↓
 

Frau Mohnblume bloggt

  • Blog
  • Wer schreibt hier?
  • Blogroll
Home - Page 3 << 1 2 3 4 5 … 145 146 >>

Post navigation

← Ältere Beiträge
Newer posts →

26.01.2026 – Winterwunderland & Grinsend zum Kunden

Frau Mohnblume bloggt 27. Januar 2026 |
Intuition & Bullerbü im Winterwunderland

Vor nicht ganz zwei Wochen schrieb ich einem Kunden wegen der Ankunftszeit. Das war nach dem ersten Wintereinbruch, als das halbe Land ins Winterchaos gestürzt wurde. Da schrieb ich „Sofern das Wetter mitmacht bin ich um 8 Uhr da“. Nicht ganz zwei Wochen später fängt es Sonntagnacht zu schneien an und schneit und schneit und schneit. Das trieb MonAmour und mich, nach dem Tatort, hinaus, um erstens das Auto freizuschaufeln, um zweitens den Gehweg von der 10cm hohen Schicht zu befreien, um drittens das Auto freizuschaufeln. So schnell konnte man gar nicht gucken, wie das wieder zuschneite. Den Wecker stellte ich auf 5:35 Uhr.

Um 5:29 Uhr am nächsten Morgen spricht MonAmour was von Aufstehen, weil eigentlich schon zu spät. Also raus und Morgentoilette. Die Kleidung für den Tag hatte ich schon rausgelegt. Nach dem üblichen Morgengedöns allerdings ohne Kaffee und Essen (Frühstück ist hier im Haus eh eher ein Mittagssnack) raus um Auto und Einfahrt freizuschaufeln, während des Schaufelns der Einfahrt, wieder Auto freimachen. Um 6:15 Uhr versucht den Kunden zu erreichen. Diensthandy. Blöd. Diensthandys haben scheinbar die Angewohnheit in den dafür vorgesehnen Büros rumzuliegen, wo um die Uhrzeit natürlich niemand ist.

Um 6:36 Uhr waren meine Sachen im Auto verladen und ich machte mich auf den Weg Richtung Bamberg. Ca. 65 Kilometer. Bereits am Ende meiner Straße auf die Hauptstraße hinausgeschlingert. MonAmour unkte, ich würde ja doch wieder kommen.

Ich fuhr zwischen 30 und 40 kmh zum Dorf hinaus, mit 50 kmh auf den Frankenschnellweg und irgendwann mit 60 kmh Richtung Bamberg. Kurz vor der Ausfahrt, die mich dann zum Kunden bringen sollte ein Grinsen auf meinem Gesicht. Ich hatte es geschafft, unfallfrei, ohne rutschen und bremsen und Stau. Die anderen Menschen, die ebenfalls auf dem Weg waren, fuhren alle sehr umsichtig. Im Ort des Kunden dann viel viel Schnee und ein sehr verschneiter Parkplatz. Nachdem ich zweimal um die Schule fuhr, stellte ich beim Dritten Mal einfach auf dem Parkplatz für die Lehrer ab. Vor der Tür traf ich einige Menschen, darunter den Kunden. Es war 8:30 Uhr. Nach zwei Stunden Fahrt glücklich beim Kunden angekommen. Ich bekam einen Parkausweis und lud mein Auto aus. Derweil schneite und schneite und schneite es.

Um 16 Uhr, als wir nach einem wunderbaren Tag in einer sehr leeren Schule, das Haus verließen, bot sich ein Teilnehmer an, der mein Auto vom Schnee befreite, sowie das seiner Kolleg*innen. Ein weiterer schaufelte mit einem Schneeschieber den Schnee beiseite. Eine helfende Hand hatte mir eine Tasche getragen. Ich war nicht nur von den Rückmeldungen beseelt, sondern auch von dieser Wertschätzung der Teilnehmer*innen. Wir hatten einen wunderbaren Tag miteinander. Ich bekam eine positive Rückmeldung von einem Teilnehmer, welches eine andere Teilnehmerin veranlasste, mir zu sagen, dass dieses Lob etwas ganz besonderes ist, was den Teilnehmer wiederum zu der Aussage verleitete, er wäre eben sehr kritisch. Ich wuchs in diesem Moment sicherlich um zwei Zentimeter.

