10.11.2025 – Wie sehr man sich doch gewöhnt
Sonntagsausflug
Der Sonntagsausflug führte uns ins Freilandmuseum. Samstag und Sonntag standen ein weiteres Mal „Küchengeschichten“ auf dem Programm. Samstag hätte es Kakao in einem der Häuser gegeben. Neben anderen kulinarischen Köstlichkeiten in einer der Mühlen.
Am Sonntag war dann wieder nur die eine Mühle für Kulinarisches in Betrieb. Dort gab es Suppe, Feuerspatzen, Krautnudeln, Kaffee und Tee. Wir waren zwar spät dran, aber doch so rechtzeitig, dass wir frisch gebackenen Feuerspatzen bekamen. Raus aus dem Fettsud, rein in die Zucker-Zimt-Mischung und ab in die Tüte. Um 15:30 Uhr schloss die Küche wieder. Sehr schade, denn gegen Abend hätten wir vielleicht die Krautnudeln probiert.
Die Dreharbeiten scheinen nun abgeschlossen zu sein. Die Kulissen waren wieder verschwunden. Seltsam wie sehr wir uns an dieses große Tor (Filmkulisse) gewöhnt hatten und wie sehr es dann doch das „Dorfbild“ veränderte, nachdem es nicht mehr stand.
Den Samstag verbrachte ich bis zum Nachmittag am Schreibtisch. Nachdem der Teamworkshop am Freitag erfolgreich verlief, machte ich mich darüber, den Ordner wieder zu sortieren, die Bücher zu verräumen, das Moderationsmaterial aufzufüllen. Auch wieder alle Stifte, die mir als „kaputt“ in die Tasche gelegt wurden. Es wurden auch die Stifte wieder befüllt, die bereits Ermüdungserscheinungen zeigten. Moderationskarten gezählt. Ja, ich zähle meine Moderationskarten – noch. Denn noch stelle ich den Moderationsverbrauch nach realem Verbrauch in Rechnung. Dabei stellte ich fest, dass auch mal wieder an der Zeit war, das ein oder andere nach zu bestellen. Schließlich folgte noch die Reflexion, in die auch Teile der Rückmeldungen einflossen sowie Anmerkungen, die ich mir zu den Zeiten und Reihenfolge der Punkte aufschrieb.
Das Fotoprotokoll schiebe ich noch.
Den Samstagnachmittag verbrachten wir dann damit das Auto des Schwiegers wieder zu seinem Besitzer zu bringen, nachdem dieses nun frisch geprüft und TÜV bis 2027 ausgestattet ist, wieder blitzt und blinkt, einen Kundendienst mit Wechsel fast aller Flüssigkeiten hinter sich brachte.
Da das Auto des Schwiegers bei uns im Hof stand, war unser Auto draußen auf der Straße geparkt. Am Donnerstag kam der Nachbar wegen einem Schaden an seinem Auto. Dabei stellte sich heraus, dass auch wir einen Schaden an unserem Auto hatten. Missgeschicklich hatte der Nachbar zu bald eingeschlagen und an beiden Fahrzeugen bleibende Eindrücke hinterlassen. Es wird unser nachbarschaftliches Verhältnis nicht belasten. MonAmour hat jetzt ein wenig Arbeit mehr.
Workshoptag
Ich wurde gerufen, um das Thema Partizipation mit dem Kunden und seinem Team zu bearbeiten. Praxisnah und aktiv. Das tat ich und früher aufhören tat ich auch. Beeindruckt hatte ich den Kunden im Vorfeld, weil ich vor Ort fuhr, um mir zwei Stunden lang einen persönlichen Eindruck zu machen. Meine Eindrücke flossen in den Workshop ein. Die Rückmeldungen waren gut, denn es war aktiv. Zusätzlich hätte man sich mehr Praxisbeispiele gewünscht, also noch mehr, als bereits vorhanden. Als auch mehr Bewegung. Was ich sehr interessant fand.
Denn als wir morgens anfingen, war die Frage, wie ich den den Raum gestellt haben möchte. Stuhlkreis, sagte ich. Ein seufzen mit den Worten, „alle wollen immer einen Stuhlkreis“. Frage von mir, wie sie es gerne hätten, brachte die Antwort, Tische. Ich erklärte, dass Tische oft wie Schule wirken und das wollen wir nicht. Am Ende des Tages fanden sie den Stuhlkreis gar nicht schlecht, weil man doch kaum im Stuhlkreis saß. Mehr Bewegung bezog sich dann auch auf mehr „sportliche Aktivität“. Tische und (sportliche) Bewegung – nicht gerade meine Favoriten im Workshop. Ich werde mir wohl mal was überlegen müssen.
Überlegen muss ich mir auch meine Zutaten für eine gestaltete Mitte, sowie das Transportmittel dafür. Es wird Zeit, dass ich mein Equipment erweitere.
Der Kunde sorgte auch dafür, dass man mir meine Sachen zum Auto trug. Denn ich hatte mein Flipchart dabei – ich möchte nach den letzten Erfahrungen mit Flipcharts nicht mehr darauf verzichten – meine zwei Flipchartköcher, der eine mit den gestalteten Flipcharts der andere mit leeren Flipcharts für Gruppenarbeiten, meine Moderationstasche und meinen Koffer mit den Unterlagen und Büchern.
Es wurde schon gescherzt, ob ich den mit dem Anhänger gekommen sei. Als wir beim Auto ankamen, wurde ungläubig gefragt, ob ich das alles in das Auto bekommen hätte, ohne die Sitze umzuklappen. Ich bestätigte und lud die Sachen wieder ein. Im übrigen stand im Kofferraum auch noch eine Gertränkekiste, die darauf wartete beim örtlichen Getränkehändler umgetauscht zu werden. Auch wenn ich den Compact oft als zu klein empfinde – wenn ich neben diesen Dingen auch noch Spielmaterial mitnehme, muss ich sehr genau überlegen, wo ich was hinpacke, die Sitze bleiben oft in ihrer ursprünglichen Position – ist er doch ein kleines Raumwunder.
