Die Woche Weiterbildung ist um. Viel gelernt, viel gelacht. Einen Rückblick gibt es demnächst.
Wir pendeln viel zwischen Haus und Zuhause. Gibt noch vieles zu tun. Muss ja jetzt alles ausgeräumt werden. Kisten packen. Pendeln zwischen Recyclinghof oder Gebrauchtwarenhof. Je nach dem. Mehr ist grad nicht.
Durch die Sommerzeit, also die Umstellung jetzt, vergeht die Zeit noch schneller. Blöd jetzt.
Unruhige Nacht. Immer wieder mal aufgewacht. Immer wieder kreisten die Gedanken. Die dann die Träume beeinflussten. Endlich Morgen mit Morgensonne. Aufgestanden.
Die Betten wollten mal wieder neue Bettwäsche haben. Und weil es früh am Morgen war, auch gleich die Decken in die Waschmaschine gestopft. Den Tag über konnten sie dann in der Sonne trocknen. Nebenher noch viel andere Wäsche gewaschen.
Die Bettenwäscherei nahm MonAmour zum Anlass endlich die Lichter an der Decke zu putzen und so wichtelte er mit dem Staubsauger und Staubtuch durch das Schlafzimmer. Auch der Boden unter dem Bett wurde gesaugt. Jetzt blitzt und blinkt es wieder.
Schreibtischarbeit
Zwischen Wäsche waschen und aufhängen, die Zeit am Schreibtisch verbracht. MonAmour machte derweil die Unterlagen für das Amtsgericht fertig. Denn das Amtsgericht möchte gerne die Anzeige haben (es könnte ja sein, dass das Haus gar nicht zum Verkauf angeboten wurde), eine Liste mit Besichtigern und deren Angebote, den ermittelten Sachwert der Immobilie (wir könnten ja auch einen Fabelpreis in die eine wie andere Richtung veranschlagt haben).
Die Unterlagen brachten wir dann noch zum örtlichen Briefkasten. Dabei stellte ich fest, dass der Bücherschrank Futter braucht. Denn der Bücherschrank im Haus muss ausgeräumt werden. Bei den üblichen Verdächtigen gibt es nur Cent-Beträge für die Bücher im Ankauf. Da ist dann der Tauschbücherschrank vor Ort die schönere Lösung.
Sonne tanken
Den Gang zum Briefkasten nutzten wir denn auch aus, das schöne Wetter zu genießen und machten eine kleine Runde durch den oberen Teil des Ortes. Danach widmetet ich mich wieder dem Schreibtisch, der Wäsche und dem Kleiderschrank. Den mistete ich ein wenig aus. Damit die „neue“ Kleidung hineinpasst.
Morgen fängt dann die zweite Weiterbildungswoche an. Daher noch die Sachen zusammengepackt und Kleidung rausgelegt.
Manchmal sind Lösungen so einfach. Manchmal treiben einen einfache Lösungen auch um.
Bereits am frühen Vormittag zum Haus gefahren. Bevor der Besuch kommt wollte der Schwebetürenschrank ausgeräumt werden. Ja, genau der, den mit dem Redebedarf. Wir waren tatsächlich, mit Unterbrechung vom Besuch, den ganzen Tag damit beschäftigt Kleidung aus dem Schrank zu räumen und in Säcke zu verpacken.
Gegen 17 Uhr hatten wir ca. 14 120 l Säcke befüllt gehabt, die wir zur Sammelstation der Diakonie für die Ukraine-Hilfe brachten. Als wir den Hof verließen, hatte ich ein gutes Gefühl und Herr Mohnblume machte sich Sorgen, ob die Kleidung wirklich da ankommt, wofür sie gedacht war. Wir hatte bereits beim Einpacken versucht ein wenig vorzusortieren. Also möglichst Unterwäsche zusammen, Jacken, Sommerkleidung, Winterkleidung in eigene Säcke zu packen sowie Bettwäsche und Decken, soweit es eben möglich war. Herrn Mohnblume ließ das Thema „Kleidung“ und „Sammelstelle“ auch den restlichen Abend nicht mehr los. Besonders auf dem Nachhauseweg sinnierte er noch weiter darüber. Denn es stimmt schon, wir haben viel gute Kleidung – also wirklich Markenkleidung – in die Säcke gepackt. Ensembles, die zusammen im Schrank hingen, versucht ineinander zu legen, damit sie als Ensemble erhalten bleiben. Die Schwiegerschwester hatte mal in der Verwaltung eines Modehauses gearbeitet und daher viel Wert auf ihr Äußeres gelegt. Einiges, was mir passte oder vielleicht auch der kleinen Schwiegerschwester passen könnte oder wir bei uns zuhause einen Mangel haben (Handtücher), wurde aussortiert. Insgesamt füllte das zwei weitere Säcke.
