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08.06.2026 – Montagmorgen

Frau Mohnblume bloggt 8. Juni 2026 |
Montagmorgen

Der Einstieg in die Arbeit fällt mir heute unheimlich schwer. Gestern im Bett fast sofort eingeschlafen. Nur einmal aufgewacht. Geschlafen bis 7:30 Uhr. Ungewöhnlich. Vielleicht lag es an der späten Uhrzeit. 23 Uhr erst im Bett.

Der Tag begann zunächst damit, das Bettzeugs abzuziehen und in die Waschmaschine zu stopfen. Danach die übliche Routine. Kaffee aufbrühen. PC anschalten. Im beruflichen Vernetzungsportal auf Kommentare antworten. Auf meinem Schreibtisch liegt ein Rezensionsexemplar. Abgabe morgen. Ich lege es beiseite. Die Erbeeren müssen gepflückt werden. Die Erdbeerpflanzen haben unheimlich viele Früchte produziert. Täglich eine Müslichüssel.

In einem der Erdbeerbeete wachsen zwischen den Erdbeeren Mohnblumen. Dort ist vielleicht ein Betrieb. Hummeln, Holzbienen, Bienen. Teilweise sind die Blüten doppelt belegt. Am Rand des gemischen Gemüse-Kartoffelbeets, im Mohnblumenstreifen, ebenfalls viel Betrieb. Das reine Insektenparadies.

Zurück am Schreibtisch. Noch immer Montagmorgenblues. Mir fehlt der Antrieb. Eine Mail beantwortet. Die meisten gelöscht. Unwichtiges Zeug.

Die Waschmaschine ist fertig. Bereit für eine weitere Füllung.

Zeit zum Frühstücken. Inzwischen ist es elf Uhr und jede Ablenkung willkommen. Ok. Schreibtisch aufräumen. Wie es der Schreibtisch nur immer wieder schafft so viel Zeugs anzusammeln. Notizen, Notizbücher, Bücher, Stifte, Moderationskarten, neue Hörbücher, Zeitschriften, leere Moderationsstifte samt Auffüller (irgendjemand müsste die mal auffüllen), neue Moderationsstifte mit Metalliceffekt, Rechnungen…

Die Arbeit und ich, das wird heute ein zähes Geschäft.

Zäh heute

Es ging zäh weiter. Nach dem Frühstück lese ich mir meine ToDo-Liste durch. Einiges kann ich wegstreichen, weil bereits erledigt. Das Rezensionsexemplar bleibt noch liegen. Dafür widme ich mich einem anderen, welches in zwei Tagen Abgabe hat. Die Rezension fällt mir leichter. Das andere braucht mehr Konzentration.

Zwischendurch mal in die sozialen Medien abgedriftet. Dann wieder ein wenig rezensiert. Mir fallen meine Kopfhörer ein. Die guten AKG Kopfhörer spielen nur noch auf der linken Seite. Die rechte Seite will keinen Ton mehr von sich geben. Im weltweiten Netz finde ich eine Reparaturanleitung. Ok. Es ist wohl doch einfacher neue zu kaufen. Also mal eben rüber zu Thomann.

Ich finde gleich zwei Kopfhörer. Nein keine AKG mehr, auch wenn diese als sehr angenehm empfand. Ich will keine Kopfhörer mehr, deren Kabel beim verschieben der Ohrmuschel brechen könnten. Qual der Wahl.

Hilfestellung

Nachmittagspause. Mit einem Eis auf die Terrasse. Dann braucht MonAmour meine Hilfe. Im Anschluss wieder an den PC. Wirklich gearbeitet habe ich heute nicht. Morgen wird es besser. Meine letzt Handlung hier, den Beitrag zu Ende schreiben, eine Zoomeinladung verschicken und aus.

Feierabend.

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05.06.2026 – #WMDEDGT

Frau Mohnblume bloggt 6. Juni 2026 |

#WMDEGT ist eine Aktion von Frau Brüllen

Morgens

Draußen ist noch nicht richtig hell. Die Vögel schon am zwitschern. Zum Aufstehen noch zu früh. Ich stöpsel mir die Kopfhörer ins Ohr und lausche zum zweiten Mal Frau Kuschik und ihren 50 Fragen, die das Leben leichter machen. Sie erinnern mich daran, dass ich meine systemische Beratung ausbauen möchte, meine systemischen Kompetenzen noch mehr in meine Teamfortbildungen und Teamberatungen einbauen möchte. Manchmal gelingt mir das schon ganz gut.