Und ja ich fuhr grinsend wieder nach Hause. Zunächst allerdings durch zwei Dörfer, da ich ein wenig Winterlandschaft sehen wollte, ließ das Vorhaben jedoch nach den zwei Dörfern sein über die Landstraße nach Hause zu fahren, da die Straßen noch immer viel zerfahrenen Schnee trugen. So fuhr ich nach den zwei Dörfern doch wieder auf die Autobahn. Während ich jedoch so über Land fuhr, fanden sich immer wieder Stellen an denen viele Kinder und Erwachsene mit Schlitten fuhren, diese den Hügel wieder hochzogen, Schneeballschlachen machten, den Hügel wieder runterfuhren, im Schnee stapften. Es war einfach herrlich anzusehen. Und – verzeihen Sie mir – Es war wie früher, als ich Kind war und wir nach der Schule am Schlittenberg mit unseren Schlitten fuhren. In besonders schneereichen Wintern entstanden dort sogar Iglus neben Schneemännern.

Obwohl die schlittenfahrenden Kinder weit weg waren, konnte ich doch das Vergnügen sehen und, nun ja, fast auch hören. Ein wenig Bullerbü im Winterwunderland.

MonAmour berichtete ich später, nicht ganz ohne stolz, vom Schlingern und am Berg anfahren im Schnee – ich braucht drei Anläufe um aus der Straße des Kundens auf die weiterführende Straße zu kommen. Ja, es war Winter und es war fast wie früher, als so viel Schnee noch zum Winter gehörte und kein außergewöhnliches Ereignis war.

Die älteren unter uns werden sich sicherlich daran erinnern.

Grinsekatze

Das Grinsen ging ein wenig weiter. Herr Fischer schrieb von einem mutigen Angebot. Heute bekam ich einen Anruf, den vor einer Woche hatte ich ein mutiges Angebot abgegeben, welches heute angenommen wurde. Sehr zu meiner Freude.

Tagebuchbloggen |

16.01.2026 – Fehlentscheidungen und Seltsamheiten

Frau Mohnblume bloggt 16. Januar 2026 |

Etwas ausprobiert, was geklappt hat.

Fehlentscheidungen

Froh darüber, dass ich tagebuchblogge. Es hilft uns jetzt ein wenig ein paar Dinge zu klären. Froh darüber ein Backup gemacht zu haben. Froh darüber die alten Blogartikel aufgehoben zu haben. Eine Subdomain erstellt, das Backup aufgespielt. Alle alten Blogbeiträge da.

Das Jahr ging mit Differenzen zu Ende, die Differnzen ziehen sich noch weiter. Jede Partei kam zu dem Schluss Fehlentscheidungen getroffen zu haben. Es werden gerade fleißig Rabattmarken geklebt. Unblogbar nennt Herr Fischer diese Dinge, die privat bleiben sollen.

Seltsamheiten

Das Einwohnermeldeamt – also zwei Mitarbeiter des Einwohnermeldeamts standen heute vor meiner Tür. Sie müssten überprüfen, wer hier wohnt. Offensichtlich wohnt hier die richtige Person. Sie wollten nur mein Geburtsdatum wissen. Den Namen hatten sie sich schon von einem Brief abgeguckt, der aus dem Briefkasten gefallen war. Der da dann auch noch lag, wie man mir freundlich mitteilte. Die Gründe weshalb sie prüften, ob ich noch hier wohne, konnte nicht geklärt werden.

Diverse Vermutungen dazu habe ich. Vielleicht frage ich auch noch mal nach.

Danach den Briefkasten geleert. Also die Briefe eingesammelt, die aus dem Briefkasten gefallen sind. Darunter einer von der Post. Auch da will man eine Erklärung haben, dass ich Ware empfangen habe. Die Ware habe ich tatsächlich empfangen, die ist auch bezahlt, der Absender hat wohl eine Anfrage gestellt. Dem Schreiben lag ein Freikuvert bei.

Dann war erstmal alles ruhig. Bis es zu diesen unblogbaren Ereignis kam. Das wird uns noch ein wenig beschäftigen.

Schreibtischarbeit

Diese Störung bewirkte, dass ich meine alten Tagebucheintragungen aus den Untiefen der Festplatten holte. Um Dinge klären zu können.

