20.03.2026 – Saisoneröffnung
Das Freilandmuseum in Bad Windsheim hat seit 14.03. wieder seine Pforten für Besucher geöffnet. Wir flanierten am 15.03. auf den Wegen, besuchten das ein oder andere Haus von Innen, unser Lieblingshaus ist seit dieser Saison wegen Bauarbeiten gesperrt. Wir sind gespannt, wie lange es dauern wird. Denn ein Haus, welches bereits letztes Jahr schon wieder eröffnet werden sollte, ist noch immer verschlossen. Ein weiteres befindet sich ebenfalls „in Arbeit“.
Als wir auf dem Weg zum Behelfsheim waren und dabei den Weg nutzten, der am noch aufzubauenden Trafohaus vorbeiführte, erzählte ich gerade etwas und knickte aus dem Nichts mit dem linken Fuß um. Höllische Schmerzen ereilten mich. Tränen schoßen mir in die Augen. Leider war nirgends eine Sitzgelegenheit. So blieb mir nur mich zu krümmen, den Fuß nicht zu belasten und zu warten bis der Schmerz etwas nachließ. Am Arm von MonAmour setzte ich nach fünf Minuten den Weg fort. Es gelang mir immer wieder den Schmerz wegzuatmen oder zu laufen. Wir überlegten kurz zum Auto zurück zu kehren. Ich beschloss jedoch zunächst noch zu testen, ob ich mit dem verstauchten Knöchel noch laufen kann und zu gucken wie stabil er noch ist. Es ging. Mal mit wenig mal mit mehr Schmerzen, je nach Denkanstrengung. Hauptsächlich jedoch war das Laufen eingeschränkt möglich.
Daher liefen wir keine zweite Runde und kürzten auch die erste etwas ab.
Am Auto angekommen hatte ich mehr bedenken davor, den Knöchel jetzt ruhig halten zu müssen und damit beim Aussteigen Zuhause eine Versteifung mit Schmerzen zu riskieren. Zwischendurch bewegte ich den Fuß in verschiedene Richtungen, um zu spüren, welche Bewegungen gehen, welche nicht, wann wo ist es besonders schmerzhaft.
Zuhause besah ich mir den Knöchel, der dick geschwollen war, trug ein Schmerzgel auf und bandagierte den Knöchel. Die Nacht schlief ich fast durch. Nur ab und an wachte ich auf, um beim umdrehen möglichst den Fuß bzw. Knöchel zu schonen.
Inzwischen ist der Knöchel nur noch wenig geschwollen. Die Behandlung mit ruhig stellen, Schmerzsalbe am Abend und am Morgen sowie Verband zur Stützung des Gelenks, zeigen erste Heilungsergebnisse.
Werkstatt
Zum Glück bin ich diese Woche nur Zuhause tätig. Nächste Woche habe ich wieder zwei Auswärtstermine, die allerdings nur Vormittags stattfinden. Mal sehen, wie sich das mit dem Knöchel bis dahin verhält.
So habe ich jetzt die Gelegenheit mich voll und ganz meinem Seminar am Ende nächster Woche zu widmen. Lesen, schreiben, lesen. Das gelesene in eine PowerPoint fassen und ein Skript, welches die Teilnehmer*innen nach dem Webinar bekommen. Zwischendrin den Fuß hochlegen.
Die Themen nehmen die Entstehung von Stress in den Blick, handeln von Selbst- und Co-Regulation. Wir werden uns anschauen, weshalb Kinder herausgefordert sind und wie pädagogische Fachkräfte sie durch ihr Emotionschaos begleiten können.
Zwischendurch lese ich zwei Konzeptionen, die mir zur Ansicht gesendet wurden. Beide, die pädagogische Konzeption als auch das Schutzkonzept, müssten überarbeitet werden.
Freizeit
Durch das verstauchte Fußgelenk ist die Bewegungsfreiheit ein wenig eingeschränkt. Hier im Haus gibt es noch Krücken, die jederzeit einsatzbereit sind. Doch ist jetzt erstmal Schonung angesagt. Einkaufswege habe ich bisher vermieden.
Hier im Haus hatte jemand Geburtstag, daher machten wir einen Autoausflug und holten einen der fahrbereiten Oldtimer aus der Garage. Obwohl ich am nächsten Tag weiter an meinem Workshop arbeiten wollte, befand ich mich plötzlich beim Tüv. MonAmour hatte die Idee das schöne Wetter zu nutzen und lockte mit „Du kannst ja dann am Samstag …“ Ich nahm Arbeit mit zum Tüv, setzte mich dort auf eine Bank und las zum Thema über Selbstregulierung. Nach der Untersuchung des Autos holten mich MonAmour und der Tüvprüfer von der Wartebank ab. Zwischendurch kamen andere Tüvprüfe vorbei. Einer von ihnen bot mir sogar ein Heißgetränk an. Sehr nett. Es stellte sich heraus, dass das Auto mal wieder für Ablenkung bei den Prüftüvern sorgte und die Untersuchung deshalb auch etwas länger dauerte zwecks Bewunderung des originalen Zustands als auch dem „wie fast aus dem Laden“. Immer wieder schön, wenn man Menschen mit „alten“ Autos überraschen kann. Vor allem die, die mit, oft auch mit alten Autos zu tun haben und den „Neuwagenzustand“ zu würdigen wissen.
Allerdings wie lange wir noch die fünf Freunde behalten steht gerade in den Sternen. Wir überlegten bereits aufgrund der allgemeinen Lage sowie Preise an den Tankstellen, das eine oder andere zu veräußern. Überlegen auch, welche der fünf Freund wir behalten, welche wir zum Verkauf anbieten würden. Wir haben klare Favoriten.
Gartengeflüster
Das Frühbeet muss leider auch noch warten. Inzwischen ist jedoch die erste Pflanzkartoffellieferung eingegangen zusammen mit Speisekartoffeln. Ich hatte bei der Bestellung nicht aufgepasst und habe ausversehen neben den Pflanzkartoffeln auch Speisekartoffeln bestellt. Ist mir erst später aufgefallen. Daher haben wir jetzt drei Kilo Kartoffeln zum Verbrauch zuhause.
Die Pflanzkartoffeln müssen auch noch ein wenig warten. Das dafür vorgesehene Beet ist noch nicht vorbereitet. Ich hoffe bis Mitte April wieder fit zu sein, so dass dann die Beete vorbereitet sind und die Pflanzkartoffeln in die Erde können. Dieses Jahr mit weniger Sorten und auch von der Menge weniger, dafür mit einer neuen Sorte, die wir noch nicht hatten, neben zwei Altbewährten.
Die Gemüsezucht geht auch nur schleppend voran. Manches wächst anderes hat beschlossen gar nicht erst aufzugehen. Nachzucht ist angesagt.