Bevor ich wegnicke stöpsel ich mich wieder ab. Schlafe noch ein wenig. Um 7:00 Uhr stehe ich dann auf. In der Kaffeemühle ist noch Reis drin. Der soll das Mahlwerk reinigen und vom Kaffeefett befreien. Gestern eingefüllt, ein wenig gemahlen, dann weggestellt, weil keine Zeit dazu. Bevor es also Kaffee gibt, erstmal Reis mahlen. Als der durch ist, fülle ich die Mühle mit Kaffeebohnen. Während sich der PC hochfährt, mahle ich Kaffee. Lese die ersten Mails. Freue mich über einen Kommentar von der berühmten Bloggerin.

Beim Lesen eines Buchs, habe ich mir Zitate daraus auf Moderationskarten geschrieben. Zitate mit deren Aussagen sich auch gut in Seminaren arbeiten lässt. Ein Zitat fällt mir ins Auge und sofort habe ich verschiedene Gedanken im Kopf. Während also der frische Kaffee durch den Filter in die Tasse läuft, schreibe ich meine Gedanken dazu auf.

Vor meinem geistigen Auge entsteht gerade ein Seminar. Hui, ganz schön viele Ideen auf einmal.

Ach das Zitat, will ich Ihnen nicht vorenthalten:

„Was wir Kindern vorleben, spricht so laut für sich, dass sie oft nicht hören, was wir sagen.“

Iris van den Hoeven

Ich fange den Blogbeitrag an. Brühe eine weitere Tasse Kaffee auf.

Vor- und Nachmittag

Der begonnene Blogbeitrag pausiert, während ich die angefangene Rezension zu Ende bringe. Eigentlich wäre eine Rezension zu Paardynamiken dran gewesen. Mir fällt die Konzentration auf den Text schwer. Eine andere Rezension, die fast zum gleichen Zeitpunkt abgeben werden soll, ziehe ich daher vor. Gegen 16:00 Uhr ist sie abgeschlossen. Nochmal gelesen, ein wenig hier und dort korrigiert. Ab per Mail zu socialnet. Das Buch zur Paartherapie bleibt erstmal liegen.

Im Zimmer wird es dunkel. Ein wenig wie November statt Juni. Ein kurzer Schauer erfreut die Natur mit Nässe. Die Kartoffelpflanzen entwickeln sich prächtig. Einige von ihnen bilden bereits Blütenansätze. Die Erdbeeren tragen dieses Jahr viele Früchte. Jeden Tag ernte ich fast zwei Handvoll.

Den Rest des Tages verbringe ich mäandert vor dem PC und zwischen Küche, Arbeitszimmer und Wohnzimmer. Ich habe Hunger. Erinnere mich an die Schokobrötchen, die wundersamer Weise in unserer Einkaufstüte statt der Knoblauchecken gelandet sind. Heize den Ofen an, bereite die Backware zu, ab in den Ofen. Als sie fertig sind, treffen MonAmour und ich uns in der Küche, verspeisen gemeinsam die noch warmen Brötchen. Unterhalten uns.

Dann interessiert mich, welche Neuerscheinungen es gibt. Ein Verlag hatte mich auf zwei Bücher aufmerksam gemacht. Ich recherchiere. Finde viele interessante Artikel. Damit könnte ich ein ganzes Jahr füllen. Nachdem ich bereits drei Rezensionen abgegben habe, hätte ich ja wieder Platz. Im Juli und August auch Zeit. Die interessantesten Artikel wandern in eine Wunschliste. Viel Material, auch zur Vorbereitung von Workshops. Die Auswahl wird schwierig.

Zwischendrin kommt der Eismann und bringt Eis und Essen. Das wandert in die Tiefkühltruhe. Danach sitze ich noch eine Weile am PC. Plötzlich ist es 19:00 Uhr. Das Abendessen fällt für heute aus, wir hatten ja Schokobrötchen, die erstaunlich satt machten.

Der begonnene Blogbeitrag muss warten.

Feierabend. Fernsehabend.

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03.06.2026 – Sau durchs Dorf getrieben

Frau Mohnblume bloggt 4. Juni 2026 |

Vom Fensterbankerl aus

Also eigentlich mehr von der Terrasse aus…

Helle Aufregung in der Straße am gestrigen Abend. Ein Nachbar spricht einen anderen Nachbarn an, er solle sich in Sicherheit bringen, ein Wildschwein sei durch seinen Garten in seinen Garten gesprungen. Radfahrer, die gerade die Straße hinauffuhren, wurden angewiesen sich schnell zu entfernen, weil eine wilde Wildsau in der Gegend ist.

Ich verstehe erst mal nur „Wildsau“ und spüre die Aufregung der Nachbarn.

