbeiten. Sehr zu meiner Freude, darf ich dieses Jahr auch öfter verreisen. Bereits im März geht es nach Augsburg. Im Mai fast an den Bodensee.

Ente am See – aus vergangenen Tage ohne Zusammenhang
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29.01.2026 – Schon wieder Schnee

Frau Mohnblume bloggt 4. Februar 2026 |

Der Wetterbericht meldete etwas von Schnee und Regen. Ich hoffte auf Wetter zum Autofahren. Also gerne trocken, vielleicht Regen, aber bitte ohne Glätte. Besser hätte mir gefallen, wenn der viele Schnee vom Montag in eine Kälteperiode geraten wäre, damit er die vielen Kinder noch lange erfreut und jedes Kind, wirklich jedes Kind mit Erinnerungsvermögen von diesem Schlittenwinter das Vergnügen, die Freude und lustvolle Erfahrung einen Hang herunterzufahren und Rekorde aufzustellen, wie weit man kommt. Bevor der Hang hier gegenüber bebaut und zum „Schuldenhügel“ wurde, war es unser Schlittenberg. Nach der Schule traf sich dort die gesamte Kinder- und Jugendschar des Dorfes. An manchen Tagen hatte ich, wir wohnten direkt gegenüber, diesen Schlittenberg allein. Wenn soviel Schnee lag, dass er auch noch auf der Straße bis zum Gehsteig und darüber hinaus reichte, versuchten wir den Rekord zu brechen und es bis zum gegenüberliegenden Gehsteig zu schaffen. In meiner Erinnerung geland mir dies zweimal. Ein Hochgefühl. Denn das nächste Ziel war bis zum Gartenzaun.

Irgendwann wurden die Äcker und Wiesen verkauft und es entstand eine Neubausiedlung. Doch das Vergnügen, die Freude, diese Bauchgefühl, wenn wir über selbstgebaute Schanzen sprangen, es bis zum Gehsteig schafften oder der Schlitten aufgrund von Glätte schneller wurde, ist noch immer da und manchmal sogar zu spüren. Da im Bauch. Dieses wünsche ich Kindern von Herzen.

Frühstück gibt es heute nicht

Ich traf mich mit einer Kollegin. Der Kollegin, die mir einen Teil ihrer Fortbildungen übertrug, als sie in Rente ging. Wir hatten uns schon Anfang Januar verabredet, doch der Termin klappte nicht, so verschoben wir ihn auf heute. Am Tresen ein junger Mann mit Cochlea Implantat. Ein sehr freundlicher aufgeweckter junger Mann, der es verstand seine Kundschaft zu bedienen und ihnen ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern. Wegen Personalmangel gab es heute kein Frühstück. Er erzählte dies so freundlich und der Bitte um Verständnis, dass es keinen gab der schimpfte, sondern sich des reichhaltigen Angebots in der Theke zuwandt. Als wir vor der Theke standen und unsere Bestellung aufgaben, bestellte meine Kollegin ein Croissant. Er lächelte sie spitzbübisch an und meinte „Oder vielleicht ein Schokocroissant?“ Sie verneinte. Er dann „eine normales oder vielleicht doch ein Laugencroissant, die sind gut.“ Er hatte sie damit eingefangen. Ich bestellte ein „Milchhörnchen“ – Er: „Oh lecker, möchten Sie Gabel und Messer dazu, die sind vielleicht noch heiß.“ Ich lächelte, verzichtete auf Messer und Gabel, denn es würde schon noch abkühlen. Zu jeder Kaffee- und Teebestellung gab es „einen Lolly gegen die Langeweile“.

Anregungen

Die Kollegin und ich brachten uns auf den neuesten Stand, Fachsimpelten, ich profitierte wieder einmal von ihrem Erfahrungsschatz – ich bekam einige Anregungen für meine nächsten Fortbildungen. Und dann fanden wir auch noch heraus, dass wir ähnlich seltsam ticken. Da hat man schon viel arbeit und weiß schon nicht mehr, wie man das zeitlich stemmen soll, und beschafft sich noch mehr Arbeit indem man beim Lesen von etwas sich denkt „oh das passt thematisch zu XYZ“ und statt einen aktuellen Kurs, der ja morgen oder übermorgen stattfindet, die Aufmerksamkeit zu schenken, steckt man auf einmal in der Vorbereitung vom Kurs in fünf Monaten, oder so. Oder man fängt an das Haus von oben nach unten zu putzen oder sich Gäste zum Abendessen einzuladen, obwohl man ja am nächsten Tag einen Workshop zu halten hat. Ach, wie schön, wenn frau erfährt, dass auch andere mit diesem Zeitmangement hadern.