Bereits im Vorfeld hatten wir ja überlegt, was wir mit der ganzen Kleidung tun werden. Am Ende hatten wir uns ganz bewusst für die Ukraine-Hilfe entschieden. Jetzt hoffen wir, dass sie auch bei den Menschen, die sie brauchen ankommt.
Wir haben jetzt auch Unmengen an Kleiderbügeln übrig. Einige habe ich für unseren Schrank gesichert – viele Holzbügel für Hosen, Kleider. Manche nur für Hosen, manche für Hosen und Blusen oder/und Jacken in Kombination. Einen Teil werden wir wohl auch im Schrank lassen.
Besuch
Zwischendrin kam dann Besuch. Die neuen Hausbesitzer in spe wollten nochmal durchs Haus und Bilder machen. Außerdem wollte ein Elternteil das Haus auch besichtigen. Es wurde eine sehr lustige Runde. Der Elternteil ist ein sehr humorvoller Mensch und wir hatten viel zu lachen. Besonders als es um die Frage ging, was denn mit den Möbeln passieren sollte. Der Elternteil und ich waren schon mal darüber ins Gespräch gekommen, als wir allein im oberen Stockwerk waren. Da waren wir uns einig, die „Jungen“, zu fragen, ob sie was übernehmen wollen. Im Wohnzimmer dann, das Angebot des neuen Hausbesitzer, wir könnten alles, was wir nicht brauchen würden, stehen lassen. Daraufhin ich, wie aus der Pistole geschossen „Okay, Schatz, wir können dann absperren und gehen.“ Der Elternteil kriegte sich vor lachen fast nicht mehr ein. Als die Lage dann wieder ernster war und wir alle mal im oberen Stockwerk standen, hatte auch der Schwebetüreneinbauschrank einen neuen Besitzer. Für den Rest verblieben wir dann so, dass wir uns alle Gedanken machen, sie, was sie noch übernehmen möchten und wir, was wir behalten wollen. Wir wissen von drei Möbelstücken sicher, dass sie sie bekommen werden und auch haben möchten. Alles andere werden wir sehen.
Über die Lösung mit dem Schrank und den restlichen Möbeln sind wir alle sehr froh und glücklich. Überhaupt sind wir alle sehr glücklich, weil sie das Haus haben wollen und wir es ihnen gerne geben.
Am Abend
Am Abend hatten wir es, neben dem Kleiderschrank, auch noch geschafft eine Truhe auszuräumen. Der Inhalt der Truhe, wanderte fast komplett in den Müll. Übrig gebliebene Stoffreste aus Handarbeiten, angefangene Strickarbeiten, wofür es keine Wolle mehr hatte. So Dinge halt. Wir werden noch ein wenig mit ausräumen beschäftigt sein.
Nächste Woche ist erstmal wieder Weiterbildungswoche. Da wird das ein wenig ruhen. Gegen halbacht packten wir unsere Sachen zusammen und fuhren nach Hause.
MonAmour und ich haben uns nochmal Gedanken zu den Möbeln gemacht. Der auf Maß gebaute Schwebetürenschrank, den ich so gerne behalten würde, passt nicht in unser Haus. Genauer gesagt passt er eigentlich nur an eine Wand. Das würde aber bedeuten, dass wir das Zimmer komplett ausräumen müssten. Heute Nacht nochmal sinniert. Ich habe da nochmal Redebedarf. Das Ding ist vier Meter lang und 2,38 Meter hoch. Mit den Türen 70 cm Tief – ohne die Türen 60 cm. Massiv. Einer Marke die für gute Möbel steht. Wir hatten die Diskussion schon einmal. Schwierig das.
Kommunikationsstile und Zirkuläres
Haben Sie vielleicht mein Buch von Virginia Satir gesehen? Selbstwert und Kommunikation. Seitdem ich aufgeräumt habe, bin ich ständig am Suchen von Büchern. Ich muss das Ordnungssystem nochmal überdenken. Dabei hätte es heute in unserem virtuellen Treffen so gut gepasst. Da versuchten wir die Kommunikationsstile und die zirkulären Fragen zusammenzubringen. Und so ganz nebenbei erwähnte die Kollegin da zwei Punkte, die auch gut als Blogbeitrag dienen können. Wenn ich mir die Wand an der ich meine Ideen zu Blogbeiträgen so anschaue, dann habe ich bereits ein Jahr gefüllt. Ziel: ab Mai soll jeden Monat ein Beitrag auf der beruflichen Seite erscheinen.