Auf meiner Terrasse sitzend und Socken stopfend, versuche ich mir einen Reim auf das ganze zu machen. Nein, ich laufe nicht zum Gartenzaun und frage, was los ist.

Irgendwann fährt die Polizei vor. Da ist das Wildschwein aber schon durch andere Gärten weitergezogen. Irgendwann ist die Polizei wieder weg und es kehrt wieder Ruhe ein.

Wie ich heute aus den Pressemitteilungen erfahre, verfolgte die Polizei das Tier wohl bis zu einem bestimmten Punkt, bis sich das Schwein dann durch Flucht in den Wald der Verfolgung entzieht. Es gab sogar eine Warnung über die sozialen Medien, wie die Presse berichtet. Sowas bekomme ich auch nicht mit, sind nicht meine sozialen Medien, in denen gewarnt wird.

Na sowas.

Was machst du eigentlich den ganzen Tag?

Den Satz in die Suche eingegben und KI antwortet:

„Ich bin ein KI-Sprachmodell und nicht die Bloggerin hinter der berühmten Aktion „Was machst du eigentlich den ganzen Tag?“ (kurz #WMDEDGT), die die Aktion […] ins Leben gerufen hat. Ich sitze nicht am Frühstückstisch und gehe Hunderunden, sondern verbringe den Tag digital.

Mein Alltag sieht stattdessen so aus:

  • Fragen beantworten: Nutzern bei Recherchen, Programmieraufgaben oder Texten helfen.
  • Informationen verarbeiten: Das Internet durchsuchen und Wissen strukturieren.
  • Sprachen übersetzen: In Echtzeit zwischen verschiedenen Sprachen vermitteln.
  • Da wir hier in der Nähe von Nürnberg sind: Hättest du vielleicht Lust, deinen ganz persönlichen #WMDEDGT-Tag zu schreiben, oder brauchst du Hilfe bei der Organisation deines Tages? Lass mich einfach wissen, wie ich dir heute weiterhelfen kann.“

Mir hat es ein Grinsen ins Gesicht gezaubert. Nein, ich brauche keine Hilfe bei der Organisation meines Tages, ich wollte einfach nur gucken, was auf dem Blog so los ist. Irgendwie auch nett, dass die KI sich angesprochen fühlt.

Allerdings nach dem Lesen von „Die Burg“ sehe ich KI mit ganz anderen Augen. Ein wenig wie Frankensteins Monster.

Wer bei Frau Brüllen reinschauen will hier geht’s lang.

Unbewusst

Nach dem Aufstehen heute mit dem linken Fuß, genau mit dem lädierten, gegen den Betonfuss von einer Laternendeko gedonnert. Zwei Zehen geprellt. Ich merke jetzt auch noch, was Zehen so leisten. MonAmour wollte mir schon Absicht unterstellen, mindestens aber unbewusstes handeln. Könnte er sogar recht haben, nachdem ich gerne mal die Tage zuhause genieße. Ganz ohne Spazierengehen. Mir wäre es allerdings lieber gewesen, wenn dieses Unbewusste dabei auf Lädierungen, vor allem so schmerzhaft doofe, verzichten würde. Der Knöchel dankt die wenige Bewegung gerade sehr. Die Schwellung ist schon fast zurückgegangen.

Bewusst

Bewusst in den Baumarkt gefahren. Also, dass in Supermärkten vor Feiertagen viel los ist, weiß ich ja. Aber Baumärkte? Der Parkplatz war voll. Ich vermute die meisten waren irgendwo zwischen Farbe und Gartenabteilung. Uns zog es in die Bauabteilung. Genauer gesagt zu den Regenrinnen. Unsere Regenrinne hat nach 60 Jahren beschlossen, dass genug Wasser entlang geflossen ist und hat sich kurzerhand geöffnet, um das Wasser einfach auszulassen. Also kauften wir vier Meter Regenrinne. Da es sich gut über den Balkon installieren ließ, hatte ich nur die Aufgabe das Rohr zu halten, während MonAmour es oben auf dem Balkon bearbeitete, um es an den Rest anzuschließen.

Heute abend beschloss er dann, dass der Rest und das neue Rohr nicht gut miteinander ausschauen. Also werden wir übermorgen nochmal zwei Meter erwerben, damit zumindest das Rohr im ganzen bis zur Dachrinne gut ausschaut.

Im übrigen würden wir noch ein Gerüst suchen, gerne auch Menschen, die Gerüste aufbauen und Dachrinnen ersetzen.