Versprechen

Da MonAmour die letzten Tage Bäume fällte bzw. sich der Schneemassen annahm (okay ich war ja unterwegs) hatte er über körperliche Anstrengungsschmerzen geklagt. Ich versprach ihm beim nächsten Schneefall zu schippen. Just an dem Tag der Verabredung schneite es. Zum Glück keinen Schneemassen, doch begeistert war er nicht, dass ich schon wieder weg war.

Doch bevor ich fuhr, schaufelte ich den Schnee vom Gehweg, aus der Einfahrt und der Einfahrt auf der Straße sowie das Auto frei. Später, als ich das Cafè verließ und es regnete, war ich dann doch froh, dass es nicht noch mehr schneite. Auch wegen MonAmour.

Mein Weg führte mich in die Stadt, um ein Rezept abzuholen und weil ich schon mal im Parkhaus stand ging ich noch einen Besuch in meiner alten Arbeitsstätte machen. Dort bekam ich Kaffee erzählte von meiner Selbständigkeit, erfuhr von den vielen Veränderungen und bin froh Selbständig zu sein. Und so ganz nebenbei regte sich im Gespräch ein Gedanke, den ich weiterverfolgen möchte, der mir ein zweites Standbein oder drittes Standbein gibt oder vielleicht sogar zum Hauptstandbein werden kann.

Denn sie wissen nicht, was sie tun

Denn es ist völlig ungewiss wohin dieses treiben der Rentversicherung mit ihren Prüfungen des Erwerbsstatus die Fortbildungsbranche treibt. Manche Fortbildungsträger arbeiten nicht mehr mit Menschen, die auf selbständiger Basis arbeiten, sondern nur noch mit ihren Hauptamtlichen, die jetzt einige der Fortbildungen übernommen haben. Wie auch immer es ausgeht, die Fortbildungslandschaft wird sich verändern. Unkenrufen und Mutmassungen zufolge, nicht zum Guten, eher zu weniger Qualität.

P.S. Dieser Beitrag lag noch in den Entwürfen. Deshalb leicht verspätet.

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26.01.2026 – Winterwunderland & Grinsend zum Kunden

Frau Mohnblume bloggt 27. Januar 2026 |
Intuition & Bullerbü im Winterwunderland

Vor nicht ganz zwei Wochen schrieb ich einem Kunden wegen der Ankunftszeit. Das war nach dem ersten Wintereinbruch, als das halbe Land ins Winterchaos gestürzt wurde. Da schrieb ich „Sofern das Wetter mitmacht bin ich um 8 Uhr da“. Nicht ganz zwei Wochen später fängt es Sonntagnacht zu schneien an und schneit und schneit und schneit. Das trieb MonAmour und mich, nach dem Tatort, hinaus, um erstens das Auto freizuschaufeln, um zweitens den Gehweg von der 10cm hohen Schicht zu befreien, um drittens das Auto freizuschaufeln. So schnell konnte man gar nicht gucken, wie das wieder zuschneite. Den Wecker stellte ich auf 5:35 Uhr.

Um 5:29 Uhr am nächsten Morgen spricht MonAmour was von Aufstehen, weil eigentlich schon zu spät. Also raus und Morgentoilette. Die Kleidung für den Tag hatte ich schon rausgelegt. Nach dem üblichen Morgengedöns allerdings ohne Kaffee und Essen (Frühstück ist hier im Haus eh eher ein Mittagssnack) raus um Auto und Einfahrt freizuschaufeln, während des Schaufelns der Einfahrt, wieder Auto freimachen. Um 6:15 Uhr versucht den Kunden zu erreichen. Diensthandy. Blöd. Diensthandys haben scheinbar die Angewohnheit in den dafür vorgesehnen Büros rumzuliegen, wo um die Uhrzeit natürlich niemand ist.