Gelernt, dass ich ein wenig Druck aus der Sache rausnehmen muss. Das hat mir, glaube ich letztens dieses Bienenverhalten beschert. Zuweilen möchte ich alles auf einmal erledigen, am besten gestern schon und Früchte ernten. Was natürlich so überhaupt nicht funktionieren kann. Und dann noch diese komischen Gedanken, wenn ich so die nächsten Arbeitsschritte plane.
Frau Giese erwähnte es bereits in ihrem Kaffeehaus:
„Ich empfinde eine Dissonanz zwischen der Tatsache, dass das Leben so weiterläuft, wie es geplant und gebucht war, dass wir arbeiten und kurzurlauben; eine Dissonanz zwischen dem vordergründig Normalen und der weltpolitischen Kulisse, vor der dieses Leben gerade stattfindet.„
Mir geht es da zuweilen sehr ähnlich. Ich plane für die Zukunft, überlege, ob ich mir dieses Jahr mal eine Woche Auszeit gönne. Wir schauen nach Häusern. Planen für eine Zeit auf dem Land. Gleichzeitig schwingt immer die Sorge vor der Bedrohung mit, die Bilder der Menschen, die gerade alles verloren haben, alles verlieren. Die sich nach Sicherheit sehnen. Schwierig, das.
Spontan
Herr Mohnblume kommt ins Büro, fragt, ob wir vielleicht einen Ausflug machen wollen. Wir hatten mal wieder die gleichen Gedanken. Das Haus muss ja noch immer ausgeräumt werden. Unsere erste Station ist die Kartonagenfabrik. Man bittet uns draußen zu warten, sie hätten einen Coronafall. Von der Tür aus kaufen wir 20 Kartons in zwei verschiedenen Größen. Ein Teil der Kartons ist für Zuhause – Ausmistmodus. Der größte Teil für die Sachen im Haus. Anschließend fahren wir zu einem weiteren Sozialkaufhaus. Dort ist es ziemlich voll an Waren und sehr verwinkelt. Es gibt dort wirklich alles. Wir finden sogar Teile für den Staubsauger im Haus. Auffällig ist, dass die Möbel zum Teil teurer ausgepreist sind, als im Gebrauchtwarenhof, den wir zuerst besuchten. In einem Abteil verweilen Herr Mohnblume und ich länger. Es ist das Abteil mit den richtig alten Möbeln. Ich weiß jetzt was Kaufrausch bedeutet. Scherz beiseite. Dort standen wirklich schöne Sachen, richtig schöne alte Schränke, Vitrinen, Kommoden, die Geschichten erzählten. Wenn man genau hinhört, ihnen über die Oberfläche streicht, hört man ihre Geschichten.
Nur bei der Frage „Was tun mit den Möbeln“ hat es uns noch nicht richtig weitergebracht. Denn was uns auffiel, war – in allen Einrichtungen, die wir jetzt besuchten – der Umgang mit den Möbeln ist eher ruppig. Ja, es ist ihr täglich Geschäft. Wir haben da wirklich Möbel rumstehen, die bisher noch keine Macken und Kratzer haben. Die wir so auch nicht in den Häusern fanden. Wir sind noch immer unschlüssig und zögerlich. Vielleicht bringt das Wochenende antworten.
Schlecht vorbereitet
Heute hat hier jemand im Haus Geburtstag und ich bin schlecht vorbereitet. (Die erste Hälfte vom Satz ist von Herrn Fischer geklaut, immerhin habe ich sie selbst getippt).
Keine Präsente, noch nicht mal Blumen und auch kein richtiges Ausflugsziel. Immerhin gab es selbstgebackenen Kuchen. Den zauberte ich noch frühmorgens in und aus dem Backofen. Später überlegten wir wohin unser Ausflug gehen sollte. Zielpunkt eins: Burg Feuerstein – die eigentlich keine Burg ist. Zielpunkt zwei: Das Walberla. Da hatten wir uns mal vorgenommen öfter raufzugehen.