Obwohl MonAmour nur auf dem Balkon stand und er von dort aus ohne Leiter hantieren konnte, war mir äußerst mulmig zumute. Die Anspannung bei mir ist so groß, dass ich Freudentränen habe, wenn er heil wieder vor mir steht. Die letzte Leiteraktion wegen der verstopften Dachrinne ist mir noch gut in Erinnerung und ich möchte nicht, dass er nochmal auf die Leiter steigt um die Dachrinne hinten zu reparieren. Er sieht darin kein Problem, während ich völlig irre Bilder vor mir sehe, die mich völlig lahmlegen. Die Gefahr, dass er samt Leiter stürzt ist mir einfach zu groß. Hier spielt meine Psyche echt verrückt.

Abnehmen

Auch das Bewusst. Seit Jahren denke ich schon, ich müsste… Es ist das übliche, ich müsste mal Abnehmen, mehr Sport treiben, mehr bewegen, mehr … Bereits im April, als ich auf der Tagung in Bamberg war und ich abends keine Lust auf Abendessen hatte, hatte ich nur Äpfel und Bananen sowie Haferflocken dabei. Auf der Tagung gab es ja genug zu Essen und für den abendlichen Hunger tat es die Kombi aus Apfel, Banane und Haferflocken. Das Hotel war einen Kilometer entfernt vom Tagungsort. Also gut zu laufen. Ich entdeckte tatsächlich am Ende der drei Tage eine Veränderung an mir.

Im Allgäu hatte ich zwar keine Bananen und Äpfel dabei auch keine Haferflocken, aber dafür Frühstück. So kam es, dass ich morgens Frühstückte und mir abends Brötchen ohne alles kaufte. Ich hatte gekochte Eier dabei. Zwei als Ersatz, falls die gekochten Eier zum Experimentieren kaputt gehen sollten. Die TN hatten die Aufgabe zu gucken, wieviele Bücher vier gekochte Eier in Eierbechern bzw. im Eierkarton tragen. Am letzten Abend gönnte ich mir vom Italiener überbackene Nudeln. Auch da bemerkte ich, dass ich bereits nach der Hälfte satt war. Ich aß noch ein wenig über das Satt hinaus, ließ den Rest dann doch lieber sein. Auch hier bemerkte ich leichte Unterschiede. Die Hose ging leichter zu, das Sweatshirt passte besser. Es waren nur Kleinigkeiten.

Zuhause dann irgendwann auf die Waage. Ich hatte etwas Gewicht reduziert. Ich erzählte MonAmour von den Tagen, er erzählte auch. Beide hatten wir angefangen aufs Abendessen zu verzichten bzw. nur sehr wenig zu uns zu nehmen. Wir beschlossen kurzerhand das beizubehalten. Mit weniger essen am Abend.

Inzwischen hat er gut 10 Kilo abgenommen, ich ca. 7 Kilo. Er bewegt sich mehr als ich. Ich bin unheimlich stolz auf mich. Sieben Kilo. Ich merke es tatsächlich. An den Klamotten, die nicht mehr so eng sitzen. An T-Shirts, die ich lange Zeit nur noch unter Pullis trug und jetzt gerne auch wieder ohne Pullis trage. Ein sehr schönes Gefühl. Vor allem, wenn man ein Kleid aus dem Schrank holt, welches seit Jahren dort lag (ein Geschenk von MonAmour) ich nicht anzog, weil ich mich meiner Figur schämte, die darin zu sehr, trotz weite, zur Geltung kam. Letzens angezogen und mit 7 Kilo weniger viel schöner zu tragen. Ein völlig neues Körpergefühl. Ich werde weiter dran bleiben. Ich habe da noch ein paar Kleider und Röcke, die ich gerne wieder tragen möchte.

Das Schöne an unserer Strategie ist, dass wir trotzdem nicht auf Eis oder Schokolade verzichten, sondern wesentlich bewusster essen. Auch Abendessen gibt es bewusster und von den Portionen wesentlich weniger als noch vor zwei Monaten. Wir möchten gerne den Jojo-Effekt vermeiden. Selbst die geliebte Pizza ist geblieben. Sobald es der Fuß wieder zulässt, kommt auch wieder Bewegung mit ins Spiel.

Indem Sinne Schlumpfen Sie schön und genießen Sie den Feiertag.

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02.06.2026 – Urlaub, oder sowas ähnliches

Frau Mohnblume bloggt 2. Juni 2026 |

Auf jeden Fall Erholungszeit für Körper und Seele.