Ansonsten bereite ich zwei Fortbildungen vor. Die Vorbereitung für die Freitagsfortbildung wollte ich eigentlich heute abschließen. Wird wohl erst am Montag so sein.

Bleiben drei Tage für die Montagsfortbildung.

Das wird schon irgendwie gehen.

Auch frische Rezensionsexemplare trudeln ein.

Was gut ist

Wieder mit Bewegung nach dem Feierabend angefangen. Also 17 Uhr Schluss, was hübsches auf den Bildschirm geholt und den Crosstrainer aus Sommerpause als auch Winterschlaf geholt.

Durch das Umstellen vom Schreibtisch habe ich hier jetzt so viel Platz, dass ich hier auch noch Yoga machen kann.

Mir drei Bücher gekauft: Momo. Ja, genau. Momo von Michael Ende. Bisher weder den Film gesehen- außer Trailer und Ausschnitte – noch das Buch gelesen. Die folgenden Links führen zu Thalia. Unbezahlte Wergung sozusagen. Dazu gekauft, „Das Momo-Prinzip“ von Sabine Hertweck. Das dritte Buch: „Die geheimnisvolle Bäckerei“ von Evie Woods – es ist ein Liebes- und Selbstfindungsroman. Leichte Kost mit wenig Denken. Nach den vielen Fachbüchern und Vorbereitungen einfach mal ganz schön. Ich wollt auch keinen Krimi haben – mir reichen die im TV. Selbst da haben wir uns jetzt eine Pause gegönnt und uns ein paar Filme angeguckt, die einfach nur eine Geschichte erzählen ohne dass jemand rumzickt oder eine Viertelstunde vor dem Film noch irgendwelche Verwicklungen passieren, wo dann irgendwer beleidigt ist.

Haben Sie eine gute Zeit.

Tagebuchbloggen |

06.01.2026 – Bestellt und Geschlossen

Frau Mohnblume bloggt 16. Januar 2026 |

Gestern hatte der Schwieger Geburtstag. Er bat zum Geburtstagsessen mit Schäufele und Kloß mit Soß. Salat gab’s auch. Das Essen war bestellt für 11:30 Uhr zum Abholen. Wir waren um 11:15 vor der Wirtshaustür. MonAmour: „Mach halt auf“. Da hatte ich jedoch schon an der Tür gerüttelt und festgestellt, dass diese Pforte verschlossen war. Auch Klingeln half nichts. Die gesonderten Öffnungszeiten sprachen auch nichts Gegenteiliges. Eigentlich hätte offen sein müssen. Ans Telefon wollte auch niemand. So fuhren wir mit unseren nicht befüllten Behältnissen zum Schwieger. Unterwegs überlegten wir Alternativen. Montags, an dem die meisten Ruhetag haben, ein nicht ganz unkompliziertes unterfangen. Beim Schwieger versuchten wir es nochmal und es ging jemand ans Telefon. Ich fragte, ob wir unsere drei bestellten Schäufele abholen könnten. Ja, sagte der Wirt, in 15 Minuten. Also fuhren wir los. Geburtstagsessen gerettet. Die Schäufele waren sehr gut, die Klöße weich und der Salat ein bunte Vielfalt mit Kraut- und Karottensalat, Feld- und Blattsalat und Blumenkohlsalat.

Farbtöpfe

Nachdem Essen beim Schwieger fuhren wir in großem Bogen nach Hause. Genossen die Winterlandschaften. Der Weg nach Hause führte uns jedoch noch einen weiteren Bogen zum nächstgelegenen Baumarkt. MonAmour hatte das zerbröselte Tonmännchen wieder zusammengesetzt. Dafür brauchte es jetzt Pinsel und Farbe. Im ersten Baumarkt erstanden wir Pinsel. Im zweiten Baumarkt fanden wir kleine Farbtöpfe, eigentlich Testgebinde, um die Wirkung der Farben auf Fassaden zu testen. Doch wir waren uns noch nicht sicher wegen der Farben als erstanden wir zwei weitere Pinsel mit längeren Borsten als die im anderen Baumarkt zuvor. Wir fuhren in den dritten Baumarkt. Dort fanden wir die bekannten Testfarbentöpfe sowie weitere Testfarbentöpfe mit etwas anderen Grünschattierungen. Eine sehr freundliche Angestellte, die MonAmour schon zweimal begrüßt hatte, während sie mich völlig ignorierte, wollte ihm behilflich sein. Es war interessant zu beobachten, wie sie fast ausschließlich mit ihm sprach und mich nur ab und an anschaute. Vielleicht hätte ich die beiden mal für eine Weil allein lassen sollen, ob sie ihm wohl dann ihre Telefonnummer gegeben hätte?