Davor jedoch noch einen Abstecher zum Schwieger gemacht. Dort ein wenig aufgehalten. Im Auto dann, weil wir waren ja schon in der Gegend, noch beschlossen, die Sachen, die wir bereits vom Haus in die Garage gebracht hatten, um sie auf den Recyclinghof zu bringen, auf den Recyclinghof zu bringen. Also auf zum Haus. Sachen einladen. Am Recyclinghof dann wieder einmal die Erfahrung gemacht, dass dort auch richtig gute Sachen landen. Auf der Treppe zu den Sperrmüllcontainer stand ein wunderschöner verschnörkelter Lehnenstuhl. So einen, wie man sie in Schlössern manchmal auch sieht. Bei dem Anblick sprang sofort die Retterin der alten Möbel auf. Wir ließen ihn aus bekannten Gründen stehen. Neben uns parkte ein professioneller Haushaltsauflöser, der mal wieder alles in den Sperrmüllcontainer packte. Auch gute Männerschuhe. Das war uns auch schon öfter aufgefallen, dass Haushaltsauflöser hier die Sachen in den Container schmeißen. Ich weiß jetzt auch nicht.
Burg Feuerstein
Burg Feuerstein erbaut 1941 hat ja einen Nationalsozialistische Vergangenheit, wie Wikipedia berichtet. Heute ist es eine Jugendherberge mit Landwirtschaft und Kindergarten. Wenn man das Gelände betritt, wird man per Schilder darauf hingewiesen, dass man als Besucher herzlich willkommen ist, jedoch dafür Verständnis haben sollte, dass es sich hier um einen Privatbesitz handelt und man zwar herumlaufen, aber nicht überall hin darf.
Beim herumlaufen stellten wir fest, dass es ganz schön abgekühlt war. Der Wind war eisigkalt. Und weil schon spät, ließen wir das mit dem Walberla mal sein.
Vom Fensterbankerl aus
Jeden Morgen wird das Kind von gegenüber auf die Straße geschickt, dort wartet es unter Aufsicht von Mama und Geschwister auf den Klassenkamerad. Der seinerseits von seiner Mama begleitet wird. Dann machen sich die beiden auf den Weg, während vom Dachfenster zur Straße noch ein wenig getrascht wird. Das ist ein schönes Ritual. Jeden Morgen, außer am Wochenende und in den Ferien. Das hat sowas Zuverlässiges. Oder heißt es verlässliches? Sie wissen schon.
Seit ein paar Tagen kommt hier auch immer wieder eine Frau mit Koffern vorbei. Jeden Tag trägt sie entweder einen oder zwei Koffer mit sich. Vielleicht hat sie dort Sachen für die Hilfsorganisationen drin. Oder sie zieht um und nimmt jeden Tag ein wenig mit.
Früh aufgestanden. Kaffee getrunken und irgendwas am Schreibtisch. Irgendwas trifft es heute besonders. Wie eine Biene mal hier mal da mal dort was gemacht. Konzentration auf ein oder zwei Dinge – keine Chance.
Die Beziehungspartnerschaft heute auch irgendwie anstrengend. Nach dem Motto, für jedes Problem gibt es ein Buch. Denn auch eines bestellt. Reden hilft grad nicht. Reden läuft grad irgendwie schief. Getreu der Transaktionsanalyse sind wir grad beide dabei Rabattmarken zu kleben. Da wieder rauszukommen, nicht einfach. Deshalb viel Abstand.
Irgendwann war es dann Nachmittag und der Nachbar hatte was zum Schweißen. Damit war dann wirklich viel Abstand.
Da weiterhin keine Konzentration möglich war und ich immer noch wie eine Biene von Blüte zu Blüte schwang. Das einzig sinnvolle gemacht: Fenster putzen. Frische Luft, Bewegung und zumindest kurzzeitig ein Erfolgserlebnis. Davor noch die Vogeltränken gesäubert neu bestückt und befüllt. In jeder Vogeltränke liegen Steine, damit zum einen damit die Vogeltränken bei Ungleichgewicht nicht ins Schwanken geraten und zum anderen, damit die kleinen Vögel nicht absaufen und in Panik geraten.
Die Vogeltränke wurde dann auch gleich wieder von Sperlingen und Amseln bevölkert. Seit zwei Tagen kommt frühmorgens das Rotkehlchen vorbei. Manchmal auch öfter am Tag.
Nach dem Fensterputzen noch ein wenig um die Küche gekümmert.
Im Anschluss dann bis zur Vorbereitung des Abendessens noch ein wenig Hörbuch. Lassen Sie mich den Tag unter „War doof“ ablegen.
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