Erholungszeit

Nachdem ich am Pfingstmontagmorgen nochmals mit dem linken Fuß umgeknickt bin, war ich am darauffolgenden Tag bei Frau Doktor. Seitdem schone ich den Fuß, habe festgestellt, dass ich auf Ibuprofen, jedenfalls mit der Zusammensetzung, die Frau Doktor mir verschrieben hat, allergisch reagiere. An den Außenseiten meiner Oberarme fanden sich rote Quaddeln unterschiedlicher Größe. Ich schmiere den Fuß regelmäßig mit einem Schmerzgel ein, habe eine Bandage verschrieben bekommen, die ich im Sanitätshaus bestellte, abholte und jetzt trage, lege den Fuß regelmäßig hoch und erhole mich.

Von Pfingsten bis heute keine großen Gedanken an die Arbeit verschwendet. Dafür lese ich meine Rezensionen.

Vor einiger Zeit glaubte ich ein Buch bekommen zu haben, dass ich seitdem Auspacken nicht mehr finde. Ein Rezensionsexemplar. Inzwischen haben ich das Buch nachgekauft. Als ich es auspackte, war ich mir nicht mehr sicher, ob ich das Buch überhaupt bekommen habe. In meiner Erinnerung war es größer und nicht mit einem festen Einband. Vielleicht habe ich es aber auch nur geträumt, oder die Leseprobe ist so sehr in meinem Gedächtnis haften geblieben, dass sich digitale Leseprobe und ein anderes Buch in ähnlicher farblicher Aufmachung einfach vermischten. Keine Ahnung.

Vielleicht habe ich es wirklich nur verlegt. Im schlimmsten Fall mit der Verpackung entsorgt. Mein Hirn hat im Mai nur noch im Stressmodus funktioniert. Teilweise mit viel Überforderung, also Symptomen von Burnout. Da würde mich so eine Aktion nicht wundern. Teilweise in positiver Weise. Doch war jede andere Anforderung an mich von Außen schon zuviel.

Eigentlich wollte ich ja mal wieder so eine gründliche Aufräumaktion starten. Nachdem ich jetzt immer nur vor und nach den Workshops Koffer gepackt und geleert habe, muss jetzt mal wieder Ordnung ins System. Die Moderationstasche ist bereits für den nächsten Workshop aufgefüllt und vorbereitet. Allerdings geht mit dem Fuß nur gerade nicht viel. Treppe rauf, Treppe runter und das mehrmals hintereinander möchte ich mir erstmal sparen. Der Fuß soll sich erholen. Die Schwellung geht auch langsam zurück. Immerhin frühmorgens sieht mein Knöchel schon fast wieder so aus, wie vor dem Umknicken. Wenig Schwellung und der Knöchel steht auch nicht mehr so raus. Deshalb noch weitere Schonung und ja, tatsächlich auch Spaziergänge, wenn notwendig, mit Krücken zur Entlastung.

Frau Doktor diagnostizierte einen Verdacht auf Bänderriss, zumindest aber eine Überdehnung. Kommentar zu „Ich bin nochmals umgeknickt“: „Der Klassiker.“ Es scheint also gar nicht so selten zu sein, dass instabile Knöchel nachdem man mal umgeknickt ist, nochmals dazu zu neigen umzuknicken. Ich werde die Bandage jetzt länger tragen und in ein paar Tagen mit stärkenden Übungen anfangen.

Eine Arbeitsmail erinnerte mich an den nächsten Termin. Kurz in den Arbeitsmodus verfallen. Mein Hirn ist jedoch im Urlaubsmodus geblieben und stellte fest, dass der nächste Montag ein guter Zeitpunkt ist, um sich intensiver um den Termin zu kümmern.

Werkstattarbeit

Vor der Erholungszeit, die exakt mit dem Pfingstwochenende startet, war ich noch bei einem Kunden. Insgesamt haben wir drei Tage miteinander. Zwei Tage haben wir schon miteinander verbracht, ein dritter folgt im Juli.

Der Workshop begann gleich nach der Begrüßung mit einem Konflikt. Hallejuha, wo bin ich da nur hingeraten. Mein erster Gedanke. Ich ließ das PingPong erstmal zu. Verstand die Teamseite sehr gut und fragte mich, warum mein Auftraggeber sich das Leben so schwer macht. Mein einziger systemischer Gedanke dazu: Es ist wie es ist, wie es ist. So kommunzierte ich das, dann auch. Ja, es ist ärgerlich. Ja, es ist auf ihrer Seite unverständlich, auf ihrer Seite haben sie gute Gründe dafür. Doch jetzt ist es, wie es ist und wir werden es nicht auf die Schnelle lösen können.