Wir hatten vom Tonmännchen ein Farbmuster dabei und bereits entschieden, welche Farben wir nehmen. Ich hatte die zwei Farbtesttöpfchen schon in der Hand, die sie dann auch MonAmour empfahl. Doch so richtig gehen lassen wollte sie ihn auch nicht, also bat sie uns zu folgen, damit sie das Farbmuster in ihrem Gerät einscannen kann, um eventuell die Farbe zu mischen, die wir brauchten. MonAmour bestätigte ihr immer wieder, dass ein 1 Liter Farbtopf ein zu großes Gebinde ist. Wir wissen jetzt welche Farben dieses Grün ergibt, rapsgelb, irgendwas schwarz und die dritte habe ich vergessen. Wir verließen den Baumarkt dann mit unseren beiden Testtöpfchen mit zwei verschiedenen Grün. Das eine Grün als Grundfarbe, das andere für die Ränder der Tontöpfchen aus denen das Tontopfmännchen zusammengesetzt ist.

Am Abend

Gegen 18 Uhr waren wir dann Zuhause. Wir besuchten noch den Bäcker vor Ort, der völlig ausverkauft war. Ein einsames Baguette, ein paar Salzstangen, Krapfen und Nussschnecken waren noch in der Auslage. Wir nahmen eine Nusschnecke mit und ein Energiebündel. Es ähnelt dem Brot, welches MonAmour bisher über den Supermarkt bezog, bis sie dort die Lieferungen einstellten. Für die Semmeln zum Salat, der von Mittag übrig war, ging ich dann in den Supermarkt nebenan.

Vor mir betrat ein älteres Ehepaar den Supermarkt. Sie gestützt auf den Einkaufswagen. Er schlurfte hinter ihr her. Ich ging langsam hinter ihnen her. Beim Drehkreuz angekommen, ging sie voran. Gleich danach stoppte sie, er hinterher, stellte sich in die Ecke und hielt sich am Drehkreuz fest. Sie fragte ihn, ob sie Kaffee mitnehmen sollten. Irgendwann fiel ihnen auf, dass ich nicht durch das Drehkreuz konnte, weil er sich daran festhielt. „Oh“, sagte er, „wissens, wenn man so alt ist, dann muss man sich immer irgendwo festhalten.“ Ich bedankte mich für den Einlass, bestätigte das mit dem Festhalten und schnappte mir die Filtertüten, bevor wir noch weiter den Eingang in Beschlag nahmen. Kaffee und Tee samt Filtertüten sind gleich neben dem Drehkreuz aufgereiht.

Zum Abendessen gab es für mich den restlichen Salat mit einer Semmel vom Supermarkt und als Nachtisch eine Tafel Schokolade. MonAmour hatte ebenfalls eine Semmel allerdings mit einem Pfefferbeißer. Das Mittagessen hatte uns sehr gesättigt.

Wir schauten noch ein wenig fern und gegen elf kehrte Nachtruhe ein.

Tagebuchbloggen |

02.01.2026 – Neues Jahr

Frau Mohnblume bloggt 3. Januar 2026 |

Ich wünschen Ihnen allen ein gesundes, gutes und gesegnetes Neues Jahr, Zufriedenheit und Freude.

Keine Vorsätze

In einem Entwurf, der hier im Hintergrund liegt, versuche ich mein seltsames Gefühl, welches ich dieser Tage habe, auf den Grund zu gehen. Vielleicht bekommen Sie den Entwurf irgendwann zu sehen. Ich weiß noch nicht.

Ich bin dieser Tage – voller Trauer und Sentimentalität – spüre Veränderungen, die ich nicht in Worte fassen kann. Sie sind wie ein Hauch, eben noch zu spüren und dann auch schon vorbei.

