20.11.2025 – Wintereinbruch
Am Wochenende – also am Sonntag – waren MonAmour und ich noch bei Sonnenschein und Frühlingshaften Temperaturen unterwegs und dann das. Wir entschlossen uns, nachdem wir bereits das Autor startklar hatten, doch für die Variante „Spazieren vor der Haustür“. Sprich wir spazierten ins nächste Nachbardorf. Durch den Wiesengrund den Weg vor zur Hauptstraße am Bäcker vorbei. Schließlich braucht jeder Wegzehrung. Ins nächste Nachbardorf, an den Bahngleisen entlang, beim Bahnhof durch das Tunnel auf die andere Seite und über weitere Nebenstraßen zurück zur Haustür. Insgesamt zweieinhalb Stunden. Wir genossen das Wetter und den Sonnenschein. Ich zog irgendwann sogar die Jacke aus, obwohl ich schon zur Übergangsjacke gegriffen hatte.
Vergraben am Schreibtisch
Ein wenig geriet ich in Verzug mit meinen Rezensionen. Zu viele nebenher Geschichten. Letzte Ausfahrten und so. Also vergrub ich mich am Schreibtisch. Inzwischen bin ich wieder aufgetaucht und geriet ein wenig in Aufregung. Ich hatte den Kalender von 2026 aufgeschlagen statt den von 2025. Da strahlte mich ein Termin an und ich fragte mich fünf Minuten lang, wie ich diesen verpeilen konnte und warum ich nicht da war. Beschwert hatte sich auch niemand. Bis der Blick auf den anderen Kalender fiel. Herzlich über mich selbst gelacht und froh gewesen, dass ich doch nichts verpeilt hatte.
Dafür entdeckt, dass zum nächsten Zweitagesworkshop nur noch zwei Wochen hin sind. Ich habe eine gute Planung und muss die Punkte nur noch mit Inhalt füllen. Das erleichtert es sehr.
Regalaufbau
Heute auch endlich einen Termin fix gemacht, den ich schon seit Monaten vor mir herschiebe. Dabei erfahren, dass der Ruhestand jetzt dann auch genutzt werden soll. Sprich die Besuche bei der Schwiegerschwester werden eingestellt. Abschied und Regalaufbau in einem Aufwasch.
Bereits im Sommer hatte ich ein Regal für die Schwiegerschwester besorgt. Das wurde denn auch zu mir geliefert. Seitdem steht es hier – noch immer in einzelteilen verpackt – im Arbeitszimmer und wartet auf den Transfer im Heim sowie auf den Aufbau dort. Ich hatte ein Angebot bekommen, man würde mir beim Aufbau helfen, das Angebot habe ich heute mit Termin angenommen. Gleichzeitig wird der Helfer seine Besuche mit diesem Termin bei der Schwiegerschwester einstellen. Der Helfer ist seit diesem Jahr im Ruhestand und möchte die Zeit mit seiner Partnerin genießen. Mit Reisen und Freizeit und nur noch wenig Ehrenamt. Ich kann’s verstehen.
Ich hoffe jetzt nur, dass wir das Regal nicht an der Wand verschrauben müssen. Ich habe aus der Serie ein, zwei Nummern kleiner und es ist sehr sehr stabil. Ich hoffe das Regal ist ähnlich stabil.
Es wird für die Schwiegerschwester ein ganz schön schwerer Tag werden. Veränderungen sind nicht ihr Ding. Regal und Abschied. Und ich will dann auch noch einräumen. Nächste Woche werde ich sie darauf vorbereiten.
Erster Schnee
Gestern Abend, als MonAmour, sich bettfertig machte, hatte er nochmal die Terrassentür geöffnet mit einem „Es schneit“. Leise rieselten Flöckchen hernieder. Es lag bereits in der Luft. Wurde es doch mit Beginn der neuen Woche immer kälter und frostiger draußen. Allerdings der Schnee, auch wenn er schon wieder weg ist, hat es jetzt nochmal kälter gemacht. Ich könnte die Heizung hochdrehen. Will ich aber noch nicht. Also sitze ich mit meiner Decke umwickelt am Schreibtisch.
Geht es Ihnen auch so, dass Sie sich am Ende des Tages fragen, was Sie eigentlich so geschafft haben? Heute ist wieder so ein Tag, an dem ich frühmorgens am Schreibtisch saß. Die Mails abgerufen und gleich eine neue Aufgabe bekommen. Neben den beiden bereits bekannten Fortbildungen wurde ich jetzt auch für ein Führungsthema angefragt. Ja, ich habe ein wenig überlegt und dann doch zugesagt. Mein Kalender sieht für das erste Halbjahr schon wieder gut gefüllt aus. Jetzt muss ich aufpassen, dass ich mir meine Vorbereitungszeiten gut einteile.