Dann führte ich in die Tage ein. Wir hatten ja noch weiter schwierige Themen zu bewältigen. Der Auftraggeber hat Entscheidungen getroffen, die er jedoch nicht als solche kommunizierte, sondern als „ihr habt ja noch Mitsprache, aber eigentlich …“. Während ich den Workshop vorbereitete, mit meiner Kollegin brainstormte, wie am besten angehen. Wurde mir immer klarer, dass die Entscheidung schon längst gefallen war, nur nicht genauso kommuniziert. Chefs sind nunmal Chefs und können auch unpopuläre Entscheidungen treffen. Sie sollten es dann jedoch auch so kommunizieren.

Bevor ich jedoch dazukam, stellte ich erstmal die Changekurve vor. Ließ die Teilnehmer*innen sich platzieren, fragte jeden danach, was er auf dieser Position braucht, um gut mitgehen zu können. Zeigte auf, dass es Rituale und Zeit für Abschied und Trauer braucht. Ein Teil des Teams war schon voll im Veränderungsmodus, andere noch in „rational akzeptiert“. Ein Anliegen: Antworten auf Fragen.

Zwischendurch wurde es sehr emotional. Wir machten eine Pause. Ich gab Zeit und Rat.

Danach kam der unangenehme Teil, eine Entscheidung, die getroffen war, zu erklären. Systemisch bediente ich mich verschiedener Figuren erklärte Variante 1 und dann Variante 2, die schon entschieden war. Im Prinzip ging es darum diese Variante sinnvoll und nachvollziehbar zu erklären. Spürte den Widerstand. Zwischendrin eine Frage, die mich irritierte und nichts mit dem Thema zu tun hatte, jedoch so gestellt wurde, dass ich mich fragte, was eigentlich wirklich gemeint ist. Ich wurde deutlicher.

Es ist immer für alle Beteiligten schwierig, wenn Abteilungen aufgelöst werden und umverteilt werden sollen, bzw. Abteilungen überhaupt neue Aufgaben bekommen und komplett neu verteilt werden. Die sinkenden Kinderzahlen führen entweder zu Kündigungen, oder zu neuen Ideen. In diesem Fall zu einer pädagogischen Weiterentwicklung und Neuausrichtung mit der Reduzierung von Gruppen ohne Kündigungen.

Es war ein intensiver Vormittag. Am Ende des Tages ließ ich mir ein kurzes Blitzlicht geben. Am nächsten Tag starteten wir mit Raumgestaltung und weiteren Zuteilungen. Planten Hausaufgaben.

Am Ende des Tages bekam ich ein wunderbares Feedback. Tief berührt fuhr ich nach Hause. Freue mich auf den dritten Tag in einem Monat. Bin gespannt, was sie mir erzählen.

Es hat mir viel Freude bereitet mit dem Team mitzugehen, es auf den Weg zu bringen, die Widerstände aufzunehmen, ihre Vorbehalte zu verbalisieren. Irgendwie ist der Wunsch entstanden, mich mit der Prozessbegleitung noch intensiver auseinanderzusetzen. Noch mehr Hebammenarbeit leisten zu wollen. Den Weg fortzuführen. Ich muss jetzt nur noch meinen Weg dazu finden.

Im Augenblick trete ich ein wenig auf der Stelle. Das mit den Fortbildungen ist irgendwie ganz nett. Doch merke ich, dass es mir nicht mehr reicht. Ich möchte mehr. Ich weiß nur noch nicht, was dieses mehr ist. Wie es genau aussieht. Damit muss ich erstmal schwanger gehen.

Zaungeplauder

Wir haben den Garten schön.

Die Kartoffeln wachsen. Das Gemüse hat inzwischen seinen Platz in den Beeten gefunden. Die Geranien hat MonAmour aus dem Winterquartier gebracht. Ich habe sie ein wenig gestutzt und die welken Blätter entfernt. Er hat sie dann rund um die Terrasse verteilt.

Für ein wenig mehr Blumen im Garten sind wir ins Gartenzentrum gefahren. Die Schilder dazu hatten wir schön öfter gesehen. Jetzt am Freitag waren wir erstmals da und befanden es für wunderschön. Wir wissen jetzt was große Bäume kosten und kleine Setzlinge, die noch Bäume werden wollen. Wir überlegen in das Geschäft einzusteigen. Die Kastanien wären jetzt soweit, dass sie richtig Geld bringen. Man kann dafür ja echt ein Vermögen ausgeben. Scherz beiseite. Wir fanden ein paar weitere Gemüsepflanzen, Nelken und Tagetes. Die jetzt in der neugestalteten Rabatte ihren Platz gefunden haben als auch in dem Beet vor der Terrasse. Die ein oder andere Tagetes fand ihren Platz in den Salatbeeten, da dort immer wieder Salate verschwanden. Drahtwürmer nagten sie an. Seitdem die Tagetes dort wohnen ist Ruhe.