Rauhnächte

Meine Wünsche für das Jahr sind geschrieben und ein Teil wurde gestern dem Silvesterfeuer übergeben. Auch wenn Zeitungen anderes behaupten werden, hatten wir gestern beim Feuerwerkgucken das Gefühl es war weniger als in den Jahren zuvor. Dafür hatte jemand hier in der Straße Böller, die lauter knallten und mich jedesmal zusammenzucken ließen. Eine Erinnerung an Kriegstage erschien vor meinem Auge. Dabei kann es sich nur um Erinnerungen handeln, die nicht meine sind – ich bin dafür viel zu jung und war nie in einem Kriegsgebiet. Allerdings waren die Amys hier stationiert. Sie, wie auch die Bundeswehr, robbten und schlichen durch den Wald in der Nähe meiner früheren Arbeitsstätte. Damals zeigte uns eine Fahne, ob Waldspaziergänge gerade möglich sind oder die Armee gerade dort den Ernstfall übt. Ab und an hörte man die Salven von Maschinengewehren und es wurde auch laut geknallt. Vielleicht war es diese Erinnerung, die diese Böller mit ihrem lauten Knall in mir aufsteigen ließen.

Auch mit und in MonAmour finden Veränderungen statt. Ein Hauch nur dieses ahnen von Veränderung. Ein seltsames Gefühl. Vielleicht liegt es an Weihnachten, an den Rauhnächten. Was wissen wir schon, was es in den Zwischenwelten alles gibt. Vielleicht sind es auch nur die Erinnerungen an die Ahnen, an all die vergangenen Zeiten, die dieses Gefühl in uns auslösen.

Zeitungen

In einer der hiesigen Tageszeitungen räumt ein Pfarrer mit den Mythen rund um Weihnachten auf. Sehr mutig. Wenn ich es richtig erinnere ist die Geburt Jesu eher im Frühjahr zu verorten als an dem Datum, welches wohl willkürlich dafür festgelegt wurde. Da ich Zeitungen immer nur überfliege und nur ab und an an Artikeln und mitten in Berichten hängen bleibe, müsste ich das Interview nochmals raussuchen, um mehr über die Mythen zu schreiben.

Zeitungen und ich haben ein sehr zwiespältiges Verhältnis zueinander. Vor vielen vielen Jahren hatte ich sogar mal die Zeit abonniert. Nur um festzustellen, dass sich diese langsam stapelten und ich mühelos aus den Stapeln Säulen für ein Sofa oder einen Tisch hätte bauen können. Oft blättere ich durch die Zeitungen durch, lese die Überschriften, überfliege manchmal Berichte, bleibe mittendrin in einem Bericht haften, bin überrascht, wie viel Zeit beim Lesen vergeht und lege die Zeitung nach dem durchblättern weg. Irgendwann nehme ich sie wieder zur Hand, nehme die interessanten Artikel, die ich unbedingt mal Lesen möchte, heraus. Diese liegen dann ebenso lange, wie die abgespeckte Zeitung auf einem Stapel – nur gelesen werden sie nie.

Tageszeitungen ergeht es ähnlich. Da haben sie schon ihre Aktualität verloren. Doch diese wandern dann in den Zeitungsammelbehälter, der dafür vorgesehen ist, diese als Füllmaterial für Paket aufzubewahren. Manchmal erwischen wir uns dabei, wie wir beim Packen von Paketen, noch schnell den Artikel lesen, bevor wir eine Zeitungskugel daraus formen.

Letztens beim Aufräumen stieß ich auf Zeitungen aus November und Dezember von 2014. Das interessanteste daran war, dass sie auch aus 2025 hätten stammen können. Nur manch Namen hätte man verändern müssen statt Merkel eben Merz. Putin war damals schon uneinsichtig und führte Europa vor. Die Zeitungen und Artikel sind jetzt auch in der Sammelbox gelandet.

Bücher

Zurzeit kämpfe ich mich durch ein Buch, dass sehr ambivelente Gefühle in mir auslöst. Es ist ein kritisches Buch über die Bildung und Erziehung in den ersten Lebensjahren. Vor allem wird die außerfamiliäre Betreuung in Krippen kritisiert. Es fordert mich das Buch, zudem ich eine Rezension schreibe, die eigentlich schon längst abegeben hätte werden müssen. Nebenher, also während ich mich noch durch kritischen Texte bzw. Kapitel lese, schreibe ich auch schon an der Diskussion. Das Buch löst Zustimmung und Abneigung in einem in mir aus. Sehr anstrengend das. Vor allem, weil ich manches nachrecherchiere. Spätestens nächste Woche möchte ich abgeben.