Mit dem neuen Thema sind jetzt insgesamt drei neue Fortbildungsthemen dazugekommen. Die Fortbildungen wollen gut vorbereitet sein und brauchen noch eine schlüssige Konzeption. Alle Fobis finden Online statt. Kommt mir auch sehr entgegen.
Heute dann auch die Feinplanung für den Zweitägigen Workshop an den Kunden weitergegeben. Bin gespannt, ob noch Änderungen kommen. Im Anschluss ein paar Rechnungen geschrieben, vorbereitete Mails weggeschickt. Zum neuen Thema recherchiert. Ein wenig ChatGPT bemüht. Plötzlich war Nachmittag und noch plötzlicher Abend.
Ganz ehrlich. Es fühlt sich schon sehr gut an, wenn der Kalender sich mit Workshopterminen füllt. Klar, dass es bisher nur Termine sind, die, gerade bei offenen Veranstaltungen immer noch abgesagt werden können. Aber so bis Juli einen gefüllten Kalender zu haben, ist schon ein gutes Gefühl.
Weihnachtszeugs
Mit dem anstehenden Besuch bei der Schwiegerschwester dann heute auch Weihnachtsmänner, Pralinen, Adventskalender und Lebkuchen bestellt. Die Firma, die auch glutenfreie Lebkuchen macht und auch sonst auf mehr Nuss im Lebkuchen achtet, ist im Fichtelgebirge ansässig.
Inzwischen freue ich mich schon auf den ersten Glühwein. Den gibt es nächste Woche – zur Christkindlmarkteröffnung. Meine Peergroup möchte sich just an dem Tag Vormittags treffen, was bedeutet, dass ich an dem Tag zwar in Nürnberg bin, jedoch vom Treffen zur Schwiegerschwester aufbreche. Ihr die Lebkuchen und den Adventskalender bringe, sie auf das Regal vorbereite. Im Anschluss werde ich dann Glühwein kaufen und diesen dann zur Eröffnung im Fernseher warm machen. Vielleicht gibt es dazu sogar noch Bratwurstsemmeln als Abendmahl. Da kann das Christkindl dann gerne seinen Prolog halten.
Ob ich die Weihnachtsdeko schaffe bis zum ersten Advent weiß ich noch nicht. Vorgenommen hatte ich es mir. Ich müsst allerdings auch erst noch eine Regalgrundreinigung starten. Überhaupt habe ich schon wieder viel zu viele Ideen im Kopf, die alle mit viel viel Arbeit verbunden sind. Zum Beispiel den Schreibtisch umstellen. Das wird jedoch noch bis nach dem Workshoptermin warten müssen. Ich möchte ihn nicht mehr schräg stehen haben sondern gerade. Doch erst muss jetzt mal das Regal zur Schwiegerschwester und dann sehen wir weiter.
Dieses Jahr hätte ich auch gerne wieder einen Adventskranz. Mal wieder ein wenig Adventszeit mit Tannenzweigen und Kerzen. Doch auch dies steht noch auf der Wunschliste. Bis zum ersten Advent hat es ja noch ein paar Tage. Es wäre der erste Kranz seit dem Tod meiner Oma. In dem Advent hatte ich den Kranz selbst gebunden mit Zweigen aus dem Garten. Dann starb die Oma an Heilig Abend und seitdem gab es bei mir auch keinen ‚echten‘ Adventskranz mehr.
Gänsetraum
Überhaupt Weihnachten. MonAmour hat angedeutet, dass er gerne mal wieder Gans hätte. Nachdem die Lebensmittelpreise so explodiert sind, sind wir beide noch nicht so überzeugt, ob es eine gute Idee ist, doch hätten wir auch beide riesig Lust drauf. Ich vermute ein wenig auch das eingemachte Blaukraut hinter dem Wunsch. Letztens kam er bereits schon mit der Idee zu den Hackbällchen Blaukraut zu machen. Was mich nach all den Jahren etwas irritiert, weil wir schon ewig kein Blaukraut mehr zu irgendwas hatten. Jetzt mit dem selbstgemachten in den Weckgläsern…
So, meine Augen brauchen jetzt vom ganzen Schreibtischsitzen Ruhe.
Schlumpfen Sie schön.