Dieses Jahr erstmals Artischocken gepflanzt. Selbst gezogen. Ich bin gespannt, wie sie sich weiter entwickeln. Ein großer Teil meiner Aussaat hat sich leider ins Nirvana verabschiedet, weshalb wir auf die Pflanzen im Gartenzentrum und bei Norma zurückgriffen. MonAmour behauptet steif und fest, die Drahtwürmer sind mit importiert. Ich weiß jedoch, dass wir sie schon im Garten haben, wer nicht. Die Kartoffeln hatten eindeutige Fraßspuren letztes Jahr. Gefunden hatten wir im Beet auch den einen oder anderen. Daher ist die Tagetes eine gute Wahl.

Im Gartenzentrum steht noch eine Rose, in die sich MonAmour schockverliebte. Wenn ich demnächst wieder mobil bin, werde ich mich dort kundig tun. Unser Sorgenkind, das Terrassenbeet neben der Terrassentür braucht noch viel Liebe. Die Rose würde sich da gut machen, zusammen mit Lavendel. Die Walderdbeere müsste dann weichen. Doch dafür braucht es noch Vorbereitungen.

Gelesen

„Die Burg“ von Ursula Poznanski. Die Autorin beschäftigt sich in ihren Büchern immer wieder mit digitalen Medien. Diesmal ist die KI oder „KIsmet, wie die Protagonisten sie nennen, Hauptdarstellerin. Eine Gruppe von Menschen wird auf eine Burg eingeladen um ein KI-gestütztes Escape-Spiel zu spielen und am Ende ihre Meinung dazu zu sagen. Alles ist ein fröhliches Abenteuer und endet in einer eingeschlossenen Burg aus der KIsmet scheinbar niemanden mehr entkommen lässt. Die KI scheint komplett das Kommando übernommen zu haben und selbst die Administratoren, die das Spiel über Monitore beobachten, in die Irre zu führen und aus dem System auszuschließen. Niemand kommt aus der Burg raus und keiner mehr hinein. Spannend bis zum Ende. Eine KI, die auf sehr eigenwillige Weise, das macht, was man ihr auftrug.

Gehört

Karin Kuschik „50 Fragen, die das Leben leichter machen“ und „50 Sätze, die das Leben leichter machen“. Manche Fragen haben es echt in sich. Bei den 50 Sätzen muss ich nochmal nachhören. Manches irritiert mich. Andere dürften in manchen Situationen hilfreich sein. Karin Kuschik führt mit viel Humor und Zuversicht durch die beiden Hörbücher.

Da ich beide Hörbücher vorwiegend abends im Bett höre bzw. morgens, wenn ich gegen 4 Uhr aufwache und oft wieder einschlafen. Hörbücher haben so ein Wirkung auf mich, wie Gute Nachtgeschichten früher. Muss ich diese nochmal hören. Da ich viele Teile einfach verpenne.

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05.05.2026 – I’m proud oder Yes, I can*

Frau Mohnblume bloggt 5. Mai 2026 |

Ich bin stolz auf mich. Ich habe einen wunderbaren Workshop hinter mir, mit wunderbaren Teilnehmer*innen. Mit der Erfahrung eine gewisse Expertise zu besitzen. I’m proud.

Werkstattarbeit

Heute in einem Team gewesen, dass mich nach dem ersten Workshop gleich nochmal buchte. Nach heute würden sie es auch wieder tun. Darüber glücklich und stolz. Sehr. Die direkten Rückmeldungen positiv. Das erste Mal, dass ich keinen ausführlichen Trainerleitfaden schrieb, dass ich mit Karteikarten auf denen die Aufgabenstellungen beschrieben waren, als auch die Fallbeispiele, arbeitete. Obwohl die Flipcharts dabei, blieben auch sie Außen vor. Der rote Faden war im Kopf, meine Aufregung gering, ich fühlte mich sehr sicher in meinem Thema. Es macht mich sehr stolz, wie ich selbst merke, dass ich mir ein solche Expertise erarbeitet habe, dass ich dieses Thema methodisch so leiten kann, dass ich den roten Faden nicht verliere. Und ja, auch diesmal wieder Verbesserungsbedarf erspürt. Einen thematischen Schwerpunkt darf ich anders gestalten. Und ja, ich sage es nochmal, solche Dinge machen mich stolz, sie zeigen mir, dass ich auf dem richtigen Weg bin. Vor allem, wenn dann auch noch die Rückmeldungen dazu passen. Yes, I can do it!