Es wurden ein paar Hörbücher bestellt sowie weitere Bücher für die anstehnden Vorbereitungen neuer Seminare, die ich übernahm. Ab März werde ich den größten Teil einer Leitungsqualifzierung übernehmen. Sprich ich arbeite mich jetzt in Teamentwicklung, Führung und Führungsstile, Selbstcoaching, unterschiedliche Gespräche ein, die Leitungen so führen und Organisationsentwicklung. Ein Teil der Themen ist erst im Oktober dran. D. h. ich habe noch etwas Zeit meine rudimentäres Wissen zu erweitern und verfestigen. Den anderen Teil sollte ich mir bis März ins Hirn schaufeln. Oder zumindest auf das Skript.

Selbständig?

Die RV ist noch immer davon überzeugt, dass ich gerngfügig abhängig beschäftigt bin, mein Anwalt, mein Auftraggeber und ich gehen noch immer von einer selbständigen Tätigkeit aus. Inzwischen wurde die Krankenkasse von der RV informiert. Jetzt darf ich da auch noch darüber aufklären, dass ich nicht angestellt bin. Wer weiß, was das noch für Kreise zieht. Es gibt Zeiten, da bin ich kurz davor, mich komplett aus dem System zurückzuziehen. Anstatt dass, das System froh ist, dass ich mit meiner Arbeit Geld verdiene, welches ja auch wieder dem System zugute kommt, legen sie mir und anderen Referent*innen, Steine in den Weg. Bin ja nicht nur ich betroffen, sondern auch andere Refernt*innen, die in der gleichen Situation sind, wie ich. Ich frage mich allerdings, wie Lösungen aussehen könnten. Denn ich möchte weiterhin selbständig arbeiten. Die RV sieht das anders. Wenn der Widerspruch keinen Erfolg hat, dann bleibt nur das gerichtliche Verfahren, was jedoch Geld kostet, welches ich nicht habe. Hoffen wir das 2026 das Jahr ist, in dem meine Selbständigkeit auch von der RV anerkannt wird.

Haben Sie ein schönes Wochenende.

Tagebuchbloggen |

21.12.2025 – Unterwegs und nichts zu essen

Frau Mohnblume bloggt 30. Dezember 2025 |

MonAmour und ich ließen den Sonntag tun, was der Sonntag so tun soll: Ruhetag. Wir nutzten diesen Tag um zum Walberla zu fahren, dort die Höhen zu erklimmen, zwischen den Tälern hin und her zu gehen und den Sonnenuntergang zu bestaunen. Als wir vom zweiten Gipfelkreuz zurückkamen und beim ersten Gipfelkreuz ankamen, stand dort eine Gruppe Jugendlicher, die wohl gerade mehr oder weniger demokratisch entschieden, auch zum zweiten Gipfelkreuz zu laufen. Wir schnappte so Sätze auf wie, „wir sind doch zum wandern hergekommen“.

Ein Teil der Gruppe setzte sich in Bewegung, während einer anderer Teil der Gruppe noch ein Selfie vor dem Gipfelkreuz machte. Als uns der Teil der Gruppe entgegenkam, sagte eines der Mädchen „Die sind doch bodenlos hoch“ Sie meinte damit den Hügel zum zweiten Gipfelkreuz. Sie folgten dem anderen Teil der Gruppe. Ich war erstaunt, wie schnell sie sich diesen anschließen konnten. Da sie ihrer Wege gingen und rannten und wir unseres Wegs zum Parkplatz trennten sich unsere Wege in verschiedene Richtungen.

Also das Walberla oder die Ehrenbürg liegt 513 Meter hoch (Nordkuppe), die Südkuppe, der Rodenstein ist 530 Meter hoch. Also eher Hügel als Berge. Jedenfalls, wenn man mal in Österreich oder am Rand der Alpen, in den Bergen wanderte. Ohne Seilbahn.

Eigentlich wollte ich Ihnen noch Bilder zeigen, doch an diesem Tag habe ich keine gemacht. Der Foto blieb mal im Auto. Die Bilder vom letzten Walberlaaufstieg liegen noch auf dem anderen Rechner. Ich werde nachreichen.

