Ich wünschen Ihnen allen ein gesundes, gutes und gesegnetes Neues Jahr, Zufriedenheit und Freude.
Keine Vorsätze
In einem Entwurf, der hier im Hintergrund liegt, versuche ich mein seltsames Gefühl, welches ich dieser Tage habe, auf den Grund zu gehen. Vielleicht bekommen Sie den Entwurf irgendwann zu sehen. Ich weiß noch nicht.
Ich bin dieser Tage – voller Trauer und Sentimentalität – spüre Veränderungen, die ich nicht in Worte fassen kann. Sie sind wie ein Hauch, eben noch zu spüren und dann auch schon vorbei.
Rauhnächte
Meine Wünsche für das Jahr sind geschrieben und ein Teil wurde gestern dem Silvesterfeuer übergeben. Auch wenn Zeitungen anderes behaupten werden, hatten wir gestern beim Feuerwerkgucken das Gefühl es war weniger als in den Jahren zuvor. Dafür hatte jemand hier in der Straße Böller, die lauter knallten und mich jedesmal zusammenzucken ließen. Eine Erinnerung an Kriegstage erschien vor meinem Auge. Dabei kann es sich nur um Erinnerungen handeln, die nicht meine sind – ich bin dafür viel zu jung und war nie in einem Kriegsgebiet. Allerdings waren die Amys hier stationiert. Sie, wie auch die Bundeswehr, robbten und schlichen durch den Wald in der Nähe meiner früheren Arbeitsstätte. Damals zeigte uns eine Fahne, ob Waldspaziergänge gerade möglich sind oder die Armee gerade dort den Ernstfall übt. Ab und an hörte man die Salven von Maschinengewehren und es wurde auch laut geknallt. Vielleicht war es diese Erinnerung, die diese Böller mit ihrem lauten Knall in mir aufsteigen ließen.
Auch mit und in MonAmour finden Veränderungen statt. Ein Hauch nur dieses ahnen von Veränderung. Ein seltsames Gefühl. Vielleicht liegt es an Weihnachten, an den Rauhnächten. Was wissen wir schon, was es in den Zwischenwelten alles gibt. Vielleicht sind es auch nur die Erinnerungen an die Ahnen, an all die vergangenen Zeiten, die dieses Gefühl in uns auslösen.
Zeitungen
In einer der hiesigen Tageszeitungen räumt ein Pfarrer mit den Mythen rund um Weihnachten auf. Sehr mutig. Wenn ich es richtig erinnere ist die Geburt Jesu eher im Frühjahr zu verorten als an dem Datum, welches wohl willkürlich dafür festgelegt wurde. Da ich Zeitungen immer nur überfliege und nur ab und an an Artikeln und mitten in Berichten hängen bleibe, müsste ich das Interview nochmals raussuchen, um mehr über die Mythen zu schreiben.
Zeitungen und ich haben ein sehr zwiespältiges Verhältnis zueinander. Vor vielen vielen Jahren hatte ich sogar mal die Zeit abonniert. Nur um festzustellen, dass sich diese langsam stapelten und ich mühelos aus den Stapeln Säulen für ein Sofa oder einen Tisch hätte bauen können. Oft blättere ich durch die Zeitungen durch, lese die Überschriften, überfliege manchmal Berichte, bleibe mittendrin in einem Bericht haften, bin überrascht, wie viel Zeit beim Lesen vergeht und lege die Zeitung nach dem durchblättern weg. Irgendwann nehme ich sie wieder zur Hand, nehme die interessanten Artikel, die ich unbedingt mal Lesen möchte, heraus. Diese liegen dann ebenso lange, wie die abgespeckte Zeitung auf einem Stapel – nur gelesen werden sie nie.
Tageszeitungen ergeht es ähnlich. Da haben sie schon ihre Aktualität verloren. Doch diese wandern dann in den Zeitungsammelbehälter, der dafür vorgesehen ist, diese als Füllmaterial für Paket aufzubewahren. Manchmal erwischen wir uns dabei, wie wir beim Packen von Paketen, noch schnell den Artikel lesen, bevor wir eine Zeitungskugel daraus formen.
Letztens beim Aufräumen stieß ich auf Zeitungen aus November und Dezember von 2014. Das interessanteste daran war, dass sie auch aus 2025 hätten stammen können. Nur manch Namen hätte man verändern müssen statt Merkel eben Merz. Putin war damals schon uneinsichtig und führte Europa vor. Die Zeitungen und Artikel sind jetzt auch in der Sammelbox gelandet.
Bücher
Zurzeit kämpfe ich mich durch ein Buch, dass sehr ambivelente Gefühle in mir auslöst. Es ist ein kritisches Buch über die Bildung und Erziehung in den ersten Lebensjahren. Vor allem wird die außerfamiliäre Betreuung in Krippen kritisiert. Es fordert mich das Buch, zudem ich eine Rezension schreibe, die eigentlich schon längst abegeben hätte werden müssen. Nebenher, also während ich mich noch durch kritischen Texte bzw. Kapitel lese, schreibe ich auch schon an der Diskussion. Das Buch löst Zustimmung und Abneigung in einem in mir aus. Sehr anstrengend das. Vor allem, weil ich manches nachrecherchiere. Spätestens nächste Woche möchte ich abgeben.
Es wurden ein paar Hörbücher bestellt sowie weitere Bücher für die anstehnden Vorbereitungen neuer Seminare, die ich übernahm. Ab März werde ich den größten Teil einer Leitungsqualifzierung übernehmen. Sprich ich arbeite mich jetzt in Teamentwicklung, Führung und Führungsstile, Selbstcoaching, unterschiedliche Gespräche ein, die Leitungen so führen und Organisationsentwicklung. Ein Teil der Themen ist erst im Oktober dran. D. h. ich habe noch etwas Zeit meine rudimentäres Wissen zu erweitern und verfestigen. Den anderen Teil sollte ich mir bis März ins Hirn schaufeln. Oder zumindest auf das Skript.
Selbständig?
Die RV ist noch immer davon überzeugt, dass ich gerngfügig abhängig beschäftigt bin, mein Anwalt, mein Auftraggeber und ich gehen noch immer von einer selbständigen Tätigkeit aus. Inzwischen wurde die Krankenkasse von der RV informiert. Jetzt darf ich da auch noch darüber aufklären, dass ich nicht angestellt bin. Wer weiß, was das noch für Kreise zieht. Es gibt Zeiten, da bin ich kurz davor, mich komplett aus dem System zurückzuziehen. Anstatt dass, das System froh ist, dass ich mit meiner Arbeit Geld verdiene, welches ja auch wieder dem System zugute kommt, legen sie mir und anderen Referent*innen, Steine in den Weg. Bin ja nicht nur ich betroffen, sondern auch andere Refernt*innen, die in der gleichen Situation sind, wie ich. Ich frage mich allerdings, wie Lösungen aussehen könnten. Denn ich möchte weiterhin selbständig arbeiten. Die RV sieht das anders. Wenn der Widerspruch keinen Erfolg hat, dann bleibt nur das gerichtliche Verfahren, was jedoch Geld kostet, welches ich nicht habe. Hoffen wir das 2026 das Jahr ist, in dem meine Selbständigkeit auch von der RV anerkannt wird.
Haben Sie ein schönes Wochenende.