Um 6:36 Uhr waren meine Sachen im Auto verladen und ich machte mich auf den Weg Richtung Bamberg. Ca. 65 Kilometer. Bereits am Ende meiner Straße auf die Hauptstraße hinausgeschlingert. MonAmour unkte, ich würde ja doch wieder kommen.

Ich fuhr zwischen 30 und 40 kmh zum Dorf hinaus, mit 50 kmh auf den Frankenschnellweg und irgendwann mit 60 kmh Richtung Bamberg. Kurz vor der Ausfahrt, die mich dann zum Kunden bringen sollte ein Grinsen auf meinem Gesicht. Ich hatte es geschafft, unfallfrei, ohne rutschen und bremsen und Stau. Die anderen Menschen, die ebenfalls auf dem Weg waren, fuhren alle sehr umsichtig. Im Ort des Kunden dann viel viel Schnee und ein sehr verschneiter Parkplatz. Nachdem ich zweimal um die Schule fuhr, stellte ich beim Dritten Mal einfach auf dem Parkplatz für die Lehrer ab. Vor der Tür traf ich einige Menschen, darunter den Kunden. Es war 8:30 Uhr. Nach zwei Stunden Fahrt glücklich beim Kunden angekommen. Ich bekam einen Parkausweis und lud mein Auto aus. Derweil schneite und schneite und schneite es.

Um 16 Uhr, als wir nach einem wunderbaren Tag in einer sehr leeren Schule, das Haus verließen, bot sich ein Teilnehmer an, der mein Auto vom Schnee befreite, sowie das seiner Kolleg*innen. Ein weiterer schaufelte mit einem Schneeschieber den Schnee beiseite. Eine helfende Hand hatte mir eine Tasche getragen. Ich war nicht nur von den Rückmeldungen beseelt, sondern auch von dieser Wertschätzung der Teilnehmer*innen. Wir hatten einen wunderbaren Tag miteinander. Ich bekam eine positive Rückmeldung von einem Teilnehmer, welches eine andere Teilnehmerin veranlasste, mir zu sagen, dass dieses Lob etwas ganz besonderes ist, was den Teilnehmer wiederum zu der Aussage verleitete, er wäre eben sehr kritisch. Ich wuchs in diesem Moment sicherlich um zwei Zentimeter.

Und ja ich fuhr grinsend wieder nach Hause. Zunächst allerdings durch zwei Dörfer, da ich ein wenig Winterlandschaft sehen wollte, ließ das Vorhaben jedoch nach den zwei Dörfern sein über die Landstraße nach Hause zu fahren, da die Straßen noch immer viel zerfahrenen Schnee trugen. So fuhr ich nach den zwei Dörfern doch wieder auf die Autobahn. Während ich jedoch so über Land fuhr, fanden sich immer wieder Stellen an denen viele Kinder und Erwachsene mit Schlitten fuhren, diese den Hügel wieder hochzogen, Schneeballschlachen machten, den Hügel wieder runterfuhren, im Schnee stapften. Es war einfach herrlich anzusehen. Und – verzeihen Sie mir – Es war wie früher, als ich Kind war und wir nach der Schule am Schlittenberg mit unseren Schlitten fuhren. In besonders schneereichen Wintern entstanden dort sogar Iglus neben Schneemännern.

Obwohl die schlittenfahrenden Kinder weit weg waren, konnte ich doch das Vergnügen sehen und, nun ja, fast auch hören. Ein wenig Bullerbü im Winterwunderland.

MonAmour berichtete ich später, nicht ganz ohne stolz, vom Schlingern und am Berg anfahren im Schnee – ich braucht drei Anläufe um aus der Straße des Kundens auf die weiterführende Straße zu kommen. Ja, es war Winter und es war fast wie früher, als so viel Schnee noch zum Winter gehörte und kein außergewöhnliches Ereignis war.

Die älteren unter uns werden sich sicherlich daran erinnern.

Grinsekatze

Das Grinsen ging ein wenig weiter. Herr Fischer schrieb von einem mutigen Angebot. Heute bekam ich einen Anruf, den vor einer Woche hatte ich ein mutiges Angebot abgegeben, welches heute angenommen wurde. Sehr zu meiner Freude.

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