Ein Dorf in Franken

Im Anschluss fuhren wir ein paar Dörfer weiter, um dort den Weihnachtsmarkt zu besuchen. Wir fuhren die Straße hinauf und wieder hinunter, um dann doch ins Dorf einzubiegen und abseits der Hauptstraße abzustellen. Wir brauchten die Zeit um zu überlegen, ob wir überhaupt aussteigen. Wir hatten ein wenig Hunger und die Hoffnung auf Essen. Als wir durch die Straßen liefen zum Ort des Geschehens, schnappten wir die Sätze eines Anwohners auf, der erzählte, es war so zugeparkt, dass er nicht mehr aus seiner Einfahrt kam. Das ginge so nicht, da muss eine Lösung her. Aufgrund seiner Sätze entnahmen wir, dass es bereits schon wesentlicher voller gewesen sein musste, als das was wir schon als voll empfanden. Also den Zustand, den wir vor Ort vorfanden.

Am Ort des Geschehens hatte ich ein wenig das Gefühl auf federnden Boden zu laufen. MonAmour nahm meine Überraschung wahr und meinte der Festplatz sei frisch. Der Boden also noch nicht fest gewalzt. Ein lustiges Gefühl so ganz ohne Alkohol. Wie mag das mit sein? Ich habe es nicht getestet. Dafür alle, die hier versammelt waren, kaum jemand ohne Becher oder Bierflasche in der Hand. Es war auch noch das einzige was es an Lebensmittel gab, außer Käse und Schinken. Vielleicht hätte es noch Crepe gegeben. Wir sahen einen auf einem Crepeeisen liegen, während mehrere Menschen vor der Bude standen und sehnsüchtig warteten.

An allen Buden, die irgendwann mal warme Speisen angeboten hatten stand „Ausverkauft“. Es gab nur noch flüssig Nahrung, auf die wir verzichteten.

Staunend vor der Krippe

Auf dem Rückweg besuchten wir noch die kleine Kirche am Straßenrand, bewunderten die Krippe ohne Jesuskind – es ist ja noch nicht Weihnachten – und freuten uns der einzelnen Kinder, die ebenfalls wie wir staunend vor der Krippe standen.

Als wir die Kirche verließen wurden wir noch Zeugen eines Fotoshootings. Eine Mutter hatte mit ihrem Kind die Kirche besucht. Draußen fotografierte sie den Weihnachtsbaum. Das Kind bat um ein Foto. Sie: „Ok, dann stell dich vor den Baum. Und jetzt guck mal hoch zum Baum. Ja, genau so.“

Ich kann nur hoffen, dass das Bild zum Privatgebrauch gemacht wurde und nicht auch noch über die sozialen Medien geteilt wurde. Kinderfotos gehören nicht ins Netz.

Ella

Erinnern Sie sich noch an den Werbespot von dem großen Telefonanbieter? Der Link hier führt Sie direkt zu YouTube und zeigt, warum Kinderfotos nicht ins Weltweitenetz gehören.

Nachricht von Ella

Haben Sie noch einen schönen Tag

P. S. Ach ja, nachdem wir dann ohne Essen nach Hause fuhren, gab es Pizza aus der Tiefkühltruhe.

Tagebuchbloggen |

Post navigation

← Ältere Beiträge
Newer posts →
© 2020 Frau Mohnblume bloggt | Impressum Datenschutzerklärung
↑
Hinweispflicht zu Cookies

Webseitenbetreiber müssen, um Ihre Webseiten DSGVO konform zu publizieren, ihre Besucher auf die Verwendung von Cookies hinweisen und darüber informieren, dass bei weiterem Besuch der Webseite von der Einwilligung des Nutzers in die Verwendung von Cookies ausgegangen wird.

Der eingeblendete Hinweis Banner dient dieser Informationspflicht.

Sie können das Setzen von Cookies in Ihren Browser Einstellungen allgemein oder für bestimmte Webseiten verhindern. Eine Anleitung zum Blockieren von Cookies finden Sie hier.

WordPress Plugin Entwicklung von BST Software
Diese Seite verwendet Cookies. Zur Analyse meiner Website benutze ich Koko-Analytics um zu sehen, welche Artikel Sie interessieren. Es werden keine Daten mit externen Diensten ausgetauscht oder Cookies gesetzt.
Weitere Informationen