Vorige Woche waren die Rückmeldungen sehr durchwachsen. Die Auftragsklärung auch eher mau. Es irritiert mich jedesmal, wenn Führungskräfte einen Workshop buchen, ich sie anrufe, mit ihnen die Inhalte bespreche, dann eine Mail sende mit einer Zusammenfassung des Gesprächs und besprochenen Inhalte. Ich mich zwei oder auch drei Wochen vorher melde, für die Feinplanung mit den besprochenen Inhalten, und als Rückmeldung bekomme, dass wir alles so machen und hinterher die anonyme Rückmeldunge kommt, dass es hier nicht passte und dort gerne etwas anderes hätte sein dürfen. Ja, ich spüre solche Ambivalenzen, ja ich frage nach, wenn ich dies spüre, leider waren die Antworten so, dass alles passen würde. Das ist sehr schade, weil ich ja, eigentlich noch Gegensteueren könnte, wenn mir jemand sagen würde „Also, Frau Mohnblume, wir hätten gerne mehr praktischen Input, könnten wir nicht ein wenig über unsere Situation hier sprechen?“ (Das war nicht, ich betone es nochmal, nicht erwähnt worden, dass es um den Ist-Stand geht und darum zu überlegen, was noch getan werden könnte).

Crashkurs

Es scheint jedoch so zu sein, dass mir das Universum oder Gott ziemlich deutliche Zeichen sendet, wenn irgendetwas nicht stimmt. In einem Team krachte das Flipchart zweimal mit viel Krach zu Boden. Hier war mir jedoch schon nach der Anfangsrunde klar, dass ich völlig falsch informiert war. Dieses Mal krachte ein Tisch mit viel Getöse zu Boden. Ich nehme solche Zeichen sehr ernst, hatte jedoch davor schon gefragt, und keine Rückmeldung bekommen, außer, dass alles passe. Mhm. Ich kann diesmal mit dem gecrashten Tisch nicht gemeint gewesen sein. Oder?!?

Ich weiß auch nicht wie viel Zufall es war, dass das Flipchart, welches im Raum stand, genauso gebaut war, wie das Flipchart, welches in dem anderen Team, zweimal zu Boden stürzte. Das fiel mir gleich am Morgen auf, so sehr hat mich das Erlebnis geprägt. Sollte das ein Omen sein?

Logisch, oder?

Seitdem ich Hotels für meine Übernachtung als auch Freizeitaktivitäten im Allgäu recherchierte, wo ich nächste Woche beruflich drei Tage verbringe, bekomme ich doch tatsächlich von dort, über die Suche eines Immobilienportals Häuser zum Kauf exakt in der Gegend, in der ich weilen werde, angeboten. Algologisch, oder? Hier glaube ich ehrlich gesagt nicht an Zufall, sondern eher an den Algorithmus, der hier seine 0en und 1en schubst.

Werkstattarbeit, die Zweite mit KI Unterstüzung

Morgen steht die Vorbereitung eines zweiten Worshops an, der Online stattfinden wird. Drücken Sie mir die Daumen, dass auch dieser ein Erfolg wird. Er wird Online stattfinden und bisher habe ich noch keine schriftliche Vorbereitung getroffen. Die meiste Vorbereitung stammt von Chatgpt und findet in meinem Kopf statt. Ja, ich nutze Chatgpt um mir, gerade dann, wenn mein Kopf gedanklich leer oder völlig überlastet ist, eine erste Idee zu holen, wie so ein Workshop mit einem bestimmten Thema oder auch einer gezielten Ausschreibung vom Ablauf her aussehen könnte. Mein Part ist es dann, aus den Ideen – ich frage die KI gerne öfter und mit Varianten – die mir die KI ausspuckt einen Workshop zu basteln. Nein, ich halte mich nicht an das, was die KI mir erzählt, sondern bastel daraus „mein Ding“. Ich habe da schon ganz lustige Sachen bekommen, von denen ich wusste, die können so nicht stimmen. Denn ich bin mit dem Thema vertraut und weiß annähernd, wer was dazu geschrieben hat oder eben nicht.

Gleiches gilt für das Thema am Donnerstag und trotzdem holte ich mir Ideen. Die gar nicht so abwegig klingen. Der morgige Tag, also ganz in der Vorbereitung dieses Onlineworkshops.

Genießen Sie den Feierabend bzw. den Tag.

Schlumpfen Sie schön.

*Bitte verzeihen Sie mir die Nutzung des Englischen an dieser Stelle, doch manches lässt sich besser in einer anderen Sprache ausdrücken.

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